Lyras POVDas grüne Feuer, das auf Iris‘ Dolch tanzte, warf hässliche, verzerrte Schatten auf ihr perfektes Gesicht. Als ich sie ansah, sah ich meine Schwester nicht mehr. Ich sah das wahre Monster, das seit meiner Kindheit in den Ecken meines Lebens lauerte. Alles Schlimme, was mir passiert war – die verschlossenen Türen, die grausamen Worte, die Nacht vor fünf Jahren, die meine Welt auseinanderbrach –, alles spiegelte sich in diesem lächelnden Gesicht wider. „Du hast deine Rolle wirklich gut gespielt, nicht wahr?“ Ich fragte. Meine Stimme zitterte nicht. Ich war zu müde vor Angst, zu ausgelaugt von der schieren Menge an Verrat, die ich heute geschluckt hatte. Ich verlagerte Sebastian leicht hinter mich, mein gebrochenes linkes Handgelenk pochte im Rhythmus meines klopfenden Herzens. „Die süße, perfekte kleine Schwester. Die unschuldige Luna, die von allen ausgetrickst wurde.“Iris stieß ein leises, musikalisches Lachen aus, das mir eine Gänsehaut bereitete. „Oh, Lyra. Es war so ein
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