Der Boden bekam nicht nur Risse; es löste sich in tausend gezackte Zähne aus schwarzem Stein auf. Ich drückte Sebastian an meine Brust und legte meinen rechten Arm um seine schmale, zitternde Taille. Der silberne Bolzen, der in seiner Schulter steckte, fühlte sich kalt an meiner Haut an und war glitschig von dem heißen Blut, das immer wieder auf meinen Schoß floss. Jedes Mal, wenn sein Blut auf den bröckelnden Marmor traf, gab der Berg ein weiteres widerliches Stöhnen von sich, als würde die Erde selbst ihre ältesten Geheimnisse ausspucken. "Mama!" Sebastian würgte. Seine Stimme war kaum ein Flüstern, übertönt vom schrecklichen Brausen des Windes. Wir fielen. Der hohe Turm der Zitadelle fiel in den dichten, violetten Nebel darunter. Über uns schwebte der Großmeister immer höher und seine grünen Augen waren auf den sich ausdehnenden schwarzen Kreis am Himmel gerichtet. Er hielt Mayas kleine Hand fest. Mein kleines Mädchen sah aus wie eine Puppe aus Schatten, ihr schwarzes Kleid vers
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