Kapitel 96: Der Brief in der JackentascheEMMA„Du hast unterschrieben, als du hinter Gittern saßt“, sagte ich. „Sag mir, dass ich das falsch verstehe.“Adrian stand im Türrahmen der Küche.Er trug nur sein Hemd, ohne Jackett. Sein Haar war zerzaust, sein Gesicht blass.Er kam nicht näher.Sein Blick wanderte von dem Umschlag in meiner Hand zu meinem Gesicht und blieb dort.Ich sah, wie ihm klar wurde, dass es keinen sanfteren Weg gab, das hier zu erklären.„Du verstehst es nicht falsch“, sagte er.„Am dritten Tag.“„Ja.“„An dem Tag, als ich dich besucht habe, um mit dir über die beiden Lücken in deinem Alibi zu sprechen.“Meine Stimme klang vollkommen ruhig.Ich hasste diesen Klang.„Du hattest deine Zukunft in dieser Stadt schon am Abend zuvor aufgegeben, Adrian.“„Ich dachte nicht, dass ich in dieser Stadt noch eine Zukunft hätte. Damals glaubte ich, ihnen nichts gesagt zu haben, was wirklich von Bedeutung war.“Er presste die Fingerspitzen aneinander.„Ich habe unter Vorbehalt un
Leer más