(Perspektive: Lucien) Die Stille nach dem Zusammenbruch des Kerns war nicht einfach nur Abwesenheit von Geräusch. Sie war eine physische Last, ein Vakuum, in dem selbst mein eigener Atem sich fremd anhörte. Aurelia lag in meinen Armen, die Haut so bleich wie das Gletschereis draußen in den chilenischen Anden. Ihr Atem ging so flach, dass ich meine Hand auf ihre Brust legen musste, um den Rhythmus ihres Herzens zu bestätigen. Es war ein verzweifelt langsamer Schlag, wie ein Echo, das von einer weit entfernten Wand zurückkehrte. „Aurelia“, flüsterte ich, meine Stimme rau von der Asche in der Luft. Ich wischte mit dem Daumen über ihr Augenlid. „Komm zurück. Das Protokoll ist gelöscht. Du hast es geschafft.“ Sie öffnete die Augen nicht sofort. Ihre Finger, die eben noch so fest gegen den Quantenkern gepresst gewesen waren, zuckten unwillkürlich, als würden sie noch immer durch Datenströme gleiten. Dann, ganz langsam, hoben sich ihre Lider. Der Blick, der mich traf, war nicht der Blick
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