ログイン„Ich habe dich nicht gekauft, um dir ein Ehemann zu sein, Ava. Ich habe dich gekauft, um die Sünden deines Vaters zu tilgen.“ Um das Leben ihres Vaters zu retten, muss Ava Vance sich selbst verkaufen. Auf einer geheimen Wohltätigkeitsauktion wird sie zur Ware für den meistbietenden Tycoon. Sie rechnet mit dem Schlimmsten – doch als der Hammer fällt, gehört sie ausgerechnet Raven Carter. Raven ist der „Silent Billionaire“: eiskalt, unberechenbar und mächtiger als die Sünde. Seine Regeln für ihre arrangierte Ehe sind einfach: Ein Jahr lang seine perfekte Ehefrau spielen. Keine Fragen. Getrennte Betten. Doch hinter den verschlossenen Türen seines luxuriösen Penthouses erkennt Ava zu spät, dass sie in eine tödliche Falle geraten ist. Raven hat sie nicht aus Mitleid gerettet. Er hasst ihre Familie mit jeder Faser seines Seins – und er hat einen eiskalten Racheplan vorbereitet, in dem Ava nur die Schachfigur ist. Gefangen zwischen seiner eisigen Kälte und einer verbotenen, brennenden Anziehungskraft muss Ava sich fragen: Kann man einen Mann lieben, der geschworen hat, dich zu zerstören? Ein fesselnder Billionaire-Romance-Roman voller Geheimnisse, dunkler Leidenschaft und dem süßen Geschmack von Rache.
もっと見るDas Licht auf der Bühne war gleißend heiß, aber in meinem Inneren war ich völlig erfroren.
„Meine Damen und Herren, kommen wir nun zum exklusivsten Los des heutigen Abends“, dröhnte die Stimme des Auktionators durch den prunkvollen Ballsaal des Grand Hotels. Ein Raunen ging durch die Menge. Reiche Männer in maßgeschneiderten Smokings und Frauen, die mit Diamanten behängt waren, blickten auf mich herab. Für sie war das hier ein Spiel. Eine Wohltätigkeitsgala für die Elite der Stadt. Für mich war es der Tag, an dem ich meine Seele verkaufte. Ich krallte die Finger so fest in den Stoff meines schlichten, weißen Seidenkleides, dass meine Knöchel weiß anliefen. Ich durfte nicht zittern. Ich durfte ihnen nicht zeigen, wie gebrochen ich war. Vor nur wenigen Monaten gehörte meine Familie noch zu ihnen. Doch nach dem plötzlichen Bankrott und dem schweren Autounfall meines Vaters war nichts mehr übrig. Er lag im Koma, die Maschinen hielten ihn am Leben – und das Krankenhaus hatte mir ein Ultimatum gestellt. Entweder ich bezahlte die Schulden bis morgen früh, oder sie würden die Geräte abschalten. Ich tue das für dich, Papa, flüsterte ich gedanklich und starrte in die anonyme Menge. „Das Gebot für die exklusive Begleitung und einjährige Ehe-Allianz mit Miss Ava Vance beginnt bei fünfhunderttausend Dollar!“, rief der Auktionator. Stille. Niemand hob die Hand. Ein paar ältere Männer tuschelten und warfen mir mitleidige – oder schlimmer noch, lüsterne – Blicke zu. Am Rand des Saals sah ich das hämische Grinsen von Victoria, einer Frau, die sich früher meine beste Freundin genannt hatte. Sie genoss meine Demütigung sichtlich. Meine Familie war erledigt, und die High Society liebte es, jemanden fallen zu sehen. „Fünfhunderttausend Dollar zum Ersten…“, rief der Auktionator, und Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Wenn niemand bot, war ich ruiniert. Mein Vater würde sterben. „Fünfhunderttausend zum Zweiten…“ Tränen schossen mir in die Augen. Bitte. Irgendjemand. Ich war bereit, jeden Vertrag zu unterschreiben, jeden alten, widerlichen Mann zu ertragen, solange er nur das Geld bezahlte. „Wenn sich kein Gebot findet, dann–“ „Fünf Millionen.“ Die tiefe, raue Stimme schnitt durch das Schweigen im Saal wie ein rasiermesserscharfes Skalpell. Sie kam nicht von den vorderen Tischen. Sie kam von ganz hinten, aus dem tiefen Schatten des VIP-Balkons. Ein kollektives Keuchen ging durch den Saal. Der Auktionator erstarrte mitten in der Bewegung. „F-fünf Millionen?“, stammelte er. „Sir, das ist das Zehnfache des Startpreises… Wer bietet–“ Schwere, langsame Schritte hallten auf dem Marmorboden wider. Die Menge teilte sich wie das Meer, als der Mann aus den Schatten in das gedimmte Licht des Ballsaals trat. Mein Herz setzte für einen Schlag aus. Er war groß, fast zwei Köpfe größer als die meisten Männer im Raum. Seine Schultern waren breit, sein schwarzer Maßanzug saß absolut makellos. Seine Gesichtszüge sahen aus, als hätte ein Bildhauer sie aus kaltem Marmor gemeißelt – perfekt, aber ohne jede Wärme. Seine Haare waren dunkel wie die Nacht, doch das Erschreckendste waren seine Augen. Sie waren von einem stechenden, eisigen Grau. Raven Carter. Der „Silent Billionaire“. Der mächtigste, unnahbarste und gefürchtetste Tech-Tycoon des Landes. Man nannte ihn den stummen Milliardär, weil er die Medien mied und seine Feinde vernichtete, ohne jemals ein Wort zu viel zu verlieren. Er sprach fast nie mit Außenstehenden. Und jetzt stand er hier. Ravens eiskalter Blick wanderte langsam an mir hoch. Es fühlte sich an, als würde er mich physisch berühren, mich taxieren wie ein Stück Eigentum. Als seine Augen meine trafen, spürte ich eine Welle von purer Elektrizität – und nackter Angst. „Fünf Millionen Dollar von Mr. Carter“, sagte der Auktionator mit zitternder Stimme. „Gibt es ein Gegengebot?“ Niemand wagte es, auch nur zu atmen. Wer würde es wagen, gegen Raven Carter zu bieten? „Zum Ersten, zum Zweiten… und zum Dritten. Verkauft an Mr. Raven Carter!“ Der Hammerschlag dröhnte wie ein Donnerschlag in meinen Ohren. Es war vorbei. Ich war verkauft. Raven wartete nicht ab. Er ging nicht zu den Gratulanten, er sah niemanden an. Er hielt direkt auf die Bühne zu. Mit einer eleganten, fast raubtierhaften Bewegung stieg er die Stufen zu mir hinauf. Der Duft von teurem Holz, Minze und Gefahr hüllte mich ein, als er vor mir stehen blieb. Ich musste den Kopf in den Nacken legen, um ihm in die Augen zu sehen. Meine Knie zitterten so heftig, dass ich Angst hatte, umzufallen. Er hob langsam die Hand. Seine langen, warmen Finger schlossen sich um mein Handgelenk. Sein Griff war fest, unnachgiebig. Ein Besitzanspruch, gegen den es kein Entkommen gab. Er beugte sich leicht zu mir herunter, sodass sein Atem meine Wange streifte. Seine Stimme war so leise, dass nur ich sie hören konnte, aber sie ließ das Blut in meinen Adern gefrieren. „Pack deine Sachen, Ava“, flüsterte er eiskalt. „Du gehörst jetzt mir. Und ich verspreche dir, du wirst jeden Cent dieser fünf Millionen bereuen.“(Perspektive: Aurelia) Die Morgendämmerung über dem Pazifik war kein goldener Streifen mehr. Sie war ein flammendes Ereignis, das den Ozean in flüssiges Kupfer verwandelte. Ich stand auf der Veranda, das Phoenix-Protokoll in meinem Geist war nun eine ruhige, stetige Strömung, die nicht mehr aktiv kämpfte, sondern den Puls der Welt überwachte. Das Direktorat war zu einer Fußnote der Geschichte geworden – eine kleine, verzweifelte Gruppe von Männern in dunklen Büros, die plötzlich feststellten, dass ihre Konten leer, ihre Daten gelöscht und ihre Macht zu einer Illusion geschrumpft war. Sie würden noch einmal versuchen, aufzutauchen, doch ich war nicht mehr die Aurelia, die sich versteckte. Ich war diejenige, die die Parameter setzte. Lucien kam hinter mich. Er trug zwei Tassen Kaffee und stellte sie auf den Tisch. Er legte seine Hände auf meine Schultern, sanft, fast fragend. Ich lehnte mich zurück und spürte die Wärme seines Körpers durch das leichte Leinen seines Hemdes. „Sie haben
(Perspektive: Lucien) Das Licht des Bootes am Horizont war kein zufälliger Lichtpunkt. Es war eine statische Konstante, die sich mit erschreckender Präzision auf unsere Küste zubewegte. Ich stand auf der Veranda, das Nachtsichtgerät an meine Augen gepresst. Die Silhouette des Schiffes war kein Fischerboot; es war eine hochgezüchtete, radaranalytische Plattform der Direktorat-Klasse. Sie waren nicht gekommen, um zu verhandeln. Sie waren gekommen, um zu ernten. „Sie setzen zwei Teams ab“, sagte ich, meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern, das im Rauschen der Brandung unterging. „Unterwasserdrohnen. Vier Einheiten. Sie suchen die Zugänge unter dem Kliff.“ Aurelia stand hinter mir. Sie hatte ihre Augen geschlossen. Ich sah, wie sich ihre Pupillen unter den Lidern unruhig hin und her bewegten – sie war mit der Hacienda synchronisiert, sie war die Hacienda. „Sie suchen die physische Schwachstelle“, sagte sie, ohne die Augen zu öffnen. „Sie haben einen Scan unserer Fundamente durchgefüh
(Perspektive: Aurelia) Die Rückkehr nach Costa Rica fühlte sich an wie eine Rückkehr in ein anderes Leben. Die Hacienda stand noch immer so da, wie wir sie verlassen hatten – der Dschungel hatte sich ein wenig mehr Raum verschafft, die Blumen blühten, der Ozean sang sein altes Lied. Doch für mich hatte sich die Realität in ihrer mathematischen Essenz verändert. Ich saß auf der Veranda, das Tablet vor mir war längst in den Hintergrund gerückt. Ich brauchte es nicht mehr. Wenn ich die Augen schloss, sah ich die Welt nicht als Objekte oder Landschaften. Ich sah die elektromagnetischen Felder, die vom Ozean ausgingen, die molekulare Schwingung der Pflanzen in unserem Garten, das Rauschen der globalen Netzwerke, das wie ein sanfter, konstanter Hintergrundschall durch den Planeten sickerte. Ich war nicht mehr nur eine Beobachterin des Phoenix-Protokolls. Ich war die Schnittstelle. Lucien beobachtete mich aus dem Türrahmen. Er hatte sich verändert. Er war vorsichtiger geworden, seine Bew
(Perspektive: Lucien) Die Stille nach dem Zusammenbruch des Kerns war nicht einfach nur Abwesenheit von Geräusch. Sie war eine physische Last, ein Vakuum, in dem selbst mein eigener Atem sich fremd anhörte. Aurelia lag in meinen Armen, die Haut so bleich wie das Gletschereis draußen in den chilenischen Anden. Ihr Atem ging so flach, dass ich meine Hand auf ihre Brust legen musste, um den Rhythmus ihres Herzens zu bestätigen. Es war ein verzweifelt langsamer Schlag, wie ein Echo, das von einer weit entfernten Wand zurückkehrte. „Aurelia“, flüsterte ich, meine Stimme rau von der Asche in der Luft. Ich wischte mit dem Daumen über ihr Augenlid. „Komm zurück. Das Protokoll ist gelöscht. Du hast es geschafft.“ Sie öffnete die Augen nicht sofort. Ihre Finger, die eben noch so fest gegen den Quantenkern gepresst gewesen waren, zuckten unwillkürlich, als würden sie noch immer durch Datenströme gleiten. Dann, ganz langsam, hoben sich ihre Lider. Der Blick, der mich traf, war nicht der Blick
Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich wach gelegen hatte. Ich hatte das rote Kleid ausgezogen, die klebrige Spur des Weins von meiner Haut gewaschen und mir ein schlichtes, übergroßes T-Shirt übergezogen. Doch die Kälte, die Raven in diesem Wohnzimmer hinterlassen hatte, saß tief in meinen Knochen.
Die Fahrt zurück zum Penthouse verlief in unerträglicher Stille, doch im Wagen lag eine völlig neue Art von Elektrizität. Der Duft von seinem teuren Parfum vermischte sich mit dem süßlichen, schweren Geruch des Rotweins auf meinem Kleid. Ravens Hand hatte mein Kinn längst losgelassen, aber die Stel
Der Blitzlichtgewitter war ohrenbetäubend. Kaum dass die Autotür der Limousine aufging, wurden wir von Reportern und Fotografen belagert. „Mr. Carter! Ist das Ihre neue Ehefrau?“ „Miss Vance, stimmt es, dass Ihre Familie vor dem Ruin stand?“ „Mr. Carter, ein Kommentar zur plötzlichen Hochzeit!“
Ich starrte das durchgestrichene Foto auf meinem Bett an, bis meine Augen brannten. Die Kälte im Zimmer schien kriechend von den Wänden Besitz zu ergreifen. Ich wechselte nicht einmal in meinen Pyjama. Ich saß einfach nur zusammengesunken auf der Bettkante, die Knie an die Brust gezogen, und lausch


















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