(Perspektive: Lucien) Die Asche im kleinen Gusseisenofen glühte nur noch in einem matten, sterbenden Orange, als das erste Licht des Tages durch die verwitterten Ritzen der Holzfällerhütte kroch. Draußen hatte der Blizzard nachgelassen, doch die Kälte, die durch die Wände drang, war noch immer mörderisch. Ich lag wach. Aurelia ruhte in meinen Armen, ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig. Ihr Kopf lag auf meiner Brust, und ihr dunkelblondes Haar, das von Schweiß, Schnee und Staub verklebt war, wirkte im fahlen Licht fast wie gesponnenes Gold. Ich wagte kaum, mich zu bewegen, um sie nicht zu wecken. Mein Blick fiel auf die provisorische Bandage an ihrer Schulter. Ein dunkler, roter Fleck hatte sich durch den weißen Stoff gefressen – ein stummes Zeugnis des Preises, den sie in der vergangenen Nacht gezahlt hatte. Doch als ich ihr Gesicht betrachtete, sah ich keine Erschöpfung mehr. Die weichen Züge, die im Schlaf oft eine kindliche Verletzlichkeit offenbarten, waren einer unnachgiebigen
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