**KAPITEL VIERUNDACHTZIG** **Der dritte Jahrestag**An diesem Morgen des fünften Oktobers, im dritten Jahr, wachte Naomi erneut vor dem Wecker auf. Das war typisch: An jedem der drei Jahrestage war sie vor dem Alarm erwacht. Es sagte ihr, dass ein Teil von ihr das Datum selbst im Schlaf verfolgte und es mit jener besonderen Wachheit markierte, die ihr Geist für Dinge reservierte, die er als bedeutsam eingestuft hatte. Sie lag einen Moment lang in der Oktoberdunkelheit, lauschte den frühmorgendlichen Geräuschen des Anwesens, die sie inzwischen so gut kannte wie je irgendein Geräusch: das Meer unten am Kap in seiner ersten-Licht-Registerlage, tiefer und bedächtiger als seine Tagesstimme; die strukturellen Laute des Hauses, die Klänge alten Steins, der tat, was alter Stein in der Temperaturveränderung des frühen Morgens tat; und, ganz leise aus Richtung der Küche, Pavel, der seit drei Jahren um halb sieben kam und dessen Schritte sie auf den Bodenbelägen des Anwesens von denen jedes an
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