Ginnie*Der Friedhof lag still, als ich vor dem Grab stand und mich nicht bewegen konnte. Fünf Jahre lang hatte ich mir vorgestellt, wie es sich anfühlen würde, endlich vor Lilys Grab zu stehen. Ich hatte mir vorgestellt, stark zu sein.Doch jetzt, da ich endlich hier war, konnte kein Wort den Kloß in meinem Hals überwinden.Meine Augen blieben auf ihren Namen gerichtet, der in den Stein gemeißelt war. Langsam kniete ich mich auf das Gras vor dem Grab. Meine Finger zitterten, als ich nach vorn griff und die kalte Oberfläche berührte.„Lily…“ Meine Stimme brach. „Mein Baby.“Ein Schluchzen entwich meinen Lippen. Ich bedeckte den Mund mit einer Hand und versuchte, es zurückzudrängen. Doch ein weiteres folgte. Dann noch eines, bis ich nichts mehr zurückhalten konnte.Meine Finger krallten sich an den Rand des Grabsteins, während ich mich nach vorn beugte. Meine Schultern schüttelten sich heftig.„Es tut mir leid, dass ich an dem Tag nicht da war, an dem du begraben wurdest“, flüstert
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