ROMANSobald Raven außer Sichtweite ist, dreht Vivienne sich zu mir um. Ihre Augen verengen sich, während sie versucht, den Moment zu analysieren, in den sie gerade hineingeplatzt ist. Ihr Blick wandert zwischen meinem Gesicht und der Stelle hin und her, an der Raven eben noch gestanden hat.„Roman“, beginnt sie, ihre Stimme sorgfältig kontrolliert, aber durchzogen von Misstrauen. „Kannst du mir bitte erklären, was das gerade war?“Ich drehe ihr den Rücken zu, greife nach meinem Sakko, das über dem Stuhl hängt, und lasse mir bewusst Zeit.„Was erklären, Vivienne?“, frage ich kühl, ohne sie anzusehen.„Das, worin ich gerade hineingeplatzt bin“, drängt sie und tritt näher. „Wie du sie gehalten hast. Raven trägt dein Hemd. Deine Kleidung. Es sah … unangemessen aus.“Ich sehe sie endlich an, mein Gesicht verhärtet sich zu Stein.„Unangemessen?“ Ich wiederhole das Wort langsam und lasse es in der Luft hängen. „Ich wüsste nicht, wo geschrieben steht, dass ich meine Tochter nicht halten darf
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