Der Regen war kalt, aber das Blut auf ihren Händen war wärmer.Raven stand über dem toten Wolf, dessen Kehle sie mit einem einzigen Schnitt aufgerissen hatte. Sein Fell war schwarz, seine Augen glasig, die Zähne noch immer gefletscht. Ein Streuner. Einer von vielen, die das Dorf seit Tagen terrorisierten.Sie kniete nieder, zog die Klinge aus seiner Brust und wischte sie am nassen Gras ab. Ihr Herz schlug schnell, aber ruhig. Acht Wochen. Acht Wochen Training, Schmerz, Demütigung und Blut. Und jetzt stand sie hier, allein, in einem sterbenden Dorf, und tat, was die Wächter von ihr verlangt hatten.Ein Schrei riss sie aus ihren Gedanken.Sie drehte sich um. Am anderen Ende des Dorfplatzes, vor der brennenden Scheune, stand ein Mann. Er hielt ein kleines Mädchen im Arm – das Kind schrie, sein Gesicht war schwarz von Ruß – und vor ihm knurrte ein zweiter Streuner. Groß, grau, mit Schaum vor dem Maul.Raven bewegte sich, bevor sie d
Dernière mise à jour : 2026-08-14 Read More