MasukZusammenfassung Sie war die Unsichtbare. Die Verachtete. Die Omega, die niemand sah. Als die Mondgöttin Alpha Damon Blackwood ihre Identität als seine wahre Gefährtin offenbart, glaubt Iris Vale zum ersten Mal an eine Zukunft voller Hoffnung. Doch Damon weist sie vor den Augen des gesamten Rudels zurück brutal und ohne Gnade. Für ihn ist sie nichts weiter als ein Schandfleck, den man vergessen muss. Gefangen im Turm, gedemütigt und gebrochen, trifft Iris eine Entscheidung: Sie wird fliehen. Selbst wenn es sie das Leben kostet. Doch der Fluss gibt nur eine Leiche frei. Das Rudel begräbt die Omega und glaubt, die Sache sei erledigt. Was niemand ahnt: Iris lebt. Und in den Wäldern jenseits der Grenzen erwacht etwas Uraltes in ihrem Blut. Eine Macht, die längst vergessen sein sollte. Eine Macht, die das Schicksal aller Werwölfe für immer verändern wird. Bald wird nicht die verstoßene Omega zurückkehren sondern die Frau, die alles zerstören wird, was Damon Blackwood liebt. Die verstoßene Luna des Alphas: Das Mädchen, das er zweimal begrub Eine langsame Rache-Liebesgeschichte über Verrat, verlorene Macht und eine Liebe, die stärker ist als der Tod.
Lihat lebih banyakDer Stein brannte so heiß, dass Raven die Kette zerriss.Er fiel in den Staub, rollte zwischen die Felsen, und in dem Moment, in dem er auf den Boden traf, spaltete er sich. Kein Knall. Kein Licht. Nur ein Ton, tief wie ein Atem, der einem aus dem Schlaf reißt.Damon lag auf den Knien, das Blut lief an seiner Seite hinab und bildete eine dunkle Pfütze. Er stemmte sich nicht hoch. Er versuchte es nicht einmal.Liora presste die Hand auf ihre eigene Wunde, das Gesicht schweißnass, die Augen wach.Vanessa stand zwischen ihnen, drei Schritte von Damon, zwei von Liora, fünf von Raven. Ihre Messer hielt sie tief, wie jemand, der nicht kämpfen muss, weil er das Spiel kennt.„Ich warte“, sagte sie sanft. „Die Nacht ist lang. Aber der Mond steigt. Und der Thron wartet nicht ewig.“Raven sah auf den Stein. Er lag in der Mitte des kleinen Platzes, gespalten von einer Linie, die wie ein Blitz verlief. Und aus dem Spalt drang ein si
Die Wunde brannte.Raven spürte es seit Stunden ein Ziehen am Handgelenk, tief unter der Haut, da, wo das Mal saß, das sie seit ihrer Verstoßung immer wieder versteckt hatte. In all den Jahren hatte es wehgetan, gebrannt, gepocht. Sie hatte gelernt, es zu ignorieren. Aber jetzt, da Damon neben ihr ging, mit der Schulter an der Wand eines Tunnels entlang, der nach Schwefel und alten Göttern roch, war das Mal rot und pulsierend wie ein zweites Herz.Sie sagte nichts. Sie zog den Ärmel über das Handgelenk.Sie gingen schweigend, seit Stunden. Nachdem sie Blackwood verlassen hatten, hatte keiner mehr gesprochen. Damon hatte den Schwert von Arcturus umgeschwungen, auf eine Art, die weder drohend noch schützend war nur vorhanden. Raven hatte gelaufen, geradeaus, den Stein um den Hals, das Messer im Gürtel. Zwischen ihnen war eine Stille gewesen, die nicht leer war, sondern beladen.Am frühen Nachmittag erreichten sie die Schlucht von Graumond
Damon war schneller als Raven.Noch bevor Aldric den Boten über den Hof schleppte, war Damon neben ihm, riss ihm das Messer aus dem Gürtel und drückte ihn an die Wand der Ruine. Die Klinge lag an der Kehle des Fremden, und Damons Stimme war ein einziges Knurren.„Wer hat dich geschickt? Sag es, oder ich schneide dir die Antwort aus dem Hals.“Der Fremde lächelte. Er war jung, nicht älter als dreißig, mit einer Narbe über der rechten Wange und Augen, die zu ruhig waren für einen Mann in seiner Lage.„Du bist schnell für jemanden ohne Wolf“, sagte er.Damon drückte die Klinge fester. Ein Blutstropfen lief an der Kehle hinab.„Warte!“ Raven packte Damons Handgelenk. „Er hat die Botschaft. Töte ihn nicht, bevor ich weiß, was er zu sagen hat.“Damon sah sie an. In seinem Blick lag Misstrauen – aber nicht gegen den Fremden, sondern gegen sich selbst. Er ließ die Klinge sinken, aber nur eine Handbreit.Raven
Raven packte ihre Sachen, noch bevor die Sonne aufging.Ein Wasserschlauch. Ein Messer. Die Decke aus Martas Hütte. Sie war schon halb an der Tür, als Damons Stimme sie aufhielt.„Du gehst nirgendwohin.“Sie drehte sich nicht um. „Du hast nicht das Recht, mir das zu sagen.“„Ich habe jedes Recht.“ Sie hörte, wie er aufstand, hörte das Scharren von Metall über Stein – das Schwert, das ihm nicht mehr gehorchte. „Ich habe für dich auf den Thron verzichtet. Ich habe für dich gegen Lucien gekämpft. Ich bin hinter dir hergesprungen, ohne zu wissen, ob ich lebend unten ankomme. Und jetzt willst du dich allein opfern, ohne ein Wort?“„Ich habe dich nicht darum gebeten, mir zu folgen“, sagte Raven, und diesmal drehte sie sich um. „Du hast es getan, weil du der Held sein willst. Weil du glaubst, dass nur du bestimmen darfst, wer lebt und wer stirbt. Genau das hast du vor Jahren auch getan, als du mich verstoßen hast. Du hast geglaubt, es











