Kapitel 108Camelia lag noch immer regungslos auf Calvin. Ihr Atem hatte sich noch nicht beruhigt, ihre Gedanken waren ein einziges Chaos und ihr Blick wirkte unsicher – als verstünde sie selbst nicht, warum sie nicht augenblicklich von ihm abließ. Ein Impuls in ihr verlangte danach, aufzustehen und die gewohnte Distanz wiederherzustellen, doch ihr Körper fühlte sich bleischwer an. Zu nah. Zu warm. Zu… vertraut.Calvin, der ihre Verwirrung bemerkte, schwieg. Er sah Camelia nur einige Sekunden lang intensiv an, bevor er sich ihr langsam wieder näherte. Diesmal ohne Eile, ohne jeglichen Zwang. Seine Lippen berührten die ihren erneut, sanfter als zuvor, als wollte er ihr Zeit geben… als ließe er ihr die Wahl.Und wieder versteifte sich Camelia kurz. Doch es dauerte nur einen Wimpernschlag.Denn dieses Mal blieb die wirkliche Gegenwehr aus. Da war kein Fluchtinstinkt, der stark genug gewesen wäre, um das Ganze aufzuhalten. Stattdessen wich die Verwirrung einer tiefen Stille… und ging allm
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