Kapitel 260Camelias scharfe, schneidende Worte brannten regelrecht in Amelies Ohren. In dem luxuriösen Ankleidezimmer, das sich für ihren verletzten Stolz nun wie ein Ort des Erstickens anfühlte, ballte das Mädchen ihre Fäuste so fest, dass sich ihre Fingernägel beinahe in die Handflächen gruben. Sie wollte nichts lieber, als Camelia diesen arroganten und eingebildeten Ausdruck aus dem Gesicht zu kratzen. Als sie das dicke, langärmlige Baumwollnachthemd anstarrte, das Camelia auf das Bett geworfen hatte, holte Amelie einen kurzen, zitternden Atemzug, während sie darum kämpfte, die in ihr kochende Wut zu zügeln.„Du bist so arrogant, Tante Camelia“, flüsterte Amelie mit extrem leiser, von Groll erfüllter Stimme. Sie griff rau nach dem Baumwollstoff. „Warte nur ab. Du magst das Gefühl haben, heute Nacht gewonnen zu haben, weil Onkel Calvin dich als Mutter seiner Kinder noch respektiert. Aber das Rad dreht sich immer. Ich schwöre dir, früher oder später werde ich Onkel Calvin dazu bring
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