Der bleierne, künstliche Nebel hatte sich über die Dächer von Mailand gelegt wie ein feuchtes, schweres Tuch, das jede Bewegung erstickte und jede Regung der Stadt in absolute Gleichförmigkeit hüllte. Im obersten Penthouse der Vance-Belmonte-Holding herrschte eine jener seltenen, fast greifbaren Stimmungen, in denen die Zeit selbst stehen zu bleiben schien. Es gab kein Ticken einer Uhr mehr, keinen nervösen Atemzug und kein Echo von den Straßen unten. Nur das sanfte, tiefe Summen der Serverfarmen in den unteren Etagen vibrierte leicht durch die massiven Stahlträger des Gebäudes – ein permanentes, unsichtbares Fundament, das die Welt in ihren starren Fugen hielt.Valerie stand unbeweglich an der raumhohen Glasfront und blickte in das milchige Grau des Morgens. Sie trug nach wie vor ihren makellosen, taubengrauen Hosenanzug, dessen klare, kompromisslose Linien jede menschliche Weichheit konsequent tilgten. Ihre Hände waren hinter ihrem Rücken verschränkt, die Finger leicht ineinandergel
Last Updated : 2026-08-16 Read more