LOGINVivian Sterling steht kurz davor, den Spitzenposten als Chief Executive Officer bei Sterling Enterprises zu übernehmen. Ihr ganzes Leben hat sie damit verbracht, ihr Herz zu schützen und ihren Geist zu stählen, um in der unbarmherzigen Wirtschaftswelt zu bestehen. Um einen wichtigen persönlichen Meilenstein zu feiern, lässt sie für einen einzigen Abend ihre Deckung fallen. In einer exklusiven Lounge begegnet sie einem unglaublich attraktiven, magnetischen Fremden, der ihren Verstand herausfordert und ihre Intensität erwidert. Die Verbindung ist sofort da und absolut explosiv, was zu einer unvergesslichen Nacht voller Leidenschaft führt ohne Namen, ohne Bedingungen. Doch die Illusion ihrer perfekt kontrollierten Welt zerbricht am nächsten Morgen im Konferenzraum. Der geheimnisvolle Fremde aus der Nacht sitzt am Kopfende des Tisches. Es ist Julian Vance, der berüchtigte Firmenjäger, der eine feindliche Übernahme ihres Familienunternehmens eingeleitet hat. Gefangen zwischen beruflicher Feindseligkeit und einer unbestreitbaren Anziehungskraft muss Vivian um ihr Erbe kämpfen.
View MoreDer Vormittag des einundachtzigsten Tages nach der vollständigen Systemintegration breitete sich wie eine gewaltige, bleierne Glasglocke über die Straßen von Mailand aus. Kein einziger unvorhergesehener Windhauch rüttelte an den gewaltigen Stahlkonstruktionen oder den raumhohen Fassaden der Vance-Belmonte-Holding. Die algorithmisch gesteuerten Wettersatelliten hielten die Temperatur im gesamten urbanen Raum exakt bei den vorgegebenen zwanzig Grad Celsius, während die Wolkendecke in einer sterilen, milchigen Perfektion verharrte. Es gab keine Jahreszeiten mehr, keine plötzlichen Stürme und keine unberechenbaren Launen der Natur; alles war auf maximale Effizienz, berechenbare Produktivität und absolute Stabilität ausgerichtet.Im obersten Penthouse herrschte jene tiefe, ehrfurchtgebietende Stille, die längst zu ihrem ständigen Begleiter geworden war. Valerie stand an ihrem gewohnten Platz am Kopfende des massiven Stahltisches, die Hände flach auf die kalte, glatte Oberfläche gestützt. S
Der Vormittag des einundachtzigsten Tages nach der vollständigen Systemintegration breitete sich wie eine gewaltige, bleierne Glasglocke über die Straßen von Mailand aus. Kein einziger unvorhergesehener Windhauch rüttelte an den gewaltigen Stahlkonstruktionen oder den raumhohen Fassaden der Vance-Belmonte-Holding. Die algorithmisch gesteuerten Wettersatelliten hielten die Temperatur im gesamten urbanen Raum exakt bei den vorgegebenen zwanzig Grad Celsius, während die Wolkendecke in einer sterilen, milchigen Perfektion verharrte. Es gab keine Jahreszeiten mehr, keine plötzlichen Stürme und keine unberechenbaren Launen der Natur; alles war auf maximale Effizienz, berechenbare Produktivität und absolute Stabilität ausgerichtet.Im obersten Penthouse herrschte jene tiefe, ehrfurchtgebietende Stille, die längst zu ihrem ständigen Begleiter geworden war. Valerie stand an ihrem gewohnten Platz am Kopfende des massiven Stahltisches, die Hände flach auf die kalte, glatte Oberfläche gestützt. S
Der Morgen des einundachtzigsten Tages nach der vollständigen Systemübernahme durch das Janus-Netzwerk legte sich wie ein maßgeschneiderter, bleierner Mantel über die ausgedehnten Dächer von Mailand. Es gab keinen Platz für meteorologische Zufälle oder unvorhergesehene klimatische Schwankungen in dieser neu geordneten Welt. Die automatisierten Wettermodule der Vance-Belmonte-Holding hatten den Luftdruck, die relative Feuchtigkeit und die exakte Intensität des morgendlichen Lichts auf Werte kalibriert, die dem statistischen Optimum der menschlichen Leistungsfähigkeit entsprachen. Die Sonne selbst schien den präzisen, eisernen Vorgaben der Algorithmen zu gehorchen, während sie den Horizont in ein kühles, bernsteinfarbenes Licht tauchte, das keine Wärme ausstrahlte, sondern pure Effizienz vermittelte.Im obersten Penthouse herrschte jene tiefe, ehrfurchtgebietende Stille, die längst zu ihrem ständigen Begleiter und Wächter geworden war. Valerie stand an ihrem gewohnten Platz am Kopfende
Der Morgen des einhundertundersten Tages unter der absoluten, unangefochtenen Herrschaft des Janus-Systems brach über Mailand herein, ohne dass auch nur ein einziger Sonnenstrahl den streng berechneten, digitalen Rhythmus der Metropole hätte stören können. Die automatisierten Wettermodule hatten den Luftdruck, die Temperatur und die Lichtintensität auf der exakt gleichen, perfekt austarierten Frequenz gehalten wie an den Wochen zuvor. Es gab keine Jahreszeiten mehr im klassischen Sinne, sondern nur noch optimierte Klimazyklen, die dem biologischen Optimum des Menschen entsprachen, ohne ihm auch nur den Hauch einer unvorhergesehenen Erfrischung oder einer lästigen Hitzewelle zu überlassen. Die Natur war längst zu einer untergeordneten Rechengröße im gigantischen Algorithmus der Vance-Belmonte-Holding geworden.Im obersten Penthouse herrschte jene tiefe, ehrfurchtgebietende Stille, die längst zu ihrem ständigen Begleiter geworden war. Valerie stand an ihrem gewohnten Platz am Kopfende d











