Der Gang war ihr noch nie so lang erschienen. Valentina schritt ihn auf dem Arm ihres Vaters entlang, dreihundert Gesichter ihm zugewandt, der Duft von weißen Rosen schwer in der warmen Luft, Sonnenlicht fiel durch die Buntglasfenster in Flecken aus Rot und Gold auf den Steinboden. Sie hielt den Blick fest auf Damiano gerichtet, der am Altar in seinem dunkelgrauen Anzug stand, und sagte sich, dass alles Fremde des Morgens verschwinden würde, sobald sie ihn erreichte. Doch Damiano sah sie nicht so an, wie ein Bräutigam seine Braut ansehen sollte. Er stand steif neben dem Priester, sein Kiefer angespannt, die Hände so fest vor sich verschränkt, dass seine Knöchel blass geworden waren. Seine Augen, als sie sie schließlich trafen, trugen etwas, das furchtbar nach Trauer aussah, und neben ihm wagte sein Trauzeuge Marco Esposito nicht, sie anzusehen, starrte stattdessen auf den Boden, als könne er nicht ertragen, zu beobachten, was sich gleich ereignen würde. Valentinas Schritte ver
최신 업데이트 : 2026-06-20 더 보기