Kapitel 11Lianas Sicht„Willst du vor dem Schlafengehen noch duschen?“, fragte Killian. Seine Stimme war tief und ruhig. Er klang so selbstverständlich, dass dies beinahe wie ein gewöhnlicher Abend wirkte, an dem sich ein ganz normales Paar fürs Bett fertig machte.Ich zögerte. Noch immer klebte mir der Schweiß aus dem schäbigen Motel auf der Haut. Angst und Anspannung hatten sich wie eine zweite Schicht auf mich gelegt und schnürten mir die Brust zu. Allein der Gedanke, sein Badezimmer, seinen persönlichen Raum, zu betreten und Normalität vorzutäuschen, machte mich schwindelig.„Es geht schon“, sagte ich leise und wich seinem Blick aus.Er hob eine Augenbraue, sagte jedoch nichts mehr. Dann zog er das an, was er Schlafkleidung nannte: eine dunkle Boxershorts, sonst nichts. Seine Brust lag frei, nur klare Konturen und goldbraune Haut. Ich musste mich zwingen wegzusehen. Mein Blick verriet mich, wollte an ihm hängen bleiben und hatte offenbar vergessen, wie sehr dieser Mann mich verlet
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