Er hatte recht. Das waren nicht die Worte eines Eroberers, sondern die eines Mannes, der selbst die Leere kennengelernt hatte, den Verlust, die Trauer. Wir waren zwei Überlebende, zwei Waisen, zwei vom Krieg zerbrochene Seelen. Und inmitten dieser Ruinen, auf dem Boden meiner Vorfahren, spürte ich, wie das letzte Eis in mir schmolz.Ich küsste ihn. Ein Kuss, salzig von Tränen und Asche, herb, verzweifelt, triumphierend. Er erwiderte ihn mit gleicher Inbrunst, seine Hände glitten in mein Haar, über meinen Rücken, drückten mich an sich, als wolle er mich vor dem Gespenst meiner eigenen Vergangenheit schützen.Wir liebten uns in den Ruinen des Thronsaals.Es war ein heiliger Akt, ein Ritual, eine Kommunion. Er bettete mich auf ein Lager aus Moos und jungen Gräsern, die zwischen den Steinen gewachsen waren, genau an der Stelle, an der mein Vater seinen letzten Atemzug getan hatte. Die Frühlingssonne badete uns in ihrem blassen Licht, und der Wind, der durch die Ruinen strich, trug den Duf
Last Updated : 2026-09-01 Read more