Isabellas SichtweiseIch wartete in unserem gemeinsamen Zimmer, das Feuer brannte nur schwach und warf lange Schatten über das große Bett.Das Nachthemd, das ich trug, war dünn, viel zu dünn für alles, was auch nur im Entferntesten an Anstand erinnerte. Der Stoff klebte an meiner Haut, meine Brustwarzen waren von der kühlen Luft und der Vorfreude, die ich nicht benennen wollte, bereits zu harten Spitzen geworden. Lucan war noch nicht vom Übungsgelände zurückgekehrt. Ich hatte frische Verbände und Salben vorbereitet und mir eingeredet, es sei nur meine Pflicht. Nur die Abmachung. Nur die Notwendigkeit, ihn am Leben zu erhalten, damit auch ich überleben konnte.Doch mein Körper kannte die Wahrheit. Er sehnte sich nach ihm. Nach dem gefährlichen Spiel, das wir jedes Mal spielten, wenn ich seine Wunden versorgte.Die Tür öffnete sich endlich.Lucan trat ein, noch immer umgab ihn der schwache Geruch der Trainingsplätze: Schweiß, Stahl und jene wilde, männliche Aura, die mir ein beklemmende
Last Updated : 2026-08-09 Read more