GABRIELAnaïs hält meine Hand in einem bereits rot getränkten Handtuch. Um uns herum riecht das Café nach zerbrochenem Glas, kaltem Kaffee und Staub. Die Polizisten drängen die Journalisten zurück auf den Bürgersteig. Salomé redet mit dem Kellner; Maxime überprüft die Tür. Ich sehe nur Anaïs.Sie hat nasse Wangen und ist wütend auf ihre eigenen Tränen.— Ich liebe dich, Gabriel. Ich habe sieben Jahre gebraucht, um zu begreifen, was ich fühle, und noch einmal mehrere Wochen, um das Wort überhaupt anzunehmen. Mach nicht so ein Gesicht, du hast es sehr wohl verstanden.Der Lärm draußen übertönt fast ihre Stimme, doch jeder Muskel in meinem Körper reagiert noch vor meinem Verstand. Ich bitte sie, es noch einmal zu sagen, nur um sicherzugehen, dass der Blutverlust mich nicht halluzinieren lässt. Sie drückt das Handuch fester an. Der Schnitt schmerzt bis hinauf in meinen Unterarm.— Du hast kein Recht, mich das vor fünfzehn Handykameras wiederholen zu lassen. Das nächste Mal wartest du, bis
Last Updated : 2026-09-02 Read more