Der kalte, feuchte Nachtwind, der durch die aufgerissene Eisentür der dunklen Sackgasse strömte, roch nach Abgasen, nassem Asphalt und dem unverkennbaren Duft von purem Verrat. Don Salvatore erstarrte in der Bewegung, seine Hand noch krampfhaft am Metallgriff der Tür fixiert. Die Gestalt, die dort im grellen, flackernden Licht einer defekten Neonröhre stand, war kein Phantom – es war ein lebendiger Albtraum. Der Verräter, der im Hafen totgeglaubt im Schlamm versunken sein sollte, grinste breit und entblößte dabei Zähne, die mit frischem, dunkelrotem Blut verschmiert waren.In der Hand hielt die Gestalt ein schweres, industrielles Streaming-Gerät, dessen rote Aufnahmelampe in einem unbarmherzigen, pochenden Takt blinkte.„Schau an, schau an“, hauchte die Gestalt mit einer hämischen, verstellten Stimme, die von den nassen Ziegelwänden der engen Gasse widerhallte. „Der große Don Salvatore, der Mafiaboss, der glaubt, er hätte die Fäden in der Hand – und an seiner Seite die kleinen, geilen
Last Updated : 2026-08-01 Read more