Kapitel 46Samuels Wagen schoss in die Dämmerung hinein. Rebecca schwieg und starrte mit verweinten Augen aus dem Fenster. Eine drückende Stille erfüllte den Raum zwischen ihnen, bis Samuels Stimme das Schweigen brach.„Ja, Rebecca…“, sagte Samuel leise, aber bestimmt. „Ich glaube tatsächlich, dass du es warst, die Nora vor sechs Jahren gefangen gehalten hat.“Rebecca drehte schnell den Kopf. Ihr Gesicht sprach Bände – sie konnte schlichtweg nicht fassen, dass Samuel das wirklich ausgesprochen hatte. Dann lachte sie bitter auf.„Ha… Ich wusste es! Du glaubst tatsächlich, dass ich das getan habe, ohne überhaupt nach der Wahrheit zu suchen“, Rebeccas Lippen bebten. „Das ist wirklich amüsant. Ich habe all die Zeit geschwiegen, nicht weil ich etwas gestehen wollte, sondern weil ich es leid bin, ständig als Sündenbock herhalten zu müssen.“Samuel stieß einen tiefen Seufzer aus. „Rebecca, es tut mir leid. Aber ich bin wirklich verwirrt. Damals hatte ich keine andere Wahl, als das zu glauben
Last Updated : 2026-08-25 Read more