Die Haustür ging auf, und der Geruch von Zuhause traf mich wie eine Ohrfeige.Meine Stiefmutter erreichte mich als Erste, die Arme schon offen, die Stimme hell und zu laut. „Alessia, endlich. Sieh dich an.“ Sie umarmte mich hart genug, dass mein Koffer aus den Fingern rutschte. Mein Vater stand hinter ihr, dünner, als ich mich erinnerte, lächelte das müde Lächeln eines Mannes, der krank gewesen war. Ich umarmte ihn vorsichtig, atmete das vertraute Kölnischwasser ein, das früher Sicherheit bedeutet hatte.Marcus war weiter hinten.Er stürmte nicht vor. Er stand nur da in einem schwarzen T-Shirt und dunklen Jeans, die Arme locker verschränkt, sah mich mit einem Ausdruck an, den ich nicht lesen konnte. Drei Jahre hatten ihn breiter über die Schultern gemacht, schärfer im Kiefer. Als unsere Augen sich trafen, verdrehte sich etwas tief in meinem Magen so hart, dass ich fast wegsah.„Hey, kleine Schwester“, sagte er, die Stimme ruhig, fast beiläufig. Die Worte schabten über meine Haut.Ich
Dernière mise à jour : 2026-10-02 Read More