„Du fragst dich wahrscheinlich, warum mir das so wichtig ist“, sagt sie leise, abwesend. Ihr Blick ruht auf einem Punkt über meiner Schulter, versunken in einer Erinnerung, die ich nicht einmal ansatzweise begreifen kann. Statt zu antworten, schweige ich und gebe ihr die Möglichkeit, sich mir anzuvertrauen, wenn sie möchte. Sie leidet. Ein unbestreitbarer Schmerz, der mich anspricht. Ich erkenne ihn, weil ich ihn selbst kenne. Es ist der Schmerz, der andeutet, dass sie zutiefst erschüttert ist, zerbrochen, und nun darum kämpft, die Bruchstücke wieder zusammenzusetzen.Es ist ein Schmerz, der von Verlust und Verletzung zeugt.„Ich habe ihn geliebt“, sagt sie schließlich mit zitternder Stimme. „Jahrhundertelang. Er war mein Ein und Alles.“Jahrhundertelang …?„Ja.“ Sie kichert über meinen verblüfften Gesichtsausdruck, das freudige Geräusch reißt sie kurz aus ihrer Melancholie. „Ich bin im Januar 367 Jahre alt geworden.“„Wow“, hauche ich, unfähig, meinen Schock schnell genug zu verberge
Last Updated : 2026-09-24 Read more