LASS MICH KOMMEN
— „Zieh etwas an, das ich dir leicht ausziehen kann. Man weiß ja nie.“
Die Nachricht lässt mir die Hitze ins Gesicht steigen. Mit zitternden Fingern tippe ich meine Antwort: „Mal sehen.“
Alles begann mit einem Geruch.
Rosmarin, brutzelnde Butter und etwas Süßes, das durch mein Fenster in diese neue Pariser Wohnung drang. Ich hatte gerade Thomas verlassen, ein Kapitel nach vier lauwarmen, behaglichen Jahren geschlossen. Ich suchte einen Neuanfang. Ich hätte nicht erwartet, die Besessenheit zu finden.
Matthieu Beaumont. Drei-Sterne-Koch. Schön wie eine Sünde. Intensiv wie ein Brand.
Unsere Geschichte begann mit einer geteilten Mahlzeit und einem Blick durch einen Innenhof. Sie explodierte in einer alles verschlingenden Leidenschaft, die mich schneller verzehrte, als ich es für möglich gehalten hätte.
— „Schmeck das“, flüstert er und hält mir eine Gabel hin, seine dunklen Augen weichen nicht von meinen. „Und schließ dabei die Augen.“
Das Stöhnen, das mir entgleitet, lässt ihn dieses raubtierhafte Lächeln zeigen, das mir Angst machen sollte – stattdessen aber ein Feuer in meinem Unterleib entfacht.
— „Dieser Laut“, sagt er mit heiserer Stimme. „Den will ich dir immer wieder entlocken. Aber nicht wegen Essen.“
Drei Tage. Ich brauchte drei Tage, um mich in einen Mann zu verlieben, den ich kaum kannte.
Und dann zerbrach alles.
Eine manipulative Ex namens Anaïs. Ein Verrat in einem Büro. Ein Geheimnis, das uns beinahe zerstört hätte.
Ich hätte gehen sollen. Fliehen vor diesem Mann, der mir das Herz gebrochen hatte. Aber die Liebe folgt keiner Vernunft. Sie ist unordentlich, kompliziert, unvollkommen.
Ich entschied mich zu bleiben. Zu kämpfen. Unsere Geschichte Stück für Stück wieder aufzubauen.
Es ist die Geschichte eines Kochs, der kocht, wie er liebt: mit einer Intensität, die dich keuchend zurücklässt und nach mehr verlangen.
Das ist unsere Geschichte. Unverblümt. Ehrlich. Gewürzt.