Von meinem Alpha zurückgewiesen, vom Mondkönig auserwählt
In der Nacht, in der jeder Werwolf davon träumt, seinem Seelenverwandten zu begegnen, zerbricht Seraphina Ashbournes Welt. Anstatt sie anzunehmen, weist Alpha Damien Blackwood sie vor dem gesamten Rudel zurück und stellt Macht über Liebe. Gedemütigt und verlassen, geht Seraphina mit nichts als gebrochenem Herzen. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Als sie dem geheimnisvollen Lykanerkönig Lucien Draven begegnet, entdeckt er etwas Unmögliches. Die zurückgewiesene Wölfin trägt die stärkste Seelenbindung in sich, die er je gespürt hat. Während sich die Rudel auf den Krieg vorbereiten und uralte Geheimnisse unter dem Blutmond erwachen, erkennt Damien, dass er nicht nur seine Gefährtin zurückgewiesen hat …
… sondern die zukünftige Königin aller Werwölfe. Nun ist er zu allem bereit, um sie zurückzugewinnen. Lucien hat nur eine Antwort:
„Sie gehörte dir nie.“
Read
Chapter: Die Bestie im WaldDie Augen starrten weiter.Seraphina konnte nicht atmen. Ihre Füße fühlten sich wie am Boden festgewurzelt an. Das rote Leuchten zwischen den Bäumen bewegte sich nicht, blinzelte eine lange Zeit nicht mehr. Es beobachtete sie einfach.Sie redete sich ein, es sei ein Streich des Mondlichts. Dass sie müde und krank sei und sich Dinge einbilde, weil der Schmerz der Zurückweisung noch immer schwer in ihrer Brust saß.Dann ertönte das Knurren erneut.Es war tief und grollend, so tief, dass sie es in den Zähnen spürte. Es war kein normales Wolfsknurren. Es war größer. Schwerer. Als stünde etwas, das weitaus größer war als jeder Wolf, den sie je gesehen hatte, knapp außerhalb ihrer Sichtweite.„Bitte“, flüsterte sie. „Bitte tu mir nichts.“Die roten Augen neigten sich leicht, als würden sie zuhören.Seraphina machte einen kleinen Schritt zurück. Ihr Stiefel ließ einen Zweig nacheinander zerbrechen. Das Geräusch war laut in dem stillen Wald.Die Augen bewegten sich. Schnell.Sie senkten sich
Last Updated: 2026-07-06
Chapter: AusgestoßenDer Schmutz fühlte sich kalt an ihrer Wange an.Seraphina wusste nicht, wie lange sie schon dort gelegen hatte. Die Trommeln waren weg. Die Fackeln waren verschwunden. Die Menge war weg. Die Lichtung war leer, bis auf den Wind, der durch das Gras wehte, und den weißen Mondstein, der hoch und schweigend über ihr stand.Jemand hatte sie an den Rand der Lichtung gezerrt. Sie war jetzt unter einem Baum, halb im Schatten. Ihre Knie waren aufgeschürft. Ihr graues Kleid war fleckig. Ihre Brust fühlte sich hohl an, als hätte jemand alles herausgeschöpft und nur kalte Luft zurückgelassen.Sie versuchte zu atmen. Jeder Atemzug tat weh.„Seraphina?“Jennas Stimme. Weich. Besorgt.Seraphina versuchte ihren Kopf zu heben. Es hat zu viel Aufwand gekostet. Jenna kniete neben ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter.„Sie sind gegangen“, flüsterte Jenna. „Der Älteste hat allen gesagt, sie sollen nach Hause gehen. Deine Tante... sie hat mir gesagt, ich soll bei dir bleiben, bis du aufwachst.“Sera
Last Updated: 2026-07-06
Chapter: Die AblehnungszeremonieDie Trommeln begannen, bevor der Mond ganz aufgegangen war.Seraphina hörte sie aus dem kleinen Zimmer hinter der Küche, in dem sie schlief. Tief und ruhig ruft er jeden unbegatteten Wolf auf die Lichtung. Heute Abend war die jährliche Mate-Zeremonie für Blackwood Pack. Jeder Wolf, der achtzehn geworden war und seinen Partner noch nicht gefunden hatte, musste dort sein.Sie saß auf der Kante ihrer dünnen Matratze und versuchte, ihre Hände zu beruhigen. Sie zitterten.„Du wirst zu spät kommen“, sagte Mira von der Tür aus. Ihre Tante kam nicht herein. Das hat sie nie getan. Sie hielt ihr ein gefaltetes Kleid hin. Es war schlicht grau und an den Ärmeln geflickt. „Tragen Sie das. Und versuchen Sie, keine Aufmerksamkeit zu erregen.“Seraphina nahm es. "Danke schön."Mira sah sie noch eine Sekunde länger an. Ihre Augen waren müde. „Halten Sie den Kopf gesenkt, Seraphina. Was auch immer passiert, machen Sie keine Szene. Bitte.“„Das werde ich nicht“, flüsterte Seraphina.Mira nickte und ging
Last Updated: 2026-07-06