Der geheime Gefährte Des Henkers
ActionAbenteuerAlphaBullyWerwolfRache
Wegen des Mordes an einem Alpha unschuldig angeklagt, steht die abtrünnige Spurenleserin Phyna vor der sofortigen Hinrichtung. Um zu überleben, löst sie eine uralte Prüfung aus, die sie an Alexander kettet, den gefürchtetsten Lycan-Henker des Kontinents. In dem Moment, in dem das Silber ihre Handgelenke bindet, explodiert der verbotene Funke der Schicksalsgefährten. Entdeckt der Rat ihre Verbindung, wird sie verbrennen und er fallen. Gemeinsam müssen sie tödliche Prüfungen überleben und dabei ihre brennende Anziehung verbergen.
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Chapter: Kapitel 10: Der Preis einer Krone"Seine Braut?"Die Worte schmeckten wie Gift in meinem Mund.Ich starrte auf das zerknüllte Pergament in Alexanders Faust. Der eisige Bergwind heulte durch das zerborstene Fenster des Kriegsraums und wehte mir die Haare ins Gesicht, doch das Feuer unter meiner Haut hielt den Frost fern."Sebastian will keine Ehe, Phyna," knurrte Alexander, seine Stimme so tief, dass sie gegen den Steinboden vibrierte. "Er will die königliche Blutlinie des Sonnenthrons. Wenn er dir ein Band aufzwingt, wird seine Frostmagie unantastbar. Er würde den rechtmäßigen Anspruch erlangen, jedes Rudel dieses Kontinents auszulöschen."Er warf das Pergament in den Kamin. Das trockene Papier flammte in orangefarbenen Funken auf und wurde binnen Sekunden zu schwarzer Asche."Der Parlamentärsreiter wartet am nördlichen Grenzstein," sagte Alexander und wandte sich dem Waffenständer an der Wand zu. Er griff nach seinem schweren schwarzen Pelzumhang und schnallte sich eine zweite gezackte Jagdklinge an die Seite. "Ich w
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-24
Chapter: Kapitel 9: Das Horn des FrostkaisersDer schwarze Eisenspeer zitterte im gesprungenen Marmor zwischen unseren Stiefeln und summte vor einem kränklichen blauen Frost, der sich über den Steinboden ausbreitete.Der dröhnende Jubel der fünfhundert Adligen erstarb augenblicklich. Ein eisiger Luftzug fegte durch die zerborstene Buntglasdecke und verstreute gefrierenden Nebel über die Samtteppiche.Alexander stand vor mir wie eine eiserne Mauer, sein Großschwert zur Decke geneigt. Seine Brust hob und senkte sich in kontrollierten, tiefen Atemzügen, doch der Duft von Kiefer und Regen um ihn wurde scharf und sträubte sich vor purem Kampfinstinkt."Bleib unten," befahl er mit leisem, rauem Krächzen."Ich verstecke mich nicht mehr hinter dir, Alexander," flüsterte ich zurück und trat vor, bis meine Schulter fest an seinem gepanzerten Arm lag.Ich blickte auf den Speer hinab.Der Frost, der am schwarzen Schaft entlangkroch, war unnatürlich. Er schmolz nicht in der Hitze der Tausenden Kerzen, die in der Halle brannten. An der Spitze
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-24
Chapter: Kapitel 8Die schweren Messingglocken der Kathedrale läuteten über dem Palast, ihre feierlichen Schläge vibrierten durch die Steinwände hinter den Vorhängen des Thronsaals.Eins.Zwei.Drei.Draußen im Hof kreischten die massiven Eisentore zu, als die Männer von Kommandant Tristan die Riegel vorschoben. Die Falle war gestellt.Durch den schmalen Spalt im Samtteppich konnte ich die gesamte Große Halle sehen. Sie wurde von Tausenden von Bienenwachskerzen erhellt. Hunderte von Adligen, Ratsältesten und hochrangigen Kommandanten standen in ihren feinsten Seiden und polierten Rüstungen da. In der Mitte des Marmorpodests kniete Natalia auf einem goldenen Kissen. Sie trug ein fließendes Gewand aus reiner weißer Seide, bestickt mit zerstoßenen Diamanten, ihr platinblondes Haar zu kunstvollen Zöpfen geflochten.Über ihr stand Ratsherr Kingsley, der den purpurroten Samtmantel des Hohen Regenten trug. In seinen Händen ruhte das uralte Mondstein-Diadem, dessen blassblaue Edelsteine unter den Kronleuchtern
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-24
Chapter: Kapitel 7: Der BlutschwurDer unterirdische Kanal schien bei Jamess Worten zu erstarren.„Zwanzigtausend Söldner?“, echote ich, und die Kälte sank mir bis ins Mark. „Die Bestien von Deadwood hassen das Eiserne-Klaue-Rudel. Wenn Kingsley ihnen die Stadttore öffnet, werden sie nicht bloß durch die Straßen patrouillieren. Sie werden jede einfache Familie in der Unterstadt abschlachten.“„Die einfachen Leute sind ihm gleichgültig“, sagte James und wischte sich Blut und graue Asche vom Kiefer. „Kingsley geht es nur um totale Kontrolle. Er hat den Ratsältesten erzählt, dass Sympathisanten der Streuner in unseren eigenen Reihen uns geholfen hätten, das Labyrinth niederzubrennen. Er behauptet, die Grenzbestien seien hier, um bis zu Natalias Krönung heute Nacht für Ordnung zu sorgen.“Alexander stand da wie eine aus kaltem Granit gemeißelte Statue. Sein Griff um meine Hand war fest und ruhig und verankerte mich gegen die steigende Flut der Angst.„Wer sind die Männer hinter dir, James?“, fragte Alexander, seine Stimme
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-23
Chapter: Kapitel 6: Die Blutlinie der KönigeDie Luft im feuchten Kanal wurde so schwer, dass ich kaum noch atmen konnte.Das goldene Licht, das zwischen unseren Brustkörben verblasste, hinterließ eine schwache, schimmernde Wärme, die nicht weichen wollte. An Alexanders entblößtem Handgelenk war die gezackte Brandwunde des silbernen Fesselrings verschwunden. An ihrer Stelle prangte nun ein kunstvolles, leuchtendes Wolfswappen, für immer in seine Haut geätzt.Ein Zwilling der uralten königlichen Schnitzereien.Alexander hob langsam den Arm und ließ seine breiten, schwieligen Finger über die leuchtenden Linien gleiten. Zum ersten Mal, seit ich ihn in der Großen Halle erblickt hatte, zerbrach seine undurchdringliche Maske vollständig. Seine Augen waren weit aufgerissen und wirbelten in rohem Silber und flüssigem Gold, während er das Mal anstarrte, als blicke er einem Geist ins Gesicht.„Das ist unmöglich“, flüsterte Alexander, seine Stimme bebte vor hohlem Schock. „Mein Vater war ein Grenzwächter. Meine Mutter starb an einer Krankh
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-23
Chapter: Kapitel 5: Das goldene BrüllenDie Bestien stürzten sich auf uns wie eine Lawine aus Zähnen und schwarzem Fell.Alexander zögerte nicht. Er schwang sein schweres Großschwert in einem weiten, grausamen Bogen und streckte zwei der Monster mitten im Sprung nieder. Schwarzes Blut spritzte über die feuchten Steinwände.„Bleib dicht hinter mir!“, brüllte er, seine Stimme schnitt durch das Knurren und das spritzende Wasser.„Ich kann nicht!“, schrie ich zurück.Eine Bestie mit glühend roten Augen verbiss sich in die schwere Kette zwischen uns. Der Ruck riss meinen Arm gewaltsam nach vorn und zerrte mich auf ein Paar triefender Reißzähne zu.Ich geriet nicht in Panik. Ich ließ mich tief ins trübe Wasser fallen, drehte meinen Körper und stieß meinen eisernen Dolch direkt in die linke Augenhöhle der Bestie.Die Kreatur kreischte und schlug wild mit ihrem massigen Kopf. Die Wucht ihres Todeskrampfes riss mir den Dolch aus der Hand und schleuderte mich quer über den überfluteten Boden.Die silberne Kette spannte sich mit einem
Zuletzt aktualisiert: 2026-10-22