LOGINARIAS PERSPEKTIVE „Was?“ frage ich, meine Stimme kommt etwas atemlos heraus, während ich mein Besteck zurechtrücke und versuche, das Erröten zu verbergen, das sich auf mein Gesicht schleicht. Wir sind gerade in einem Restaurant irgendwo in Manhattan. Die Atmosphäre ist intim, während wir in einer privaten Kabine im hinteren Bereich sitzen. Ich habe gerade mein Essen bestellt, einen leichten Salat im Pariser Stil mit gebratenem Seebarsch. Als der Kellner weggeht, schaue ich auf und finde Noah, der mich anstarrt, das Kinn in die Handfläche gestützt, die dunklen Augen unbeweglich und intensiv. Noah grinst, seine Lippen kräuseln sich zu einer bösen, wissenden Linie, als er den rosa Schimmer auf meinen Wangen bemerkt. Er lehnt sich über den Tisch, die Stimme sinkt in einen tiefen, flirty Tonfall. „Ich frage mich nur, was genau unsere kleine New Yorker Prinzessin dazu gebracht hat, mit dem Essen jener zuckrigen, dekadenten Macarons und teuren Gebäckstücke aufzuhören, von denen s
ARIAS PERSPEKTIVE Der menschliche Körper ist ein zerbrechliches Ding, und doch lässt einen das Miterleben der Mechanik einer Knochenmarktransplantation erkennen, wie widerstandsfähig wir sein können. Die Knochenmarktransplantation verlief glatter, als ich zu hoffen gewagt hatte. Es war nicht die offene Brustoperation, die ich mir schrecklich vorgestellt hatte, auch wenn man mir mehrmals gesagt hatte, dass es das nicht ist – mein Kopf scheint einfach seine eigene Interpretation zu haben. Noah als Spender musste ein paar Tage Injektionen bekommen, um seine Stammzellproduktion anzukurbeln. Er sagte mir, es habe sich angefühlt wie Grippe – Schmerzen, Müdigkeit –, aber er habe es durchgestanden, als wäre es nichts. Am Tag der Entnahme saß er während der Apherese, während sie sein Blut filterten, um die Stammzellen zu sammeln. Er war die ganze Zeit wach, ein wenig unwohl, aber hauptsächlich gelangweilt, wie er sagte. Mein Baby dagegen hat den Großteil davon verschlafen, zum
ARIAS PERSPEKTIVE Meine Beine zittern immer noch, während ich mich an Dr. Mensahs Schreibtisch lehne und versuche, meine Atmung zu beruhigen. Die Nachwirkungen dieses umwerfenden Orgasmus durchziehen mich noch, lassen meinen Körper lose und warm auf eine Weise, die ich nicht zu genau untersuchen will. Noah beobachtet mich mit schwerliddigen Augen, Lust und etwas Dunkleres – Eifersucht vielleicht – simmern noch unter der Oberfläche. Er zieht meine Hose sanft wieder zurecht, seine Finger verweilen eine Sekunde zu lange an meinen Hüften. „Wir verlegen ihn von hier, Prinzessin“, sagt er kühl, als hätte er mich nicht gerade auf dem Schreibtisch eines anderen Mannes ruiniert. Ich öffne den Mund, aber es kommen keine Worte heraus. Peinlicherweise bin ich hyperbewusst von seiner Hand, die immer noch an meiner Taille ruht und kleine Funken über meine Haut jagt. Sein gutaussehendes Gesicht – dies
JAMIES PERSPEKTIVE Der Ledersessel unter mir fühlt sich an wie ein Käfig. Meine Knöchel sind weiß, während sie die Kante meines Schreibtisches greifen, bis ich spüre, wie das Holz in meine Handflächen beißt. Mein Handgelenk brennt immer noch, wo dieser Bastard Matteo mich vorhin im Krankenhaus gepackt hat. Er ist dazwischengetreten wie der verdammte Wachhund, der er ist, und hat mich von Aria abgehalten… es läuft permanent in meinem Kopf ab. Ich war so nah an ihr. An meinem Mädchen. Und er hat mich abgewimmelt, als wäre ich nichts. Jetzt verwandelt sich die Demütigung in Wut. „…und wer ist diese geheimnisvolle Frau an der Seite von Noah King? Das Paar wirkte auf der letzten Gala unglaublich vertraut. Quellen sagen, das ist nicht nur eine weitere Affäre.“ Eine schrille, fröhliche Stimme piepst vom wandmontierten Bildschirm. Ich blinzle, mein Blick
ARIAS PERSPEKTIVE REIFE INHALTE VORAUS Sie huschen aus dem Büro, spüren klar den aufziehenden Sturm. Die Tür klickt zu und hinterlässt schwere Stille. „Ich sollte derjenige sein, der dich das fragt“, knurrt Noah, die Stimme eiskalt, während er auf mich zustapft und schon mit wütenden Zügen seine Krawatte lockert. Ich trete instinktiv zurück. Der kalte, räuberische Glanz in seinen Augen schickt ein Flackern von Angst durch mich. Das ist nicht der zurückhaltende Noah, an den ich mich gewöhnt habe. Diese Version sieht wild aus. Unkontrolliert. „Wohin rennst du, Prinzessin?“ Seine Stimme senkt sich und klingt beinahe wie der Teufel selbst. Es lässt meine Haut kribbeln. Er folgt jedem Schritt, den ich zurückmache. „Hör… hör auf damit, Noah“, stottere ich, mein Rücken trifft schließlich die Kante von Dr. Mensahs großem Holzschreibtisch. Ich bin nicht stolz darauf, wie meine Stimme zittert.
ARIAS PERSPEKTIVE Ich verlangsamе meine Schritte, als ich hinter mir eilige Fußschritte höre. Ein Teil von mir will zurück in Jeremiahs Zimmer stürmen und so tun, als hätte ich ihn nie gehört. Aber ich weiß es besser. Mit Lora im Spiel war es nur eine Frage der Zeit, bis wir uns begegnen. Besser, das jetzt hinter mich zu bringen. „Ria!“ ruft Jamie, die Stimme voller Wärme, die sich jetzt fremd anfühlt. Er erreicht mich schnell, die Augen gleiten in einer Weise über mich, die mich früher erröten lassen hätte. „Ich freue mich so, dich zu sehen. Es ist so lange her.“ Er streckt die Arme zu einer Umarmung aus. Ich weiche ihm geschmeidig aus und halte Abstand. Meint er das ernst gerade? „Ja, es ist lange her“, antworte ich, der Ton eiskalt. „Wie kann ich dir helfen, Jamie?“ Er blinzelt, verblüfft. Sein perfektes Lächeln wankt, der Kiefer spannt sich eine Sekunde an. „Ic







