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FÜNFUNDSECHZIG

last update publish date: 2026-08-16 07:16:00

Am frühen Abend, als Gia in die Bedienstetenräume hinaufgegangen war, um Alice zum Abendessen zu rufen, hatte Alice höflich abgelehnt. Sie war erschöpft, körperlich und seelisch, nach ihrem nächtlichen Lauf durch die wilden Wälder, bei dem sie gegen Höhlentiere gekämpft und giftige Baelblätter zermahlen hatte. Sie hatte in der Küche ausrichten lassen, dass es ihr nicht gut gehe, ihr schwindelig sei und sie den

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  • Als Braut an den gefährlichsten Alpha-König verkauft   HUNDERTSUDWANZIG!

    König Herzog hob seine schwere Hand. Sein Gesicht war eingefallen und hatte jegliche königliche Farbe verloren. Sein zersplitterter Schreibtisch, sein leerer Tresor aus Eisen hatten ihm endgültig den letzten Rest Geduld geraubt.„Geht!“, sagte der König mit zitternder Stimme, die bittere Verzweiflung verriet. „Verlasst den Palast. Nehmt keine Banner, keine Fahnen und keine lärmenden Eskorten mit. Geht unter dem Schutz, den ihr braucht, aber kehrt mit ganzem Herzen zurück. Kehrt nicht mit leeren Händen in dieses Haus zurück. Kehrt mit meinem königlichen Siegel zurück, oder kehrt überhaupt nicht zurück.“Kane bewegte sich vorwärts, sein Kiefer wie aus Eisen verkrampft, seine Hand ruhte fest auf dem Griff seines Breitschwertes.„Das werden wir tun, Vater“, antwortete Kane mit kalter,

  • Als Braut an den gefährlichsten Alpha-König verkauft   HUNDERTNEUNUNDZWANZIG!

    ‌Die schweren silbernen Kelche lagen auf dem Tablett vor uns und spiegelten das flackernde Licht der Fackeln des großen Ballsaals wider. Der Wein war dunkelrot, leicht schäumend, dickflüssig und schwer, mit einem Hauch von süßen Beeren und einer scharfen, bitteren Note.Königin Morwenna hielt das Tablett ruhig, ein höfliches Lächeln lag auf ihrem blassen Gesicht, aber ihre dunklen Augen blinzelten nicht, hart wie polierter Obsidian.​‌„Bringt mir die Becher, meine Freunde.“ Königin Morwennas Stimme war sanft und fest und trug die ganze Wucht ihrer königlichen Autorität in sich. „Trinkt den heiligen königlichen Wein von Oakhaven. Er ist das Blut unsere

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    Die großen Gästezimmer des Oakhaven-Palastes waren mit poliertem schwarzem Marmor und schweren Silberspiegeln ausgekleidet, die das Flackern hunderter brennender Talgkerzen einfingen.Als die Sonne draußen vollständig hinter den zerklüfteten Berggipfeln versank und den Himmel in ein tiefes, bläuliches Lila tauchte, bereiteten Kane und ich uns darauf vor, in die Höhle des Löwen zu treten.Unsere Mission war klar: die Tarnung wahren, das Vertrauen dieses isolierten Hofes gewinnen und das Versteck von König Herzogs gestohlenem Siegelring ausfindig machen, bevor der Rat in Drachenauge den Verlust bemerkte. Doch die Gefahr, die über uns schwebte, fühlte sich so scharf an wie ein gezogenes Breitschwert.Kane stand vor dem hohen Spiegel und legte sich einen breiten Gürtel aus nachtblauem Leder um die Hüften. Seine Tunika war aus schwerem, dunklem S

  • Als Braut an den gefährlichsten Alpha-König verkauft   HUNDERTSECHSUNDZWANZIG!

    ‌Kane schnallte sein Breitschwert an seinen Ledergürtel, seine Stiefel klackerten auf den kalten Steinen des Arbeitszimmers.„Ich reite hinaus“, sagte Kane mit tiefer Stimme, die keinen Widerspruch zuließ. „Gebt mir zehn unserer besten Fährtenleser, und ich nehme eine Handvoll Wachen mit, überquere die südliche Grenze und jage diese Mörder selbst. Ich werde sie in eisernen Ketten zurückschleppen und sie für jeden Tropfen Blut bezahlen lassen, der in dieser Burg vergossen wurde.“Er blickte zur Tür, aber der Kapitän der Reiter kniete noch immer dort und schüttelte bitter verzweifelt den Kopf.„Wohin fahrt Ihr, Prinz Kane?“ Der Kapitän hob sein müdes, schmutzverschmiertes Gesicht. Die Spuren verloren sich in den Schluchten. Wir wissen nicht einmal, aus welchem ​​Königreich dies

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    Kane wischte mit dem Saum seines dunklen Umhangs das dicke Ogerblut von seiner Klinge. Seine Brust hob und senkte sich mit stoßweisem Atem, seine goldenen Augen loderten mit tödlichem Feuer, als er in die schwarzen Wälder jenseits der zerbrochenen Tore starrte.„Los geht’s!“, brüllte Kane und richtete die Spitze seines Schwertes auf den äußeren Wald. „Nicht anhalten! Reitet sie hinab, treibt sie in die Täler, findet heraus, was vor sich geht! Bringt mir ihre Köpfe oder ihren Meister!“Zwölf Wachen ritten auf ihren Pferden hinaus, ihre eisernen Hufe sprühten Funken auf dem Kopfsteinpflaster, als sie in die Nacht galoppierten.Bevor das Geräusch der Hufe verstummte, hallte ein lautes, donnerndes Gebrüll durch die hohen Hallen der Burg.‍

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    Die Dunkelheit in meinem privaten Schlafzimmer war schwer, kalt und erdrückend.Ich stieß die schweren Wolldecken von meinen Füßen und wälzte mich auf der weichen Federmatratze hin und her. An Schlaf war nicht zu denken. Jedes Mal, wenn ich die Augen schloss, überkam mich eine Welle der Übelkeit. Meine Gedanken kreisten immer wieder um Gia.Wo war sie nur? War ihr kalt? Hatte sie Hunger? War sie in einem feuchten Steinkeller unter Dereks grausamen Stiefeln eingesperrt?Mark hatte versprochen, Nachricht zu bringen. Seine Aufgabe war es, Dereks geheime Kuriere zu beschatten und das geheime Versteck zu finden, in dem sie meine Schwester als Geisel hielten. Doch Tage waren vergangen, und Mark war mit leeren Händen zurückgekehrt. Keine Spur, kein Fetzen Stoff, kein Flüstern von außen. Die Stille machte mich wahnsinnig.Der Mitternacht

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