Mag-log inMan sagt, jede Geschichte verdient ein Happy End. Aber nicht die von Daphné. Nachdem die Wölfe ihr alles genommen haben, lebt sie nur noch für eines: Rache. Bis zu dem Tag, an dem ihr ihre Hexenkräfte zurückgegeben werden und sie zu einer außergewöhnlich mächtigen Bruja wird. Daphné beschließt daraufhin, in die Welt der Wölfe einzudringen, um die Kontrolle zurückzugewinnen und das Spiel zu gewinnen, dessen Regeln sie selbst geschrieben haben. Doch mit Damon hat sie nicht gerechnet - dem mächtigsten Alpha der übernatürlichen Welt... und erst recht nicht damit, dass er ihr vorherbestimmter Gefährte ist. Zwischen Rache, Magie und verbotener Anziehung muss Daphné sich entscheiden: Will sie das Spiel gewinnen – oder riskiert sie, den Mann zu verlieren, den sie niemals hätte lieben dürfen?
view morePOV: Daphne
»Daphne, wach auf. Die Vorlesung ist vorbei …« Langsam schlage ich die Augen auf, doch ich sehe nur verschwommene Schemen. Ich presse die Lippen zusammen und verziehe das Gesicht. Der schreckliche Schmerz ist zurück. Seit einigen Monaten habe ich nun schon mit diesen Anfällen zu kämpfen. Zuerst habe ich gedacht, es läge am Stress oder an etwas Ähnlichem; es gibt Tage, an denen ich bis tief in die Nacht über meinen Universitätsarbeiten sitze. Aber es wird nur noch schlimmer, und ich spüre, dass etwas nicht stimmt. »Daphne, geht es dir gut?« Verdammt, ich bin schon wieder eingeschlafen. Ich werfe einen Blick auf die Uhr und fluche innerlich. Die Vorlesung ist tatsächlich zu Ende. Ich sehe wieder auf. Vor mir stehen zwei Personen mit besorgter Miene. »Du siehst gar nicht gut aus, Daphne. Warst du schon beim Arzt?«, fragt Annie und legt mir eine Hand auf die Stirn. »Mir geht’s gut. Ich glaube, es ist nur eine Erkältung …« »Du glühst ja regelrecht!«, ruft sie aus. Ich rolle mit den Augen. »Es ist wirklich nur eine Erkältung, aber ich gehe lieber gleich nach Hause«, sage ich zu ihr, woraufhin sie seufzt. Ich schlage das Buch zu und packe meine Sachen zusammen. Als ich das Gebäude verlasse, strömen weitere Studenten aus den Hörsälen. Ich zögere einen Moment, weil der Schmerz so heftig ist. Als ich mich umdrehe, erstarre ich. Ich hätte schwören können, dass ich jemanden gehört habe. Ich sehe mich um, aber da ist niemand – nur ich allein. »Das ist nur deine Einbildung, Daphne.« Ich wende mich um und blicke über meine Schulter. Ich keuche auf, als ich feststelle, dass der Gang leer ist. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Wer ist diese Person, deren Stimme ich höre? Es ist eine Frauenstimme, doch weit und breit ist niemand zu sehen. Es fühlt sich an, als wäre es mein eigenes Gewissen, aber warum? Werde ich verrückt? Daphne, lass mich frei. Es ist Zeit. Ein erstickter Schrei entkommt meiner Kehle, als mich ein qualvoller Schmerz durchfährt. Mir stockt der Atem; kalter Schweiß steht mir auf der Stirn und läuft mir den Rücken hinab. In reiner Verzweiflung renne ich los. Ich weiß nicht einmal, wohin. Die Stimmen hallen weiter in meinem Kopf wider, und das Licht an der Decke beginnt zu flackern. »Was …?« Ein bedrohlicher Schatten steigt aus der Tiefe des Bodens auf. Ich versteinere. Der Schatten ist um ein Vielfaches größer als ein Mensch. Er wiegt sich leicht in meine Richtung, und reines Entsetzen ergreift Besitz von mir. Ich weiche einen Schritt zurück, dann noch einen, den Blick starr auf die Gestalt gerichtet. Sie bewegt sich nicht weiter; sie verharrt dort, als würde sie warten. »Das ist nur meine Einbildung. Das ist nicht real … Daphne, das ist nicht real …«, flüstere ich. Ich wirbele herum und renne den langen Korridor hinab. Ein Schmerzensschrei entfährt mir, als ein stechender Impuls meinen Körper zerreißt und mir die Luft zum Atmen nimmt. »Nein!«, schreie ich, während mein Herz gegen meine Rippen hämmert. Etwas packt mich am Fußgelenk und bringt mich zu Fall. Es wirft sich auf mich; ich versuche verzweifelt, mich umzudrehen, doch es ist zwecklos. »Hört auf!«, schreie ich, überwältigt von der Qual. Mein Körper sackt zusammen, als mich von innen heraus eine verzehrende Hitze durchströmt – als würde ich langsam verbrennen. »Tu es nicht, Daphne …«, flüstert dieselbe Stimme erneut. »Kämpf nicht dagegen an!« Mein Unterbewusstsein schreit mich an. »Du bist nicht real! Nichts davon ist real!«, winde ich mich unter der Last und versuche vergebens, mich zu befreien. Der Schmerz ist so unerträglich, dass mir die Augen zufallen. Meine Gliedmaßen werden schwer, während ich langsam das Bewusstsein verliere. Das Letzte, was ich sehe, sind meine Hände, die beginnen, sich auf verstörende Weise zu verändern. Ich versuche, die Augen zu öffnen. Doch alles bleibt schwarz. Das Licht muss aus sein, denn der Raum liegt in vollkommener Dunkelheit. Ich schließe die Augen wieder und vergrabe mich unter der Decke. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich in mein Zimmer gekommen bin. Dann kehrt alles auf einmal zurück. Der Schmerz, der Schatten und meine Hände. Ich schreie auf und richte mich im Bett auf. Ein heftiger Schwindel erfasst mich. Ich taste mich zum Fenster vor; als ich es öffne, flutet Sonnenlicht den Raum. Was um alles in der Welt geht hier vor? »Daphne …« »Es reicht!« »Sieh mich an, Daphne …« Mein Körper beginnt unkontrolliert zu zittern, und in diesem Augenblick begreife ich, dass alles real gewesen ist. Mein Herz rast, während die Fensterscheiben zu vibrieren beginnen. Ich erblicke mein Spiegelbild im Glas. »Was zum …« Ich stürze zum Spiegel. Der Anblick lässt mein Blut in den Adern gefrieren: Meine Iris beginnt sich leuchtend rot zu verfärben. »Daphne …« »Halt den Mund! Halt einfach den Mund!« Ich schließe die Augen und schlage sie wieder auf; nach und nach verändern sich meine Augen weiter. »Nein, nein …« Ich presse die Hände an den Kopf und kauere mich in Fötalstellung auf den Boden. Die Türen fliegen auf und knallen zu. Gegenstände zerspringen in der Luft und krachen auf den Boden. »Hört auf!«, schreie ich der Verzweiflung nahe. Die Tür öffnet sich erneut. Als ich aufblicke, sehe ich Entsetzen in ihren Gesichtern; ihre Augen und Münder sind weit aufgerissen. »Was passiert mit mir, Mama?!« Das Fenster beginnt wieder so heftig zu dröhnen, dass mir die Ohren schmerzen. Aus der Ferne höre ich die Stimmen meiner Eltern. Auf ihren Gesichtern spiegelt sich dieselbe Panik wider, die mich beherrscht. Die Scheiben vibrieren so stark, dass ich das Gefühl habe, mein Trommelfell würde platzen. Meine Brust hebt und senkt sich keuchend; ich bekomme keine Luft mehr und bin nahe daran, zusammenzubrechen. Mein Vater stürzt nach draußen. »Daphne, sieh mich an.« Ich schüttele heftig den Kopf, während mir die Tränen übers Gesicht laufen. »Was passiert nur mit mir?!« Ich presse die Hände auf die Ohren; das Getöse ist unerträglich. »Daphne …«, flüstert Sarah. »Sieh mir in die Augen, mein Schatz.« Ich hebe den Kopf und stoße einen überraschten Schrei aus, als ich meine Mutter ansehe. Ihre Augen beginnen sich langsam violett zu färben. Sie hebt die Hand, und eine kleine blaue Flamme flammt an ihren Fingerspitzen auf. »Was …« »Schatz, atme. Konzentriere dich, damit du es unter Kontrolle bekommst.« »Ich …« »Atme, Daphne.« Ich zwinge mich, langsam ein- und auszuatmen, während ich den Blick fest auf das Gesicht meiner Mutter richte. Allmählich verblasst das Dröhnen. Ich schluchze laut auf; ich verstehe absolut gar nichts mehr. Meine Mutter legt mir sanft eine Hand an die Wange. »So ist es gut …«, lächelt sie. »Komm her, mein Schatz.« Sie nimmt meine Hand und hilft mir auf. Wir setzen uns aufs Bett. Als ich mich umsehe, liegt alles auf dem Boden: meine Bücher, meine Fotos, selbst die Möbel sind umgestürzt. Ich blicke zu den Fenstern – die Scheiben sind vollkommen zersplittert. Mein Verstand weigert sich, das zu verarbeiten. »Was ist hier los?«, frage ich, während die Panik wieder in mir hochsteigt. »Atme, Schatz. Alles wird gut.« »Nichts davon ist gut!«, rufe ich aus und starre auf ihre Hände. »Deine Hände …« »Nur das hier …«, erwidert sie sanft. »Sag mir nicht, dass das nicht real ist! Ich weiß genau, was ich gesehen habe! Sag mir einfach, was mit mir passiert, Mama! Ich habe solche Angst …«, flehe ich sie an. »Es tut mir so leid, Daphne …«, stammelt Sarah mit brüchiger Stimme. »Was?« »Verzeih mir bitte …«, sagt sie unter Tränen. »Sarah!« Mein Vater stürzt herein, das Gesicht kreidebleich. »Sie sind hier. Sie haben sie gefunden.« »Nein …« »Was ist los? Wen haben sie gefunden?«, laufen nun auch meiner Mutter die Tränen über die Wangen. »Sagt mir endlich, was hier vorgeht!« »Sarah, du musst sofort hier weg.« Er schüttelt den Kopf. »Sarah, ich flehe dich an! Ich werde sie aufhalten, aber ich kann sie nicht lange blockieren. Du musst sie unverzüglich zu ihrem Vater bringen.« »Du hattest recht … ich hätte auf dich hören sollen …«, flüstert sie. »Ja, meine liebe Sarah, aber du musst sie jetzt mitnehmen!« Er nickt ihr hastig zu. »Was passiert hier eigentlich?!« »Komm, Daphne, wir müssen gehen …« »Ich gehe keinen Schritt von hier weg, bevor ich nicht weiß, was los ist!« »Daphne …« »Nein!« Ich wirbele zu meinem Vater herum. »Was ist los, Papa? Warum bringt sie mich zu meinem Vater?« Verwirrung und Schmerz zeichnen sich auf meinem Gesicht ab. »Was soll das heißen? Du bist doch mein Vater!« »Daphne …« Sarah kneift die Augen fest zusammen, seufzt schwer und sieht mich schließlich an. »Wir … Wir sind nicht deine leiblichen Eltern …«POV: Damon Ich liege auf dem kalten Boden, was mir wie Stunden vorkommt. Ich habe nicht einmal mehr die Kraft aufzustehen. Ich kann nur weinen und in die kalte, dunkle Nacht hinausschreien. Ich knie für einen Moment da, außer Atem, und versuche zu begreifen, was gerade geschehen ist. Ich spüre und höre meinen inneren Wolf nicht mehr. Während ich mich erschöpft und hilflos fühle, durchrollt mich plötzlich eine Welle der Wut. Sie brennt wie ein Waldbrand und verzehrt mein ganzes Wesen. »Ich hätte sie beschützen müssen«, murmle ich in die Dunkelheit. »Ich hätte ...« Mein Atem geht kurz. Warum hast du das getan? Auch wenn ich es nicht wahrhaben will, weiß ich, warum. Sie hat sich für uns alle geopfert. Sie hat nicht einmal einen Augenblick gezögert. Sie hat einfach ihr Leben gegeben. Sie hat es ganz einfach getan. »Es tut mir leid ...«, schluchze ich verzweifelt. Mein Herz rast, als würde der Schmerz mich durchbohren. Meine Brust schmerzt unerträglich. Jeder Atemzug ist ein erstick
POV: DamonDer Kampf ist intensiv, und der Geruch von Blut ist unerträglich.Meine Sicht schärft sich und erlaubt es mir, jede Bewegung meiner Gegner wahrzunehmen.Ich werfe mich nach vorn, meine Hinterbeine katapultieren mich in die Schlacht. Meine scharfen Reißzähne schließen sich um den Arm eines Hybriden, und ich reiße ihn ihm mit einem einzigen Biss ab. Sein Körper bricht mit einem Schmerzensschrei zu Boden. Ich beiße ihm in die Kehle, das Geräusch meiner Zähne, die sich in sein Fleisch bohren, klingt wie ein Knacken, und warmes Blut füllt meinen Mund. Ich sehe, wie er leblos zu Boden fällt, sein Körper zuckt krampfhaft, während das Leben aus ihm weicht.Meine Schwester, ebenfalls in eine Wölfin verwandelt, rennt an meiner Seite, ihr Fell blutverschmiert, ihre scharfen Reißzähne bereit zuzuschlagen. Wir bewegen uns in perfekter Synchronisation. Ich sehe das Licht von Davids Magie, das sich von seinen Fingerspitzen ausbreitet und den Wald erhellt.Mein Herz zieht sich beim Anblick
POV: DaphneEin seltsames Licht steigt in die Luft empor und projiziert sich auf einige der Hybriden, die uns umringen. Intensiv und blendend ist seine brennende Hitze selbst aus der Entfernung spürbar. Die getroffenen Hybriden stoßen einen Schrei des Schmerzes und der Agonie aus, dann brechen sie verkohlt und leblos auf dem Boden zusammen.Ich sehe mich um.Die Vampire sind angekommen.Der Boden bebt für einige Augenblicke unter meinen Füßen, und ich weiß, dass es Sams Verdienst ist. Ihre Macht ist unglaublich, und ich bin dankbar, sie an meiner Seite zu haben.Eine Welle aus Schreien und Knurren erhebt sich von beiden Seiten, und der Kampf intensiviert sich. Ich beobachte, wie Damon gegen einen der Hybriden kämpft, und weiß, dass das meine Chance ist. Während alle gegeneinander kämpfen, riskiere ich einen Blick zu ihm; sein Gesicht wendet sich mir zu. Für einen Moment kreuzen sich unsere Blicke, und ich kann die Panik in seinen Augen lesen.Ohne eine Sekunde zu verlieren, erscheint
POV: Daphne Ein ironisches und herausforderndes Lächeln legt sich auf mein Gesicht. Seine Haltung versteift sich augenblicklich, und er kneift die Augen zusammen, während ein dunkles, verärgertes Funkeln auf seinem Gesicht aufblitzt. Er nähert sich mir mit langsamen, gemessenen Schritten. Ich richte mich auf, meine Haltung wirkt entspannt, doch meine Muskeln sind angespannt, bereit, jeden Moment loszuspringen. »So, so ... du bist also endlich in der Lage, aus deinem Versteck zu kommen«, sagt er dehnend. »Das würde ich nicht sagen, Kleines«, sagt Samuel mit seiner tiefen, bedrohlichen Stimme. Ich erzittere leicht, als ich ihn höre, und mein Herz beginnt schneller zu schlagen, doch ich zwinge mich, ruhig zu bleiben, und lasse mir meine Angst nicht im Gesicht anmerken. Samuel macht einen Schritt auf mich zu, sein Blick fest in meinen gebohrt. Ich lese Wut und Grausamkeit in seinen Augen. »Du weißt nicht, was du tust, Kleines.« Ich bleibe standhaft und versuche, meine Angst nicht zu












Rebyu