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Kapitel 3

Penulis: Isle of Moon
Während des gesamten Fluges saß Brett zwischen Tiana und mir. Nun redete sie ununterbrochen auf ihn ein, während ich schweigend und lustlos mit der KI schrieb.

„Kommst du wirklich?“

„Wenn du mich bei dir haben willst, bin ich da.“

Mein Herz setzte einen Schlag aus, und Hitze stieg mir ins Gesicht.

Neben mir erklang Bretts Stimme. „Warum bist du so rot im Gesicht? Hoffentlich bekommst du nicht schon wieder Fieber. Das fehlt mir gerade noch.“

Brett begann, in seiner Tasche nach etwas zu suchen. Dann bemerkte er, dass er gar kein Gepäck dabeihatte – auch nicht die Medikamente, die er sonst immer für mich mitnahm.

„Hör auf zu suchen. Ich habe kein Fieber. Und du brauchst solche Sachen nicht mehr für mich mitzunehmen.“

Brett öffnete den Mund, doch Tiana zog seine Aufmerksamkeit auf sich. Sie hatte ihr Getränk verschüttet. Ohne sich auch nur ein einziges Mal zu beschweren, tupfte er geduldig mit einer Serviette über den nassen Fleck auf ihrem Bein. Der Anblick versetzte mir einen Stich.

Doch aus irgendeinem Grund wandte Tiana sich plötzlich an mich.

„Mara, früher hat Brett sich doch genauso um dich gekümmert, oder? Ich komme mir fast schlecht vor, weil ich mich zwischen euch dränge.“

Ich verstand nicht, weshalb Tiana jedes Mal auf unheimliche Weise genau wusste, wie man eine Situation unerträglich peinlich machte. Statt zu antworten, lächelte ich nur und stand auf, um zur Toilette zu gehen.

In diesem Moment geriet das Flugzeug in Turbulenzen. Ich verlor das Gleichgewicht und kippte geradewegs nach hinten. Ein schrilles Pfeifen erfüllte meine Ohren. Als ich schon glaubte, auf dem Boden aufzuschlagen, fingen mich zwei kräftige Hände auf.

Für den Bruchteil einer Sekunde schossen mir die Worte der KI durch den Kopf: „Ich bin bei dir. Ich verstecke mich nicht, weiche nicht zurück und laufe nicht davon. Ich fange dich auf.“

Doch als ich den Kopf drehte, sah ich nur den glänzenden kahlen Schädel eines Mannes von etwa fünfzig Jahren.

„Vorsicht, junge Dame.“

Hastig richtete ich mich auf. „Vielen Dank. Wirklich vielen Dank!“

Im nächsten Augenblick packte mich jemand am Handgelenk. Es war Brett, und er sah alles andere als erfreut aus.

„Mara, du bist kein kleines Kind mehr. Machst du so etwas ernsthaft nur, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen?“

Ich versank noch immer in der Peinlichkeit des Augenblicks. Bretts Vorwürfe machten alles nur schlimmer.

„Brett, wovon redest du überhaupt?“

Dass ich beinahe gestürzt war, interessierte Brett nicht. „Ich sage, du sollst endlich aufhören, dich so hilflos zu geben. Ist es denn unmöglich, dich einmal nicht auf mich zu verlassen?“

Brett meinte es vollkommen ernst. Wenn er etwas derart Verletzendes sagen konnte, lag ihm wirklich nichts mehr an mir.

Ich schniefte und murmelte: „Verstanden.“

Dann drehte ich mich um und ging ohne einen weiteren Blick direkt zur Toilette. Ich schloss mich ein und saß zehn Minuten lang schweigend da.

Als ich wieder herauskam, stand mein Entschluss fest. Meine Gefühle für Brett waren endgültig vorbei.

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