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Beim Mann: Praktikantin tobt

Beim Mann: Praktikantin tobt

Oleh:  SelinaTamat
Bahasa: Deutsch
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Um die Wette einzulösen, gab ich mich als gewöhnliche Frau aus und trat für eine Woche als Praktikantin in die Firma meines Mannes Wyatt Bancroft ein. Schon an meinem ersten Arbeitstag sah ich, wie eine Frau mit einem roten Heiratsbüchlein in der Hand das Empfangsteam schikanierte. „Wisst ihr überhaupt, was eine Heiratsurkunde bedeutet? Sie beweist, dass ich die Einzige an Herrn Bancrofts Seite bin!“ „Was soll diese lasche Haltung? Hast du keine Wirbelsäule? Oder siehst du mich etwa nicht? Kopf runter. Noch tiefer! Und so bleibst du stehen, bis Herr Bancroft kommt!“ „Nennt ihr das Essen in der Kantine wirklich genießbar? Ich lasse gleich einen Michelin-Koch kommen. Der zeigt euch mal, was echtes Essen ist!“ Ich wollte gerade nach vorn treten. Da hielt mich eine Kollegin neben mir hastig zurück. „Das ist die Frau, die Herr Bancroft auf Händen trägt. Man erzählt sich, er machte ihr hundertmal einen Antrag, bis sie endlich Ja sagte...“ Sie deutete auf die Heiratsurkunde in der Hand der Frau und warnte mich wohlmeinend. „Wenn du Herrn Bancroft verärgerst, wirst du höchstens gefeuert. Aber wenn du Frau Bancroft verärgerst ... dann verschwindest du komplett von der Bildfläche.“ Ich musste mich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Dann holte ich mein Handy hervor und rief meinen Bruder Liam Ainsley an. „Liam, sag Wyatt, er soll sofort herkommen. Und er soll die Scheidungspapiere mitbringen. In fünf Minuten will ich ihn hier sehen. Er soll vor mir auf die Knie fallen und mich anflehen.“

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Bab 1

Kapitel 1

Heute war mein erster Tag als Praktikantin in der Firma meines Mannes.

Ich stand neben der Rezeption und wollte mich gerade in der Personalabteilung melden. Da stürmte eine Frau in einem maßgeschneiderten Designeranzug herein. Sie knallte ein rotes Ehebuch auf den Empfangstresen.

„Neue Praktikantin? Kein Wunder, dass du keine Ahnung hast, wie man sich benimmt!“

„Warum hältst du die Unterlagen so hoch? Willst du dein Gesicht verstecken? Oder findest du etwa, ich stehe dir im Weg? Runter damit! Arme an die Seite. Stell dich ordentlich hin!“

Ich senkte leicht den Kopf. Ganz so, wie es sich für eine Praktikantin gehörte. Meine Stimme blieb ruhig.

„Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?“

Allein dieses „Guten Tag“ brachte sie endgültig zur Weißglut.

Sie blieb direkt vor mir stehen. Ihre Stimme wurde schrill.

„Was soll das? Achtet die Verwaltung bei Neueinstellungen inzwischen gar nicht mehr darauf, wer hier Manieren hat?“

Sie tippte mit dem Finger gegen mein Namensschild.

„Sieh dir meine Urkunde an. Und dann sieh dir dein kleines Schildchen an. Was davon gibt dir das Recht, mich einfach so anzusprechen? Nenn mich Frau Bancroft!“

Das Mädchen, das zusammen mit mir als Praktikantin angefangen hatte, wurde blass. Schnell zog sie heimlich an meinem Ärmel und verbeugte sich hastig vor Stacie.

„Es tut uns leid! Wirklich! Guten Tag, Frau Bancroft! Sie ist neu hier und kennt die Regeln noch nicht. Bitte seien Sie nicht böse!“

Die Frau schnaubte kalt. Dann warf sie uns einen verächtlichen Blick zu und ging direkt in Wyatts privates Büro.

Das andere Praktikantenmädchen senkte sofort die Stimme.

„Sie heißt Stacie Statham. Sie ist Herrn Bancrofts erste Liebe. Leg dich bloß nicht mit ihr an. Ein paar süße Worte von ihr im Bett, und unsere Probezeit ist gelaufen.“

Ich war überrascht.

Wyatt besaß nur eine einzige Heiratsurkunde.

Und die lag eigentlich sicher verschlossen im Tresor unserer Wohnung.

Warum also ließ er diese Stacie mit einer falschen Urkunde in seiner Firma herumstolzieren?

Ich unterdrückte die Zweifel in mir.

Im Moment stand meine Aufgabe an erster Stelle. Ich musste dieses Praktikum absolvieren und Wyatts Führungsfähigkeit beobachten.

Gleichzeitig bot sich mir eine gute Gelegenheit. Ich wollte sehen, wie weit diese selbst ernannte Frau Bancroft unter Wyatts Duldung wirklich gehen konnte.

Kaum begann die Mittagspause, drückte Stacie auf die interne Leitung zur Verwaltung.

Ich nahm den Hörer ab. Ihre spitze Stimme schnitt mir sofort durchs Ohr.

„Bring mir einen handgemahlenen Kaffee. Blue Mountain Nummer eins. Wassertemperatur fünfundachtzig Grad. In mein Büro. Sofort.“

Ich ging sofort in die Teeküche. Doch handgemahlener Kaffee brauchte nun einmal Zeit.

Am Ende verzögerte sich alles um fünf Minuten.

Nur fünf Minuten.

Und genau deswegen rastete sie im Büro aus.

Als ich ihr den Kaffee eilig brachte, schlug sie mit einer heftigen Bewegung nach mir.

„Ist eure Verwaltung tot, oder was? Seht auf die Uhr! Meine beste Trinkzeit ist um ganze fünf Minuten überschritten! Weißt du überhaupt, wie sehr dieser Temperaturunterschied den Geschmack ruiniert?“

„Und wenn mir deswegen die Laune verdorben wird? Könnt ihr dafür geradestehen?“

In einem Augenblick richteten sich alle Blicke der Verwaltung auf mich.

Stacie war makellos geschminkt und tadellos gekleidet. Doch ihr schneidender, gehässiger Ton ließ jeden im Raum erstarren.

Ich hielt an meiner professionellen Haltung fest.

„Fräulein Statham, es tut mir sehr leid. Aber handgemahlener Kaffee braucht tatsächlich etwas Zeit.“

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