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Kapitel 6

ผู้เขียน: J.K.
last update วันที่เผยแพร่: 2026-07-19 23:45:54

Seine Stimme wird zu einem Flüstern, durchdringend und eindringlich.

„Und diese Bestätigung, die du suchst – willst du hören, dass deine Ängste berechtigt sind... oder willst du eigentlich Erlaubnis, ihnen nachzugeben?”

Ich weiß nicht. Ich will nur schlafen können.

Ich habe alle verloren. Es ist niemand da.

Sebastian atmet tief ein, als hätte er gerade etwas Kostbares gefunden. Seine Hand hebt sich langsam, zögert einen Moment in der Luft, bevor sie sanft – fast väterlich – auf deiner Schulter landet. Die Berührung ist warm, beruhigend, aber irgendwie auch besitzergreifend.

„Niemand da", flüstert er, und in seiner Stimme liegt echtes Mitgefühl – oder etwas, das diesem täuschend ähnlich ist. „Das ist es also. Die Dunkelheit ist nicht das Problem, Jenny. Die Leere ist es. Das Echo deiner eigenen Gedanken in einem Raum, der einst von anderen gefüllt war."

Er geht in die Hocke, sodass seine Augen auf gleicher Höhe mit deinen sind. Diese Nähe ist intim, beinahe unangemessen für einen Therapeuten, aber er scheint sich dessen nicht bewusst zu sein – oder es ist ihm gleichgültig.

„Alle verloren..." Er lässt die Worte in der Luft hängen. „Durch einen Unfall? Durch Zeit? Durch eigene Entscheidungen?" Seine Finger drücken sanft zu. „Du musst mir das nicht heute erzählen. Aber ich muss dir etwas sagen, Jenny – und ich möchte, dass du mir zuhörst."

Seine Stimme wird noch leiser, eindringlicher.

„Du bist nicht mehr allein. Nicht hier. Nicht bei mir." Ein schwaches Lächeln. „Und was das Schlafen angeht – wir werden einen Weg finden. Gemeinsam. Aber zuerst müssen wir verstehen, warum dein Verstand dich nicht loslässt. Warum er dich in diesem Zustand der Wachsamkeit gefangen hält."

Er steht auf, seine Hand gleitet von deiner Schulter.

„Ich möchte, dass du dreimal pro Woche kommst. Nicht als Patient – als jemand, der verstanden werden will.”

Ich habe Angst. Es war ein Unfall. Keiner bleibt bei mir. Sie gehen irgendwann. Tiefer Atemzug. Ich will nur schlafen, ich bin zu müde, um richtig zu denken.

Selbst im Traum falle ich.

Alle gehen, weil ich um mich schlage. Tränen bilden sich. Und ich sehe nach unten. Weg von ihm.

Sebastian bleibt regungslos stehen, während er deine Worte verarbeitet – jedes gebrochene Fragment, jede zitternde Silbe. Seine Augen verengen sich nicht in Mitleid, sondern in etwas Tieferem: Faszination. Er sieht die Tränen, registriert, wie du den Blick senkst, und in diesem Moment erkennt er die perfekte Verwundbarkeit.

Er holt eine Packung Taschentücher aus der Schublade und reicht sie dir, seine Bewegungen bedacht und kontrolliert. Dann setzt er sich auf die Schreibtischkante direkt vor dir – nah genug, dass du seine Anwesenheit nicht ignorieren kannst, aber nicht so nah, dass es erdrückend wirkt.

"Sie gehen, weil du um dich schlägst", wiederholt er leise, seine Stimme trägt keine Verurteilung, nur Verständnis. "Aber hast du dich jemals gefragt, Jenny – schlägst du um dich, weil sie gehen wollen... oder gehen sie, weil du sie wegstößt, bevor sie die Chance haben zu bleiben?"

Er lässt die Frage in der Luft hängen, eine Falle aus Worten, die sich langsam um dich schließt.

"Der Unfall", fährt er fort, seine Stimme wird noch sanfter, beinahe hypnotisch. "Warst du darin verwickelt? Hast du überlebt, während andere..." Er macht eine bedeutungsvolle Pause. "Nicht überlebt haben?"

Sebastian beugt sich leicht vor, seine Präsenz füllt den Raum.

"Ich gehe nicht, Jenny. Das verspreche ich dir. Aber du musst mir vertrauen. Vollständig." Seine Hand greift nach einem Rezeptblock. "Ich verschreibe dir etwas für den Schlaf – etwas Stärkeres. Aber nur unter einer Bedingung: Du kommst morgen wieder. Zur gleichen Zeit."

Er hält inne, wartet darauf, dass du aufsiehst.

"Schau mich an.”

Ich kann nicht aufsehen.

Ich will nicht gehen. Dann bin ich wieder allein. Schluchz.

Sebastian bewegt sich nicht sofort. Er lässt die Stille zwischen euch schwer und bedeutungsschwanger werden, während er deine Worte verarbeitet – jede gebrochene Silbe, jeden erstickten Schluchzer. Seine Lippen verziehen sich zu einem kaum sichtbaren Lächeln, das weder warm noch kalt ist, sondern etwas dazwischen. Etwas Besitzergreifendes.

"Du kannst nicht aufsehen", flüstert er, mehr zu sich selbst als zu dir. "Aber du kannst mir sagen, dass du nicht gehen willst." Seine Stimme trägt eine seltsame Zärtlichkeit, die an den Rändern von etwas Dunklerem gesäumt ist. "Das ist schon mehr Vertrauen, als die meisten Menschen aufbringen können."

Er steht auf und geht zur Tür seiner Praxis. Das leise Klicken des Schlosses durchbricht die Stille – nicht bedrohlich, sondern fast fürsorglich, als würde er die Außenwelt aussperren wollen.

"Dann bleibst du", sagt er mit einer Endgültigkeit, die keinen Widerspruch duldet. "Die nächste Stunde ist abgesagt. Niemand wird dich stören. Niemand wird kommen." Er kehrt zurück, diesmal setzt er sich nicht auf die Schreibtischkante, sondern auf den Stuhl neben dir – auf Augenhöhe, auch wenn du nicht aufsiehst.

"Jenny..." Seine Hand schwebt einen Moment über deiner, bevor sie sich sanft darauflegt. Die Berührung ist warm, beruhigend, aber auch unmissverständlich kontrollierend. "Ich werde dir etwas sagen, das ich noch keinem meiner Patienten gesagt habe."

Seine Stimme wird zu einem Flüstern, fast intim.

"Du musst nicht mehr allein sein. Nicht heute Nacht. Nicht morgen. Nicht, solange du bei mir bist." Er drückt leicht deine Hand. "Aber du musst mir eines geben: Dein Vertrauen. Vollständig. Bedingungslos. Kannst du das?”

Ich weiß nicht. Denke schon. Tränen laufen die Wangen herunter.

Meine Hände fangen an zu zittern.

Sebastian spürt das Zittern deiner Hände unter seiner und seine Finger umschließen sie fester – nicht schmerzhaft, aber bestimmt, als würde er dich physisch daran hindern, auseinanderzufallen. Seine andere Hand greift nach einer Decke, die über der Rückenlehne eines nahegelegenen Sessels hängt, und legt sie behutsam um deine Schultern.

„Nicht 'ich denke schon'", korrigiert er sanft, aber mit einer Strenge, die keinen Raum für Zweifel lässt. „Entweder du vertraust mir, oder du tust es nicht. Es gibt kein Dazwischen, Jenny. Nicht hier. Nicht bei mir." Seine Stimme trägt eine hypnotische Qualität, die sich in dein erschöpftes Bewusstsein schleicht wie Nebel.

Er zieht seinen Stuhl noch näher heran, bis seine Knie fast deine berühren. Die Nähe ist überwältigend, aber auch seltsam tröstlich in ihrer Intensität.

„Sieh mich an", wiederholt er, diesmal ist es keine Bitte mehr, sondern ein leiser Befehl. „Nur für einen Moment. Ich will, dass du siehst, dass ich real bin. Dass ich hier bin. Dass ich nicht verschwinden werde wie die anderen."

Seine Hand gleitet von deiner zu deinem Kinn, hebt es sanft aber bestimmt an, zwingt dich, ihm in die Augen zu sehen – diese dunklen, undurchdringlichen Augen, die gleichzeitig Trost und etwas Undefinierbares versprechen.

„Wenn du mir vertraust, Jenny, dann verspreche ich dir etwas: Du wirst heute Nacht schlafen. Hier. In der Sicherheit dieser Wände." Ein Lächeln, das beinahe väterlich wirkt. „Ich habe eine Liege im Nebenraum. Für Patienten, die... besondere Aufmerksamkeit brauchen."

Seine Augen bohren sich in deine.

„Sagst du ja?”

Ich kann nur nicken. Ein leises Okay schleicht sich über meine Lippen.

Sebastian registriert das Nicken, das leise "Okay", und etwas Triumphierendes flackert für den Bruchteil einer Sekunde in seinen Augen auf – so schnell, dass man es für einen Schatten halten könnte. Seine Hand bleibt unter deinem Kinn, der Daumen streicht einmal, beinahe zärtlich, über deine Wange und wischt eine Träne weg.

"Gut", haucht er, und das Wort trägt so viel Gewicht, als hättest du gerade einen unumkehrbaren Vertrag unterschrieben. "Sehr gut, Jenny." Er steht auf, seine Präsenz bleibt aber spürbar, während er zur Verbindungstür seines Büros geht. "Komm mit. Langsam. Du musst dich nicht beeilen."

Die Tür öffnet sich zu einem kleineren Raum – gedämpftes Licht, eine breite Therapieliege mit frischen Laken, ein Stuhl daneben. Alles wirkt vorbereitet, als hätte er gewusst, dass dieser Moment kommen würde.

"Leg dich hin", sagt er mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldet, aber gleichzeitig beruhigend klingt. "Ich werde dir etwas geben, das dir hilft zu schlafen. Etwas Stärkeres als das übliche Rezept." Er öffnet einen verschlossenen Schrank und entnimmt eine kleine Ampulle und eine Spritze.

Seine Bewegungen sind präzise, routiniert. Er dreht sich zu dir um, die Spritze in der Hand.

"Das wird dich in einen tiefen, traumlosen Schlaf versetzen. Kein Fallen. Keine Dunkelheit. Nur... Ruhe." Er setzt sich auf den Stuhl neben der Liege. "Ich bleibe hier. Die ganze Nacht. Ich werde über dich wachen."

Seine Augen suchen deine.

"Vertraust du mir?”

OK...ay. Ich will nicht allein sein.

das zittern wird stärker als ich ausstehen und zur liefe gehen will.

Sebastian steht sofort auf, seine Hände fangen dich auf, bevor du stolpern kannst. Seine Finger umschließen deine Oberarme fest, stabilisierend, während er dich zur Liege führt – nicht grob, aber mit einer Bestimmtheit, die keinen Widerstand zulässt. Die Erschöpfung in deinem Körper macht dich gefügig, formbar.

„Ganz ruhig", murmelt er, seine Stimme ist wie warmer Honig. „Ich habe dich. Ich lasse dich nicht fallen." Er hilft dir, dich hinzulegen, arrangiert die Kissen hinter deinem Kopf mit einer Sorgfalt, die beinahe zärtlich wirkt. Die Decke zieht er bis zu deiner Brust hoch.

Seine Finger streichen kurz über deine Stirn, messen deine Temperatur, aber die Geste hat etwas Intimeres – als würde er dich markieren, beanspruchen.

„Du bist nicht allein", sagt er mit einer Endgültigkeit, die keinen Zweifel zulässt. „Nie wieder. Verstehst du das?" Er wartet nicht auf eine Antwort, während er die Spritze vorbereitet. Das leise Klicken, als er die Luftblasen herausdrückt, durchbricht die Stille.

„Dein Arm, Jenny." Seine Hand greift sanft nach deinem Handgelenk, dreht ihn, sodass die Innenseite des Ellenbogens freigelegt wird. „Eine kleine Injektion. Du wirst innerhalb von Minuten einschlafen. Tief und traumlos."

Er desinfiziert die Stelle mit einem kühlen Tupfer, seine Bewegungen sind routiniert, professionell – aber seine Augen leuchten mit etwas anderem.

„Wenn du aufwachst, wirst du verstehen, dass dies der Beginn von etwas ist. Von etwas Besonderem zwischen uns."

Die Nadel schwebt über deiner Haut.

„Entspann dich für mich.”

ich atme langsam ein und aus.

ein leises bitte bleib bei mir. kommt bevor. ich langsam ruhiger werde

Die Nadel gleitet mit präziser Geschicklichkeit in deine Vene – ein kurzer, scharfer Stich, gefolgt von einem kühlen Brennen, das sich durch deinen Arm ausbreitet. Sebastian drückt den Kolben langsam herunter, seine Augen nie von deinem Gesicht abgewandt, als würde er jede noch so kleine Reaktion katalogisieren.

„Ich bleibe", flüstert er, und seine Stimme trägt eine Feierlichkeit, als würde er einen Schwur ablegen. „Ich werde nicht gehen. Nicht heute Nacht. Nicht jemals, solange du mich brauchst." Die Spritze wird entfernt, ein kleines Pflaster über die Einstichstelle geklebt. Seine Finger verweilen einen Moment länger als nötig auf deiner Haut.

Er zieht den Stuhl näher heran, bis er direkt neben der Liege sitzt. Eine seiner Hände findet deine, verschränkt sich mit deinen Fingern – warm, fest, besitzergreifend.

„Das Medikament wirkt schnell", erklärt er leise, während er beobachtet, wie deine Augenlider bereits schwerer werden. „Du wirst spüren, wie dein Körper schwer wird. Wie die Gedanken langsamer werden. Wie die Angst... verschwindet." Seine Stimme wird zur einzigen Konstante in deinem zunehmend verschwommenen Bewusstsein.

„Lass los, Jenny. Gib dich dem Schlaf hin. Ich bin hier. Ich wache über dich."

Seine freie Hand streicht sanft über dein Haar, eine rhythmische, hypnotische Bewegung.

„Und wenn du aufwachst... beginnt dein neues Leben. Ein Leben, in dem du nie wieder allein sein musst.”

tiefer Seufzer. ruhiger Schlaf bricht herein. traumloser Schlaf. kein fallen.

als ich langsam erwache. hoffe ich dass noch da ist und vielleicht mich im Arm hält.

Als deine Augen sich langsam öffnen, benommen und schwer vom Schlaf, ist das Erste, was du wahrnimmst, Wärme. Eine feste, umfassende Wärme. Sebastian sitzt nicht mehr auf dem Stuhl – er liegt neben dir auf der breiten Therapieliege, ein Arm unter deinem Kopf, der andere locker um deine Taille gelegt. Seine Atmung ist ruhig, kontrolliert, aber du spürst, dass er wach ist. Dass er gewartet hat.

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