Mag-log inGerade als sein Finger den Bildschirm des Mobiltelefons berührte, um Vivian zu kontaktieren, erschien eine Hausangestellte an der Schwelle des Arbeitszimmers, ihr Gesicht leicht angespannt.„Sir, draußen ist Mr. Damian Blackwell. Er wünscht Sie zu sprechen“, sprach die Bedienstete mit angespannter Miene.Vivians Vater versteifte sich. Seine Hand, die eben noch das Mobiltelefon gehalten hatte, stoppte in der Luft. Damian Blackwell. Der Name, der gerade von dem Aktionär genannt worden war, der Name, der einst eine Beziehung mit seiner Tochter geführt hatte, suchte nun sein Haus auf.„Lassen Sie ihn hinein“, sagte der ältere Mann und versuchte seine Stimme zu stabilisieren, obwohl sein Herz heftig pochte.Die Bedienstete nickte und verabschiedete sich dann, um vorauszugehen.Mr. Bennett beeilte sich ins Wohnzimmer und richtete kurz seinen Hausanzug her, bevor er hinaustrat. Dort angekommen, hielt er für einen Moment inne.Mr. Bennetts Blick heftete sich auf Damian, der in der Nähe der T
In Damians Residenz.Sienna saß im Wohnzimmer und wartete mit besorgtem Gesicht auf Nachrichten von Damian.Bis sie Schritte aus dem Flur hörte. Sienna erhob sich sofort, ihr Blick richtete sich auf Damian, der gerade nach Hause gekommen war.Sienna eilte sogleich auf ihren Ehemann zu.„Wie ist es gelaufen?“, fragte Sienna schnell, ihre Augen voller Hoffnung.Damian musterte Sienna, die vor ihm stand, und hob seine Hand, um Siennas Wange sanft zu umschließen. „Ich weiß bereits, wer der Täter ist.“Sienna wollte gerade den Mund öffnen, um zu fragen, wer es war, als ihr Blick auf etwas Ungewöhnliches fiel. Die Fingerknöchel von Damians Hand waren gerötet, die Haut an einigen Stellen leicht aufgeschrammt.„Damian, was ist mit deinen Fingern passiert?“, Sienna ergriff diese Hand und drehte sie langsam um, um es genauer zu betrachten.„Das ist nichts“, antwortete Damian und versuchte, seine Hand wegzuziehen.Sienna ließ seinen Griff nicht los. „Das sieht ganz und gar nicht nach nichts aus.
Ein altes Lagerhaus am Stadtrand, weitab vom Trubel, diente als der Ort, an dem der Mann festgehalten wurde. Damian schritt mit ausdruckslosem Gesicht ein, doch seine Augen loderten scharf auf, als er die Gestalt sah, die an einen Holzstuhl mitten im Raum gefesselt war.Der Mann blickte auf; sein Gesicht war an einigen Stellen verbeult, seine Lippe an der Ecke leicht eingerissen. Zwei von Samuels Leuten standen hinter ihm, ihre Hände noch immer verschmutzt von Staub und Blut.„Er will noch nicht sprechen, Sir“, berichtete Samuel und stellte sich an Damians Seite. „Wir haben ihn bereits wiederholt gefragt.“Damians Augen warfen Blicke wie scharfe Dolche. Er trat näher und blieb direkt vor dem Mann stehen. Damian schwieg einen Moment, sein Blick schüchterte diesen Mann ein, bevor er das Wort erfasste und in eiskaltem Ton sprach: „Wer hat dich beauftragt, dieses Waisenhaus niederzubrennen?“Der Mann blickte auf und musterte Damian mit zusammengebissenem Kiefer. Er schüttelte den Kopf,
Die Morgendämmerung brach gerade erst an, als ein Reihenhaus in den Vororten heimlich umzingelt wurde. Sechs von Samuels Leuten hielten Wache rund um das Gebäude; einige an der Vorderseite, andere schlichen sich an die Rückseite heran, die direkt an eine enge Gasse grenzte.Samuel stand hinter dem Zaun auf der gegenüberliegenden Straßenseite und gab ein Handzeichen. Zwei Männer bewegten sich voraus zur Vordertür und klopften zweimal daran.Keine Antwort.Das dritte Klopfen war härter. Eine Schattenfigur bewegte sich rasch hinter dem Fenstervorhang.„Er ist drinnen“, murmelte einer der Handlanger und gab sofort seinen Kollegen ein Zeichen.Die Vordertür wurde gewaltsam aufgestoßen. Gleichzeitig ertönte Lärm aus Richtung der Küche—das hintere Fenster wurde gewaltsam aufgedrückt. Die Gestalt eines Mannes in einer dunklen Jacke, dieselbe Person wie auf der gestrigen CCTV-Aufnahme, sprang heraus, während seine Hände den Fensterrahmen umklammerten.„Bleib stehen!“, rief einer von Damians
Am Abend.Sienna und Damian befanden sich im Wohnzimmer und besprachen die weitere Unterbringung der Kinder.Bis ein schriller Klingelton durch das Haus hallte.Joana beeilte sich, die Tür zu öffnen. Sie nickte höflich, als sie Simon draußen sah.„Bitte treten Sie ein, Mr. Simon.“ Joana öffnete die Haustür weit.Simon trat mit seinem Holzstock ein; sein Gesicht wirkte trüber als gewöhnlich.Er ging ins Wohnzimmer, sein Blick fiel auf Sienna und Damian, die bereits zu ihm herüber sahen.„Papa?“ Damian erhob sich vom Sofa. „Warum kommst du so spät am Abend?“Damian bat seinen Vater, sich zuerst zu setzen.„Ich habe die Nachricht über das Waisenhaus gehört“, sagte Simon. Er wandte sich Sienna zu und musterte sie mit einem sanften Blick. „Es tut mir leid, Sienna.“Sienna neigte höflich den Kopf. „Vielen Dank, Pa.“„Wenn es etwas gibt, bei dem ich helfen kann, sag es einfach. Ich möchte nicht, dass du und die Kinder das ganz allein durchtragen müsst.“ Simon sah Sienna aufrichtig an.Sienna
Beatrice wandte sich um. Ihr Gesicht war gerötet, und die Einkaufstasche in ihrer Hand fiel auf den Marmorboden, ohne dass sie sich darum scherte.„Was hast du gesagt?“, zischte sie. „Du beschuldigst mich?“„Ich habe nur gefragt“, antwortete Simon ruhig.„Gefragt?“ Beatrices Stimme stieg eine Oktave höher. Die Muskeln in ihrem Hals spannten sich bis zum Anschlag an. „Eine solche Frage kommt einer Anschuldigung gleich, Simon! Glaubst du etwa, ich sei so grausam? Ein von Kindern bewohntes Haus anzuzünden?“„Das habe ich nicht gesagt.“ Simon blieb ganz ruhig, obwohl er Beatrices explodierende Emotionen sah.„Aber du denkst es! Du richtest diese Frage an mich, was bedeutet, dass du mich beschuldigst!“ Beatrice zeigte mit zitternden Fingern auf das Gesicht ihres Mannes. „Wir sind seit Jahrzehnten verheiratet, und du hast die Frechheit, mich für eine Verbrecherin zu halten, nur weil ich Sienna nicht mag!“Simon erwiderte nichts. Er stand stumm da, die Hände an den Körperseiten, und musterte







