Mag-log in### VIVIANS PERSPEKTIVEAls ich am nächsten Morgen aufwachte, war Damian nirgends zu sehen. Ich erinnerte mich daran, wie er mich den ganzen Weg zu seinem Haus getragen, mich gebadet und mich in den Schlaf gewiegt hatte.Ich hätte nie gedacht, dass er so fürsorglich zu einer Frau sein konnte.„Es tut mir leid, dass ich nicht hier war, als du aufgewacht bist. Ich habe letzte Nacht zu lange geschlafen, deshalb konnte ich es nicht rechtzeitig schaffen“, sagte ich zu Mia, die blass aussah.„Die Krankenschwester hat mir erzählt, dass du dich geweigert hast zu gehen. Sie sagte, dein Mann musste dich den ganzen Weg nach draußen tragen.“ Ihre Stimme war so schwach, dass mir die Brust schmerzte.„Gott, es tut mir so leid, Mia.“ Mein Kopf sank nach unten. „Du solltest nicht hier liegen. Das alles ist meine Schuld.“ Ich schniefte und hielt ihre kalten, zerbrechlichen Finger in meiner Hand.Sie lachte schwach. „Es ist nicht deine Schuld, Vivian. Ich habe zufällig alles gesehen, und natürlich würd
DAMIANS PERSPEKTIVEDie Tür quietschte, als Marcus und ich eintraten. Er schlug die rostige Tür hinter uns zu.Ich hatte mir nicht einmal die Mühe gemacht, ihn anzuweisen, sie in den Keller des Vanguard-Anwesens zu bringen. Ich brauchte einen Ort, an dem sich die Geier an ihren Leichen bedienen würden.Der Ort war ein unterirdischer Bunker, in dem ich mich die meiste Zeit um Verräter kümmerte. Um diejenigen, die ich für unverbesserlich hielt. Es war eine Weile her, seit ich das letzte Mal hier gewesen war.„Nehmt ihnen die Augenbinden ab“, befahl ich.Marcus nickte und entfernte die Augenbinden der drei muskulösen Arschlöcher. Sie blinzelten gegen das Licht über ihnen und kämpften gegen die Ketten an, mit denen sie gefesselt waren.„Wer zum Teufel seid ihr? Zeigt eure Gesichter, wenn ihr euch traut!“, brüllte einer von ihnen und versuchte, hart zu klingen.Langsam trat ich aus der dunklen Ecke des Raumes und stellte mich vor sie. Als sie mich sahen, weiteten sich ihre Augen.„Was zum
VIVIANS PERSPEKTIVEIch sank vor der Notaufnahme zu Boden. Meine Hände zitterten, während ich mich an der Tür festklammerte.„Rettet sie! Bitte!“, schluchzte ich.Das Licht über der Tür leuchtete rot, was bedeutete, dass sie mit der Operation begonnen hatten. Ich blickte auf meine Hände hinunter, die mit Mias Blut bedeckt waren. Meine Augen waren geschwollen, und mein ganzer Körper hörte nicht auf zu zittern. Nicht vor Wut, sondern vor Angst.Was, wenn sie es nicht schaffte?Ihr Tod würde meine Schuld sein. Sie hatte die Kugel für mich abgefangen.Ein lautloses Schluchzen entwich meinen Lippen. „Es tut mir so leid, Mia“, brachte ich unter Tränen hervor.Die Tränen flossen noch stärker. Zitternd atmete ich aus und klammerte mich an die kleine, kaputte Kamera, mit der sie mich gerettet hatte.„Vivian?“Eine laute Stimme dröhnte hinter mir, aber es war mir egal. Mein Körper hörte einfach nicht auf zu zittern.„Vivian?“Bevor ich mich umdrehen konnte, wurde ich gegen eine harte Brust gez
VIVIANS PERSPEKTIVEDie letzte Vorstandssitzung war angespannt gewesen. Die Vance Group herrschte im völligen Chaos wegen des neuen Konkurrenten auf dem Markt.Was mich betraf, hatte ich meinen Teil dazu beigetragen, die Lage zu beruhigen. Ein Problem schaffen und eine Lösung dafür finden. Ganz einfach. Ich hatte den Stolz in ihren Augen gesehen, als ich ihnen letzte Woche die neuen Tools präsentierte, die ich für das Unternehmen entwickelt hatte. Außerdem hatte ich deutlich gemacht, was ich im Gegenzug wollte. Victor hatte Einwände erhoben, aber der Rest nicht. Also werden wir sehen, wie es läuft.Ich stieß die Tür zum Konferenzraum auf und trat ein. Als sie mich sahen, standen alle auf und applaudierten.„Vivian, schön, dass Sie heute bei uns sind“, sagte Mr. Smith, wobei der Stolz deutlich in seiner Stimme zu hören war. „Kommen Sie, setzen Sie sich.“ Er deutete auf den Stuhl neben sich.Ich schenkte ihnen allen ein höfliches Lächeln und nickte, bevor ich mich setzte.„Wir haben ges
DAMIAN PERSPEKTIVEIch saß hinter meinem Schreibtisch und hatte den Blick auf den Bildschirm gerichtet, während Marcus vor mir stand.„Hast du etwas herausgefunden?“„Nicht viel, Sir. Wir haben die Überwachungsaufnahmen aus dem Club überprüft, aber der Mann hat sein Gesicht kaum gezeigt. Er kam durch den Privateingang herein und ging mit denselben zwei Männern, die Evelyn hineingebracht hatten.“Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und trommelte mit den Fingern gegen die Armlehne. „Hast du das Auto gefunden?“„Ja. Wir haben das Kennzeichen zurückverfolgt, aber der Halter ist noch unbekannt. Wir untersuchen die Sache weiter.“Ich stieß frustriert den Atem aus. Evelyn Hastings. Was genau hatte sie diesmal vor?„Such weiter. Ich will wissen, wer dieser Mann ist und was er mit Evelyn zu tun hat.“Marcus nickte.„Da wäre noch etwas“, fügte er hinzu. „Mr. Wilson hat begonnen, Maßnahmen gegen die Vance Group zu ergreifen.“Ein kleines Lächeln umspielte meine Lippen. „Schon?“„Er hat einen
EVELYNS PERSPEKTIVE„Wie viele Jahre ist es her, und diese Stadt sieht immer noch genauso aus“, sagte er mit dem Rücken zu mir, während er aus dem Fenster blickte.Ich trat hinter ihn und schlang meine Arme um seine Taille.„Willkommen zurück, Mr. Wolfe.“Er löste meine Arme von sich und drehte sich zu mir um. Mit einem Finger hob er mein Kinn an.„Evelyn, immer noch so schön wie eh und je. Sag mir, wie läuft es hier bei dir?“Seine tiefe Stimme hallte in mir wider. Ich biss mir auf die Unterlippe und lächelte verführerisch.„Ich habe ein Problem, das beseitigt werden muss, und du ...“ Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und leckte über seinen Kiefer. „Mr. Wolfe, bist die einzige Person, die mir dabei helfen kann.“Er sah auf mich hinunter und hob eine Augenbraue. Dann schob er mich sanft zurück und ging zur Couch hinüber, wo er sich hinsetzte und die Beine übereinanderschlug.Es war schon immer schwer gewesen, ihn zufriedenzustellen, aber um Vivian zu zerstören, würde ich alles tu







