MasukYuna Sommer wurde Zeugin des widerlichsten Verrats ihres Mannes Henrik Wolfhardt – er hatte seine Schwägerin Chiara Jensen geschwängert und rechtfertigte sich auch noch ungeniert: „Du kannst keine Kinder bekommen. Unsere Familie darf nicht aussterben.“ Wie zynisch. Damals war es derselbe Mann gewesen, der neunmal vor ihr auf die Knie gefallen war, der geschworen hatte, sich lieber sterilisieren zu lassen, als jemals Kinder zu wollen. Wenn die Liebe schon zur Farce verkommen war, dann brauchte sie auch keine Würde mehr zu wahren. Noch in derselben Nacht wählte sie jene Nummer, die niemand zu wählen wagte, und heiratete den mächtigsten Mann von Südstadt. Sie sahen sich erst auf ihrer Hochzeit wieder. Henrik brach endlich zusammen, kniete vor ihr nieder und flehte: „Liebling, ich habe Fehler gemacht. Gib mir noch eine Chance, bitte, nur eine einzige…“ Doch Yuna trat einen Schritt zurück – genau in die Arme des Mannes hinter ihr. Adrian Wolfhardt, der berüchtigte „Schattenherrscher“ mit dem eiskalten Blick und der erbarmungslosen Hand, der die halbe Stadt im Griff hielt, legte den Arm fest um ihre Taille. Seine Stimme war schneidend kalt: „Du scheinst zu vergessen, wer hier mit wem verwandt ist.“ „Ab heute ist sie meine Frau.“
Lihat lebih banyakAls Henrik aus der Hochzeitshalle gestoßen wurde, eilten Sieglinde und Chiara gerade hinter ihm her.Sieglinde sah Henriks aschfahles Gesicht und brach gleichzeitig in Mitleid und Wut aus. Vor der verschlossenen Tür der Hochzeitshalle schimpfte sie wie ein Rohrspatz.„Diese durchtriebene, niederträchtige Yuna! Wie kann sie es wagen?! Sie weiß doch, dass du und Adrian Todfeinde seid, und heiratet ausgerechnet ihn! Damit will sie dir doch ganz absichtlich das Herz brechen! Sie ist boshaft, durch und durch boshaft!“Chiara jubelte innerlich, am liebsten wäre sie vor Freude getanzt.Doch nach außen setzte sie sofort einen besorgten, nervösen Ausdruck auf. Zart und sanft trat sie heran und stützte Henriks unverletzten Arm.„Henrik, beruhige dich. Was geschehen ist, ist geschehen … die Zeit für die Anerkennung des Kindes läuft ab, so viele Gäste warten. Wenn wir es jetzt nicht durchziehen, wird das Kind später ausgelacht werden.“„Lass uns erst das, was jetzt zählt, zu Ende bringen, ja? Alle
Adrian kniff die Augen zusammen. Sofort lag etwas Gefährliches in der Luft.Henrik trat vor sie hin, versuchte nach ihrem Arm zu greifen, seine Stimme überschlug sich vor Erregung.„Du gehst zu weit! Yuna! Du gehst zu weit! Komm sofort mit!“Yuna trat einen Schritt zurück und entzog sich seiner Berührung. Ihr Blick war eiskalt.„Zu weit? Henrik, glaubst du immer noch, ich treibe nur ein Spiel mit dir?“„Was sollte das sonst sein? Eine Ehe ist kein Spiel. Adrian ist erst recht kein Werkzeug, um dich zu provozieren. Komm zur Vernunft.“Henrik knurrte mit gequälter Miene: „Du bist meine Frau! Wir haben unsere Hochzeitszeremonie längst gefeiert!“„Vor dem Gesetz haben wir keinerlei Verbindung.“Yuna erinnerte ihn ruhig, doch grausam. „Und ab jener Schneenacht, in der du es deiner Mutter überlassen hast, mich aus dem Haus zu jagen, war es zwischen uns vorbei.“„Das war doch nur … nur eine Notlösung. Ich liebe dich, du musst doch verstehen, was mich dazu gezwungen hat…“Henrik suchte zusamme
Im nächsten Moment schüttelte er energisch den Kopf, versuchte, den absurden Gedanken loszuwerden.Nein! Unmöglich! Das war Christine!Heute war Adrians und Christines Hochzeit!Er war wirklich verrückt geworden, dass er in ihr Yuna gesehen hatte.„Henrik! Die Zeremonie beginnt gleich, was stehst du noch am Eingang herum?“Sieglinde kam aus dem Saal, drängte unzufrieden. „Diese Yuna, die kein Kind zustande bringt – soll sie doch wegbleiben. Wer braucht sie schon als Mutter meines Enkels? Was für ein Unglück!“Henrik zog die Brauen zusammen, sagte stur: „Noch ein wenig. Sie wird kommen.“Er kannte Yuna, sie war weichherzig, sie würde nicht so erbarmungslos sein …Chiara wiegte das Kind im Arm und sah Henriks abwesenden Blick. Ihr Blick verfinsterte sich.Heimlich streckte sie die Hand aus und kniff das Baby in den kleinen Schenkel.„Uääähh –!“Das Kind brach in herzzerreißendes Weinen aus.Sieglinde nahm es Chiara sofort liebevoll aus dem Arm: „Ojeoje! Warum schreit Omas süßer Enkel so?
Yuna zog die Brauen hoch und nahm das Gespräch an.Sofort drang Chiaras Stimme an ihr Ohr – absichtlich laut, berstend vor Triumph.„Yuna, hast du die Nachrichten gesehen? Heute findet im Kaiserhof, dem nobelsten Hotel der Stadt, die feierliche Anerkennung meines Sohnes statt.“„Henrik hat angeordnet, dass es die größte und prächtigste Feier wird. Alles, was in Südstadt Rang und Namen hat, wird kommen!“„Ab heute weiß ganz Südstadt: Mein Sohn ist Henriks rechtmäßiger ältester Sohn. Sein künftiger Erbe! Was zwischen Henrik und mir ist, kann niemand mehr zerstören. Wir werden für immer eine glückliche Familie sein.“Chiaras Provokation prallte an Yuna ab. Sie sah die strahlende Gestalt im Brautkleid im Spiegel und empfand nur tiefen Spott.„Chiara, bist du dir sicher, dass du mich gerade jetzt herausfordern willst?“Ihre Lippen öffneten sich leicht, ihre Stimme war eiskalt. „Henrik kann es doch kaum erwarten, dass ich zur Anerkennungsfeier komme. Was meinst du, wenn ich jetzt vorbeikomme





