Du mit ihr, ich mit deinem Cousin

Du mit ihr, ich mit deinem Cousin

Oleh:  TanjaBaru saja diperbarui
Bahasa: Deutsch
goodnovel4goodnovel
Belum ada penilaian
30Bab
4Dibaca
Baca
Tambahkan

Share:  

Lapor
Ringkasan
Katalog
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi

Yuna Sommer wurde Zeugin des widerlichsten Verrats ihres Mannes Henrik Wolfhardt – er hatte seine Schwägerin Chiara Jensen geschwängert und rechtfertigte sich auch noch ungeniert: „Du kannst keine Kinder bekommen. Unsere Familie darf nicht aussterben.“ Wie zynisch. Damals war es derselbe Mann gewesen, der neunmal vor ihr auf die Knie gefallen war, der geschworen hatte, sich lieber sterilisieren zu lassen, als jemals Kinder zu wollen. Wenn die Liebe schon zur Farce verkommen war, dann brauchte sie auch keine Würde mehr zu wahren. Noch in derselben Nacht wählte sie jene Nummer, die niemand zu wählen wagte, und heiratete den mächtigsten Mann von Südstadt. Sie sahen sich erst auf ihrer Hochzeit wieder. Henrik brach endlich zusammen, kniete vor ihr nieder und flehte: „Liebling, ich habe Fehler gemacht. Gib mir noch eine Chance, bitte, nur eine einzige…“ Doch Yuna trat einen Schritt zurück – genau in die Arme des Mannes hinter ihr. Adrian Wolfhardt, der berüchtigte „Schattenherrscher“ mit dem eiskalten Blick und der erbarmungslosen Hand, der die halbe Stadt im Griff hielt, legte den Arm fest um ihre Taille. Seine Stimme war schneidend kalt: „Du scheinst zu vergessen, wer hier mit wem verwandt ist.“ „Ab heute ist sie meine Frau.“

Lihat lebih banyak

Bab 1

Kapitel 1

„Henrik, das Kind in ihrem Bauch – ist es deins?“

Yuna war kreidebleich. Sie traute ihren eigenen Ohren nicht.

Vor sieben Monaten war Henriks älterer Bruder Erwin Wolfhardt bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Aus Mitleid mit Chiara Jensen, der jungen Witwe, die zudem schwanger war, hatte Yuna sich aufopferungsvoll um sie gekümmert. Tag für Tag hatte sie ihr Brühe gekocht und sie zu jedem Vorsorgetermin begleitet. Und das war jetzt der Dank dafür – ein Dolchstoß in den Rücken, niederträchtiger, als sie es sich je hätte ausmalen können.

Niemals hätte sie geglaubt, dass Henrik, der sie auf Händen getragen hatte, sie betrügen würde.

„Erklär mir das. Sofort.“

Ihre Stimme zitterte so sehr, dass sie kaum Worte fand. Sie starrte den Mann auf dem Sofa an, als wollte sie ihn mit Blicken durchbohren.

Das Licht warf Schatten auf seine zusammengezogenen Brauen. Von seiner gewohnten vornehmen Gelassenheit war nichts mehr zu spüren – stattdessen lastete etwas auf ihm, das ihm fast den Atem nahm.

Er stieß einen tiefen Seufzer aus.

„Yuna, beruhige dich.“

„Die Familie … braucht einen Erben.“

Bei diesen Worten zog sich Yuna das Herz zusammen.

Vor drei Jahren hatte sie sich bei Henriks Rettung die Gebärmutter so schwer verletzt, dass die Ärzte ihr kaum noch Hoffnung auf Kinder gemacht hatten.

Damals, an ihrem Krankenbett, hatte er ihr feierlich geschworen: „Ich brauche nur dich. Was sind schon Kinder? Ich will mein Leben lang keine.“

„Einen Erben braucht ihr also.“ Yuna lachte bitter auf, und endlich strömten ihr die Tränen über die Wangen. „Und dafür schläfst du mit der Frau deines toten Bruders? Henrik, wie kannst du nur so widerlich sein?“

Klatsch.

Eine Ohrfeige traf sie mit voller Wucht.

Ihre Schwiegermutter, Sieglinde Sauer, sah sie voller Abscheu an. „Was redest du da mit Henrik, du undankbares Stück? Sein Bruder ist tot – jetzt muss eben Henrik dafür sorgen, dass die Familie weiterbesteht. So gehört sich das. Du hast hier nichts zu sagen.“

„Und überhaupt – du bist unfruchtbar. Womit willst du hier groß auftrumpfen? Sei froh, dass Henrik dich nicht längst vor die Tür gesetzt hat. Auf Knien danken solltest du ihm.“

Unfruchtbar.

Yuna hielt sich die brennende Wange und sah Henrik ungläubig an. So also dachte er in Wahrheit über sie.

Dankbar sein?

Dass er sie nicht verstoßen hatte, sollte sie als unermessliche Gnade empfinden?

Hatte sie ihn damals etwa angefleht, sie zu heiraten? Es war Henrik gewesen, der ihr neunmal einen Antrag gemacht hatte.

Henrik, der ihr immer wieder geschworen hatte, keine Kinder zu wollen.

Henrik, der mit dem Sterilisationsformular in der Hand vor ihr gestanden und mit Tränen in den Augen um eine einzige Chance gebettelt hatte. Dieses Formular lag bis heute in ihrem Tresor.

Henrik sah die roten Striemen auf ihrer blassen Wange. In seinen Augen flackerten Mitleid und Gereiztheit. Doch was geschehen war, war geschehen.

„Erwin ist tot. Es liegt jetzt an mir, für den Fortbestand der Familie zu sorgen. Du … kannst keine Kinder bekommen, das ist nun einmal so. Wir beide müssen damit leben.“

„Du magst doch Kinder. Wenn es da ist, geben wir es dir zur Adoption. Es wird dich Mama nennen, und wir können zu dritt glücklich zusammen leben.“

„Was…“

Yuna war zum Erbrechen zumute. „Soll ich also auf den Knien danken, dass ich frei Haus zur Mutter befördert werde?“

„… Yuna, ich rede vernünftig mit dir. Musst du wirklich so giftig werden?“

Henriks Brauen zogen sich zusammen, in seinen Augen glomm Ungeduld.

„Ich biete dir einen Sohn auf dem Silbertablett, und dir geschieht damit Unrecht? Du undankbares Geschöpf!“

Sieglinde stürzte plötzlich auf sie zu und stieß sie grob vor sich her. „Raus! Raus mit dir! Geh nach draußen und überleg dir gut, wie sich Henriks Frau zu benehmen hat. Solange du das nicht begriffen hast, kommst du nicht zurück.“

Es war nach zehn Uhr abends. Draußen tobte ein Schneesturm, die Kälte schnitt bis ins Mark. Das Thermometer war längst weit unter null gefallen.

Und sie wollten Yuna in einem dünnen Kleid vor die Tür setzen.

Unwillkürlich blickte sie zu Henrik. Sie hoffte gegen alle Vernunft, dass er sich für sie einsetzen würde. Doch ihre Blicke trafen sich nur kurz – seine waren schwer, undurchschaubar.

Er zog die Brauen zusammen, ballte die Fäuste, dass die Knöchel weiß hervortraten. Nach kurzem Zögern wandte er den Kopf weg.

Er entschied sich für das Schweigen.

Er ließ es zu, dass seine Mutter sie auf diese Weise in die Knie zwang.

Krach.

Die schwere Eichentür fiel mit voller Wucht ins Schloss. Der Riegel klickte – ein eisiges, schneidendes Geräusch.

Im Nu umfing sie eine Kälte, die bis ins Mark drang.

Yuna stand starr auf den vereisten Stufen und blickte auf die verschlossene Tür, regungslos, wie versteinert.

Drei Jahre Ehe.

Es hatte eine Zeit gegeben, da war Henrik wirklich gut zu ihr gewesen.

Sie strampelte im Schlaf gerne die Decke weg – Nacht für Nacht hatte er sie ihr geduldig wieder zugedeckt, immer und immer wieder.

Sie hatte einmal in einer Zeitschrift einen Blick zu lange auf ein Designerstück geworfen – am nächsten Tag hingen nicht nur dieses Stück, sondern die gesamte Saisonkollektion in ihrem Ankleidezimmer.

Er reiste nicht gerne, doch wenn sie es wollte, ließ er alles stehen und liegen und brachte sie noch am selben Tag zum Flughafen.

Sie hatte geglaubt, den richtigen Mann geheiratet zu haben.

Doch jetzt zeigte sich: Vor der sogenannten „Verantwortung“ und „Realität“ der Familie zerbrach seine Liebe wie dünnes Glas.

Als ihre Bedürfnisse mit denen seiner Familie zusammenstießen, hatte er sich entschieden, sie zu opfern. Ohne sie auch nur zu fragen.

Er rechnete fest damit, dass sie als Frau ohne Anhang in dieser Stadt nirgendwohin gehen konnte.

Er rechnete damit, dass sie ihn liebte und es nicht über sich bringen würde, ihn zu verlassen, dass sie zähneknirschend einknicken und dieses uneheliche Kind anerkennen würde.

Er rechnete damit, dass sie verheiratet waren – und dass sie ohne sein Einverständnis nie loskäme.

Doch eines hatte er vergessen.

Damals, als Sieglinde mit Selbstmord gedroht hatte, hatten Henrik und sie nur eine kleine, stille Trauung abgehalten. Standesamtlich geheiratet hatten sie nie.

Yuna war juristisch nie seine Ehefrau gewesen.

Ein zerbrochenes, eiskaltes Lächeln zog sich über ihre Lippen. In ihren Augen lag die Klarheit eines Menschen, in dem alles erloschen war.

Henrik Wolfhardt.

Ich will dich nicht mehr.

Yuna zog ihr Handy heraus. Mit klammen Fingern wählte sie eine Nummer, die sie lange verschlossen gehalten hatte.

Langsam sagte sie: „Gilt dein Wort von damals noch, Adrian?“

„Frau Sauer, Herr Wolfhardt … Yuna ist eben mit dem Auto weggefahren…“ Elenas Stimme klang verstört und verängstigt.

„Weggefahren?“

Sieglinde verzog das Gesicht. „Sie bittet uns nicht einmal um Verzeihung und wagt es trotzdem, einfach abzuhauen? Hat sie den Verstand verloren?“

„Es … die Sache hat Yuna wirklich hart getroffen. Ich glaube, sie ist zutiefst verletzt.“

Elena seufzte. „Herr Wolfhardt, wollen Sie ihr nicht doch nachfahren? Jetzt holen Sie sie noch ein.“

Henrik blickte düster aus dem Fenster, doch er rührte sich nicht. „Nicht nötig.“

Er kannte Yuna zu gut. Selbst wenn ihr das Herz blutete – sie konnte ihre Liebe zu ihm nicht einfach wegwerfen.

Nur eine kleine Trotzphase. Wenn sie wieder zur Vernunft kam, würde sie von selbst zurückkommen.

„Eben. Wozu hinterherlaufen? Ohne Henrik kommt sie doch nicht aus. Morgen kriecht sie kleinlaut zurück.“

Sieglinde redete sich immer mehr in Rage und sah Yuna schon vor sich, wie sie demütig um Verzeihung flehte. „Mit einer Entschuldigung kommt sie diesmal aber nicht davon. Wir müssen sie ordentlich zurechtweisen, damit sie es nie vergisst: Wer Henriks Frau sein will, hat zu kuschen.“

„Henrik, dieses Mal darfst du nicht nachgeben. Du hast sie viel zu sehr verwöhnt, deshalb ist sie so übermütig geworden.“

„Wenn sie zurück ist, soll sie sich zur Wochenbettpflegerin ausbilden lassen. Chiara ist zart, sie hält die Strapazen mit dem Kind nicht aus. Yuna, dieses unfruchtbare nichtsnutzige Ding, kann sie wenigstens bedienen. Soll sie der Familie wenigstens noch zu etwas nütze sein.“

Elena holte tief Luft, ihr Herz krampfte sich zusammen. So abgrundtief jemanden zu erniedrigen – würde Yuna das wirklich noch schlucken?

Sicher war sie sich nicht. Bisher hatte Yuna ja immer alles ertragen.

Am nächsten Tag tobte der Schneesturm noch immer.

Ein Rolls-Royce Phantom in der Topausstattung pflügte sich durch den dichten Schnee und hielt vor der Villa der Wolfhardts.

Yuna stieß die Tür auf und stieg aus. In der Hand hielt sie eine brandneue Eheurkunde.
Tampilkan Lebih Banyak
Bab Selanjutnya
Unduh

Bab terbaru

Bab Lainnya
Tidak ada komentar
30 Bab
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status