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Kapitel 24

Penulis: Jocelyne
last update Tanggal publikasi: 2026-09-24 04:59:52

Dominics Perspektive

Ich habe Marcus nicht angerufen. Ich habe keinem einzigen Fahrer, Assistenten oder Familienmitglied etwas davon erzählt. Zum ersten Mal in meinem gesamten Erwachsenenleben wachte ich auf und plante etwas Egoistisches, Privates und völlig Normales.

Sienna blinzelte verschlafen, als ich ihr sagte, sie solle sich einen lässigen Pullover schnappen und die High Heels zu Hause lassen. Wir nahmen nicht die gepanzerte schwarze Limousine mit getönten Scheiben. Ich mietete eine unauf
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    Aus Siennas PerspektiveIch stieg als Erste aus dem schwarzen Hubschrauber, meine Absätze klackerten auf dem Steinbelag, die Sonnenbrille saß fest, mein Blazer saß perfekt. Das hier war nicht Northridge Manor mit seinen erdrückenden Ahnenporträts und wertenden Tanten in Perlenketten. Das hier war offener Krieg, getarnt als steuerlich absetzbare Wohltätigkeitsveranstaltung. Paare in aufeinander abgestimmter Designer-Resortkleidung drängten sich um den zentralen Pavillon, nippten an Sprudelwasser und musterten sich gegenseitig wie Rennpferde auf der Koppel.Dominic sprang hinter mir her, das dunkle Sakko über einen Finger gehängt, und trug dieses langsame, gefährliche Grinsen, das normalerweise bedeutete, dass jemandes Marktanteil kurz vor der Liquidation stand.„Hör auf, so zu gucken, als würdest du gleich die ganze Halbinsel zwangsversteigern“, murmelte ich und stieß ihm mit dem Ellbogen in die Rippen, während wir zum Check-in gingen. „Lächle, als wärst du froh, Geld für Waisenkinder

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    Aus Siennas PerspektiveMeine Rippen fühlten sich hohl an, als das Morgenlicht durch die Seidenvorhänge unserer Suite im Northridge Manor drang.Ich saß im Schneidersitz auf der übergroßen Bettdecke und starrte auf das gebürstete goldene Armband an meinem Handgelenk. Gestern Abend im dunklen Flur hatte Dominics Stimme mich bis ins Mark getroffen: „Wenn Sienna mich verlassen will, wenn das Jahr vorbei ist, werde ich sie nicht davon abhalten – selbst wenn es mich zerstört.“Mein ganzes Leben lang glich Liebe einer Leine oder einem Hauptbuch. Die Menschen blieben, weil man die Miete bezahlte, weil man in die Rolle passte oder weil sie einen mit Schuldgefühlen in die Falle lockten. Dominic Kane – der Milliardär, der Unternehmen wie Kleingeld aufkaufte – war bereit, mir eine offene Tür zu bieten und still zu bluten, nur damit ich mich niemals in die Enge getrieben fühlte.Das war keine Kontrolle. Es war erschreckende, rücksichtslos Freiheit.Während des Frühstücks hielt ich Abstand, schalt

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    Siennas Perspektive„Fünf Minuten“, sagte Vivian, während ihre kalten blauen Augen meine mit einer seltsamen, flachen Ruhe fixierten, in der kein Funken Gift mehr zu spüren war. „Hör einfach zu. Dann kannst du wieder so tun, als wäre alles in bester Ordnung.“Ich verschränkte die Arme vor der Brust und starrte auf die Steinbank am Rosengarten. „Mach es kurz. Ich halte nichts von geheimen Treffen.“Vivian seufzte – ein scharfes, müdes Geräusch, das sie zehn Jahre älter wirken ließ, als es ihr High-Society-Glanz vermuten ließ. Sie blickte einen Moment lang auf ihre manikürten Fingernägel hinunter, bevor sie mir wieder in die Augen sah. „Früher dachte ich, ich würde ihn heiraten. Unsere Eltern hatten sich darauf geeinigt, noch bevor wir die Highschool abgeschlossen hatten. Es sollte ordentlich sein. Sauber. Eine Dynastie trifft auf eine Dynastie.“„Und stattdessen hat er eine Eventplanerin geheiratet, die Strombudgets mit einem Gelstift festhält“, sagte ich tonlos.„Stattdessen ist er we

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    Aus Siennas PerspektiveNorthridge Manor wirkte weniger wie ein Familienanwesen als vielmehr wie eine steinerne Festung, die erbaut worden war, um Außenstehende daran zu erinnern, dass sie hier nichts zu suchen hatten. Hohe Eisentore schwangen auf, rollender Kies knirschte unter den Reifen der schwarzen Limousine, und Efeu überwucherte die uralten Backsteinmauern.Mein Puls schoss in die Höhe. Als ich das letzte Mal das Territorium der Kane-Familie aus der High Society betrat, trug ich eine falsche Rüstung und achtete auf jeden Atemzug.Dann legte sich Dominics warme Hand über meine auf der Mittelkonsole und drückte sie sanft. Er wartete nicht auf den Chauffeur. Er stieß seine Tür auf, umrundete das Auto und riss meine Tür weit auf, noch bevor Marcus überhaupt seinen Sicherheitsgurt lösen konnte. Als ich auf den Kies trat, bot Dominic mir weder höflich seinen Ellbogen an noch nahm er einen distanzierten, geschäftsmäßigen Gang ein. Sein Arm legte sich direkt um meine Taille und zog mi

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    Dominics Perspektive„Ich glaube, ich verliebe mich in dich.“Diese zehn Worte trafen Dominic wie ein Schlag. Ich sah, wie ihm der Atem stockte, wie seine breiten Schultern mitten in der Bewegung erstarrten, während mein Geständnis in der warmen, von Kerzenlicht erhellten Luft zwischen uns hing. Eine lange, beängstigende Sekunde lang breitete sich Stille im Raum aus, schwer und schneidend. Panik umklammerte meine Wirbelsäule mit kalten Fingern. War ich zu schnell vorgegangen? Hatte ich den zerbrechlichen Waffenstillstand zerstört, den wir aufgebaut hatten?Anstatt sich zurückzuziehen oder mir den geschmeidigen, einstudierten Trost eines Unternehmensleiters zu spenden, fixierten Dominics dunkle Augen meine mit einer rohen, furchteinflößenden Intensität.„Ich habe schreckliche Angst, Sienna“, flüsterte Dominic, seine Stimme rau, am Rande leicht zitternd. „Weißt du, was es mit einem Mann macht, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, jede einzelne Variable zu kontrollieren, wenn er me

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    Aus Siennas PerspektiveMeine High Heels klackerten auf dem Marmorboden des Flurs im Penthouse und fühlten sich schwerer an als Bleiblöcke, als ich schließlich kurz nach Mitternacht die schwere Eichentür aufstieß.Ich hatte eine dunkle, stille Wohnung erwartet. Ich hatte erwartet, meine Schuhe auszuziehen, mir ein Glas Leitungswasser zu holen und mit dem Gesicht nach unten auf der Matratze einzuschlafen.Stattdessen erstarrte ich.Das Wohnzimmer erstrahlte in warmem, sanftem bernsteinfarbenem Licht, das von hundert schwebenden Teekerzen ausging, die entlang der Fußleisten angeordnet waren. Der Duft frischer weißer Gardenien – mein absoluter Favorit – lag in der Luft und vermischte sich mit dem intensiven, herzhaften Geruch von Knoblauchbutter und Trüffelrisotto aus meinem Lieblingsitaliener in der Innenstadt, das ordentlich auf der Marmor-Kücheninsel angerichtet war. Neben einer geöffneten Flasche gekühltem Vintage-Champagner standen zwei Kristallflöten, und direkt daneben lag eine di

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