เข้าสู่ระบบSiennas Perspektive„Fünf Minuten“, sagte Vivian, während ihre kalten blauen Augen meine mit einer seltsamen, flachen Ruhe fixierten, in der kein Funken Gift mehr zu spüren war. „Hör einfach zu. Dann kannst du wieder so tun, als wäre alles in bester Ordnung.“Ich verschränkte die Arme vor der Brust und starrte auf die Steinbank am Rosengarten. „Mach es kurz. Ich halte nichts von geheimen Treffen.“Vivian seufzte – ein scharfes, müdes Geräusch, das sie zehn Jahre älter wirken ließ, als es ihr High-Society-Glanz vermuten ließ. Sie blickte einen Moment lang auf ihre manikürten Fingernägel hinunter, bevor sie mir wieder in die Augen sah. „Früher dachte ich, ich würde ihn heiraten. Unsere Eltern hatten sich darauf geeinigt, noch bevor wir die Highschool abgeschlossen hatten. Es sollte ordentlich sein. Sauber. Eine Dynastie trifft auf eine Dynastie.“„Und stattdessen hat er eine Eventplanerin geheiratet, die Strombudgets mit einem Gelstift festhält“, sagte ich tonlos.„Stattdessen ist er we
Aus Siennas PerspektiveNorthridge Manor wirkte weniger wie ein Familienanwesen als vielmehr wie eine steinerne Festung, die erbaut worden war, um Außenstehende daran zu erinnern, dass sie hier nichts zu suchen hatten. Hohe Eisentore schwangen auf, rollender Kies knirschte unter den Reifen der schwarzen Limousine, und Efeu überwucherte die uralten Backsteinmauern.Mein Puls schoss in die Höhe. Als ich das letzte Mal das Territorium der Kane-Familie aus der High Society betrat, trug ich eine falsche Rüstung und achtete auf jeden Atemzug.Dann legte sich Dominics warme Hand über meine auf der Mittelkonsole und drückte sie sanft. Er wartete nicht auf den Chauffeur. Er stieß seine Tür auf, umrundete das Auto und riss meine Tür weit auf, noch bevor Marcus überhaupt seinen Sicherheitsgurt lösen konnte. Als ich auf den Kies trat, bot Dominic mir weder höflich seinen Ellbogen an noch nahm er einen distanzierten, geschäftsmäßigen Gang ein. Sein Arm legte sich direkt um meine Taille und zog mi
Dominics Perspektive„Ich glaube, ich verliebe mich in dich.“Diese zehn Worte trafen Dominic wie ein Schlag. Ich sah, wie ihm der Atem stockte, wie seine breiten Schultern mitten in der Bewegung erstarrten, während mein Geständnis in der warmen, von Kerzenlicht erhellten Luft zwischen uns hing. Eine lange, beängstigende Sekunde lang breitete sich Stille im Raum aus, schwer und schneidend. Panik umklammerte meine Wirbelsäule mit kalten Fingern. War ich zu schnell vorgegangen? Hatte ich den zerbrechlichen Waffenstillstand zerstört, den wir aufgebaut hatten?Anstatt sich zurückzuziehen oder mir den geschmeidigen, einstudierten Trost eines Unternehmensleiters zu spenden, fixierten Dominics dunkle Augen meine mit einer rohen, furchteinflößenden Intensität.„Ich habe schreckliche Angst, Sienna“, flüsterte Dominic, seine Stimme rau, am Rande leicht zitternd. „Weißt du, was es mit einem Mann macht, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, jede einzelne Variable zu kontrollieren, wenn er me
Aus Siennas PerspektiveMeine High Heels klackerten auf dem Marmorboden des Flurs im Penthouse und fühlten sich schwerer an als Bleiblöcke, als ich schließlich kurz nach Mitternacht die schwere Eichentür aufstieß.Ich hatte eine dunkle, stille Wohnung erwartet. Ich hatte erwartet, meine Schuhe auszuziehen, mir ein Glas Leitungswasser zu holen und mit dem Gesicht nach unten auf der Matratze einzuschlafen.Stattdessen erstarrte ich.Das Wohnzimmer erstrahlte in warmem, sanftem bernsteinfarbenem Licht, das von hundert schwebenden Teekerzen ausging, die entlang der Fußleisten angeordnet waren. Der Duft frischer weißer Gardenien – mein absoluter Favorit – lag in der Luft und vermischte sich mit dem intensiven, herzhaften Geruch von Knoblauchbutter und Trüffelrisotto aus meinem Lieblingsitaliener in der Innenstadt, das ordentlich auf der Marmor-Kücheninsel angerichtet war. Neben einer geöffneten Flasche gekühltem Vintage-Champagner standen zwei Kristallflöten, und direkt daneben lag eine di
Dominics PerspektiveMein Daumen verweilte auf dem kühlen Gold, das auf ihrem Puls lag, und beobachtete, wie ein leichtes Zittern durch ihre Finger lief, während sie die schwere Metallmanschette auf sich wirken ließ.Sie starrte darauf, als könnte es sie verbrennen, ihre dunklen Augen weit aufgerissen und suchend. Ich sah, wie sich die Mauer in ihrem Kopf wieder aufbaute – die Angst vor goldenen Käfigen, die Angst vor versteckten Klauseln, der Schatten jeder transaktionalen Beziehung, die meine Abstammungslinie jemals geprägt hatte.„Ich versuche nicht, dich zu kaufen, Sienna“, sagte ich, jedes Wort schwer und leise in dem stillen Flur. „Ich habe das hier gekauft, weil ich mich dabei ertappe, wie ich auf die leere Stelle jenseits der Küchentheke starre, wenn du spät in deinem Atelier arbeitest. Ich wollte, dass du etwas trägst, das dich daran erinnert, dass du in meinen Gedanken existierst, auch wenn du nicht direkt vor mir stehst.“Ihr Atem stockte. Die defensive Anspannung in ihren
Aus Siennas PerspektiveMein Herz hämmerte heftig gegen meine Rippen, als ich auf das dunkle Holz der Zimmertür starrte – die Erinnerung an unseren Kuss im Wohnzimmer brannte noch immer auf meinen Lippen.In den nächsten drei Tagen versuchte ich mit aller Kraft, vor meinem eigenen Herzschlag zu fliehen. Ich redete mir immer wieder ein, dass das, was ich für Dominic Kane empfand, nur eine Nebenwirkung davon war, dass wir in einem riesigen Penthouse dieselbe Luft atmeten. Jeder würde sich an den Mann gewöhnen, der sich mitten in einem millionenschweren Imperium ein privates Kreativstudio eingerichtet hatte. Jeder würde weich werden, wenn ein Milliardär aufhörte, sich wie ein Hai zu benehmen, und stattdessen zu einem Zufluchtsort vor dem Sturm wurde.Doch mein Verstand verriet mich mit winzigen Details, die ich nicht mehr aus dem Kopf bekam.Ich beobachtete, wie er mir jeden Morgen meinen dunkel gerösteten Kaffee mit einem Schuss Hafermilch einschenkte, noch bevor ich überhaupt aus dem







