Home / Werwolf / DIE VERSKLAVTE OMEGA / Ein Traum wird wahr

Share

Ein Traum wird wahr

Author: Edith Tay
last update publish date: 2026-09-28 00:56:45

Ich rannte.

Nicht vor jemandem.

Nicht dieses Mal.

Ich rannte durch ein Feld voller Wildblumen, der Wind peitschte mir das Haar ins Gesicht, und echtes Lachen kam aus meiner Kehle – die Art von Lachen, die ich fast verlernt hatte.

„Fang mich, wenn du kannst!“

Ich blickte über die Schulter.

Nidoran war hinter mir.

Und er lächelte.

Nicht der kalte, schneidende Ausdruck, an den ich mich gewöhnt hatte, sondern etwas Weicheres. Etwas, das ihn fast menschlich wirken ließ.

„Du glaubst wirklich, du kann
Continue to read this book for free
Scan code to download App
Locked Chapter

Latest chapter

  • DIE VERSKLAVTE OMEGA   Daniels Druck

    Lucys SichtWer glaubte er eigentlich zu sein, so mit mir zu reden?Was genau hatte er von mir erwartet? Dass ich ihn wie eine verliebte Närrin anlächle und so tue, als wäre alles in bester Ordnung?Ach, er dachte also, er hätte jetzt irgendeine Macht über mich?Ich lachte bitter auf.Diese Dreistigkeit!Du musst morgen mit mir an den königlichen Hof kommen.Ich äffte seine befehlende Stimme in Gedanken nach und verdrehte die Augen so heftig, dass es fast wehtat.Wer glaubte er eigentlich zu sein? Mich herumzukommandieren, als wäre ich eine seiner Bediensteten?Ich hatte schon genug durchgemacht. Ich war müde, frustriert und gefährlich nah daran, den Verstand zu verlieren.„Unglaublich!“, murmelte ich und stampfte wütend mit dem Fuß auf den Boden. „Absolut unglaublich!“Ich ging den Korridor entlang und grummelte vor mich hin wie jemand, der endlich den letzten Rest seines Verstandes verloren hatte.Was hatte ich getan, um all das zu verdienen?„Hallo, hallo, meine wunderschöne Luna!“

  • DIE VERSKLAVTE OMEGA   Der Verdacht des Alphas 2

    Beim Mittagessen hatte ich mich beinahe damit abgefunden, die Sache ruhen zu lassen.Beinahe.Ich hatte ein Königreich zu regieren, Streitigkeiten zu schlichten, und die Berichte von den Nordgrenzen verlangten meine Aufmerksamkeit. Ich konnte es mir nicht leisten, den ganzen Tag darüber zu grübeln, warum meine Luna sich plötzlich wie eine Fremde benahm.Und doch hörte ich mich, als ein Wächter mir meldete, sie sei mit mehreren Dienern in die westlichen Gärten gegangen, fragen, wie lange sie schon dort sei.Die Frage verließ meinen Mund, bevor ich sie aufhalten konnte.Der Wächter antwortete ohne Argwohn.„Ungefähr eine halbe Stunde, Alpha.“„Sehr gut.“Ich entließ ihn und kehrte zu meiner Arbeit zurück.Zehn Minuten später verließ ich mein Arbeitszimmer.Ich redete mir ein, ich brauchte frische Luft.Nichts weiter.Die westlichen Gärten lagen still da, im Schatten hoher Bäume und umgeben von blühenden Sträuchern. Sonnenlicht fiel durch die Äste und malte Muster auf die steinernen Pfade

  • DIE VERSKLAVTE OMEGA   Der Verdacht des Alphas

    Nidorans PerspektiveIch beobachtete sie noch lange, nachdem Albert den Raum verlassen hatte.Sie hatte ihr Essen schon wieder nicht angerührt.Ihre Finger lagen immer noch um den Rand ihrer Tasse, aber ihr Blick haftete irgendwo jenseits des Tisches, als versuchte sie, sich einzureden, dass nichts geschehen war.Ich erkannte Angst, wenn ich sie sah.Den größten Teil meines Lebens war ich von Menschen umgeben gewesen, die mich fürchteten. Krieger, Gefangene, rivalisierende Alphas, sogar Mitglieder meines eigenen Hofes. Manche versuchten, es hinter falschem Lächeln und zitterndem Lachen zu verbergen, andere senkten den Kopf, sobald ich einen Raum betrat.Aber meine Luna war anders.Zumindest sollte sie es sein.Die Frau, die seit fünf Jahren mein Bett teilte, hatte nie Angst vor Albert gehabt. Im Gegenteil: Es hatte ihr eher Spaß gemacht, ihm das Leben schwer zu machen. Sie wusste genau, wie sie ihn provozieren konnte, wie sie ihn beleidigen konnte, ohne es offen zu tun, und wie sie se

  • DIE VERSKLAVTE OMEGA   Spannung

    Lucys PerspektiveIch folgte Nidoran in den privaten Speisesaal, mein Herz hämmerte noch immer gegen meine Rippen.Die lange Tafel war bereits gedeckt. Weiches Morgenlicht fiel durch die Fenster. Es hätte friedlich wirken sollen, doch das tat es nicht.Er zog mir einen Stuhl heraus. Ich setzte mich. Er nahm den Platz mir gegenüber ein, so nah, dass ich bei jedem Atemzug das Gewicht seiner Aufmerksamkeit spürte.Eine Weile sprach keiner von uns. Diener bewegten sich lautlos durch den Raum und verschwanden dann auf einen einzigen Blick von ihm. Die Stille, die sie zurückließen, war schwerer als jeder Lärm.Nidorans Augen ruhten auf meinem Gesicht.„Du bist mitten in der Nacht gegangen“, sagte er schließlich. Seine Stimme war ruhig. Zu ruhig. „Warum?“Ich hielt meine Miene gleichmäßig. „Ich konnte nicht schlafen. Ich wollte dich nicht stören.“Er musterte mich. Dann stellte er die Frage, vor der ich mich gefürchtet hatte.„Auf dem Laken war Blut.“Mein Magen sackte ab, aber ich zwang mic

  • DIE VERSKLAVTE OMEGA   Verstecktes Motiv

    Nidoran's PerspektiveEs sollte eine gewisse Befriedigung damit einhergehen, seine Gefährtin zu finden.Zumindest hatte man mir das immer erzählt.Aber meine zu finden, war nie eine Frage der Liebe gewesen.Nicht am Anfang.Für mich war es um Rache gegangen.Sie sollte denselben Schmerz spüren, den ich jahrelang mit mir getragen hatte. Sie sollte in derselben Dunkelheit sitzen, in der ich gelebt hatte. Sie sollte begreifen, was es hieß, alles zu verlieren – Familie, Heimat, Zukunft – und nur noch die Wut zu haben, die das Herz am Schlagen hielt.Ich wollte, dass sie litt.Ich wollte, dass sie so litt, wie ich gelitten hatte.Deshalb hatte ich sie gebraucht.Deshalb hatte ich in der Nacht, in der ich sie gefangen nahm, geglaubt, dass mir die Befriedigung, nach der ich so lange gejagt hatte, endlich zuteilwerden würde, wenn ich sie zu meiner Gefährtin machte.Doch jetzt …Ich verstand nicht mehr, was mit mir geschah.In den vergangenen Tagen begann der alte Hunger nach ihrem Schmerz jed

  • DIE VERSKLAVTE OMEGA   Ein Traum wird wahr

    Ich rannte.Nicht vor jemandem.Nicht dieses Mal.Ich rannte durch ein Feld voller Wildblumen, der Wind peitschte mir das Haar ins Gesicht, und echtes Lachen kam aus meiner Kehle – die Art von Lachen, die ich fast verlernt hatte.„Fang mich, wenn du kannst!“Ich blickte über die Schulter.Nidoran war hinter mir.Und er lächelte.Nicht der kalte, schneidende Ausdruck, an den ich mich gewöhnt hatte, sondern etwas Weicheres. Etwas, das ihn fast menschlich wirken ließ.„Du glaubst wirklich, du kannst mir davonlaufen?“ Seine Stimme trug mühelos über das Feld.Ich lachte und rannte schneller. „Du bist zu langsam!“Er schüttelte den Kopf und verschwand dann.Ich wurde langsamer, der Atem stockte. „Nidoran?“Nichts.„Nidoran?“Plötzlich schlossen sich starke Arme von hinten um meine Taille. Ich schrie auf und brach dann in Lachen aus, als er mich vom Boden hob und im Kreis drehte.„Du hast geschummelt!“„Habe ich nicht.“„Du bist verschwunden und ich konnte dich nicht finden!“„Das ist kein S

More Chapters
Explore and read good novels for free
Free access to a vast number of good novels on GoodNovel app. Download the books you like and read anywhere & anytime.
Read books for free on the app
SCAN CODE TO READ ON APP
DMCA.com Protection Status