Share

Kapitel 4

Penulis: Michaelangelo
last update Tanggal publikasi: 2026-09-21 23:56:34

Anastasia:

Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, aber ich weigerte mich, auch nur ein Fünkchen Panik auf meinem Gesicht zu zeigen. Ich stellte mein leeres Glas auf ein vorbeikommendes Tablett und strich mein Kleid glatt, bevor ich mich auf dem Absatz umdrehte, um den Saal durch den Hinterausgang zu verlassen.

„Anastasia!“, rief Nathans Stimme hinter mir, doch ich wurde nicht langsamer. Ich schlängelte mich durch das Meer aus Gästen, ignorierte die neugierigen Blicke und gedämpften Gespräche und steuerte direkt auf den Korridor zu, der in den ruhigen, nur schwach beleuchteten Flügel der Villa führte.

Ich musste Chloe sofort anrufen.

Sie nahm beim zweiten Klingeln ab.

„Stase? Bist du gelandet? Wie ist Rom?“

„Chloe, hör mir zu“, sagte ich und hielt meine Stimme zu einem Flüstern gedämpft. „Ich bin auf der Gala. Er ist hier.“

„Wer ist hier? Dein Vater?“

„Der Vater meines Babys.“ Ich legte eine Hand an meine Stirn und lief auf und ab.

„Der Typ aus dem Maybach in L.A. Er ist Nicholas Laurent. Er ist der Mann, den Elena heiraten soll.“

Totenstille breitete sich am anderen Ende der Leitung aus, bevor Chloe aufschrie.

„Was?! Wie?! Stase, verschwinde sofort! Nimm den nächsten Flug zurück nach L.A.! Weiß er es?!“

„Ich glaube nicht, dass er die Nachricht mit mir in Verbindung gebracht hat … oder zumindest hoffe ich das“, murmelte ich und blickte nervös den leeren Korridor entlang. „Ich hole meine Tasche und …“

Eine kaum merkliche Veränderung in der Luft ließ sich die Härchen in meinem Nacken aufstellen.

Eine Präsenz.

Ich beendete das Gespräch sofort, wirbelte herum und ließ aus purem Selbstschutz meine Krallen ausfahren.

Hey, man konnte einem Mädchen doch nicht vorwerfen, dass es grundlegende Überlebensinstinkte besaß.

„Ganz ruhig, süße Füchsin“, schnurrte eine tiefe, samtige Stimme aus den Schatten.

Nicholas trat ins schwache Licht. Groß, einschüchternd und verdammt nah.

„Wer hätte gedacht, dass ich dich hier, so weit von deiner Heimat entfernt, wiedersehe? Ich wusste nicht, dass du ein Wolf bist. Gute Arbeit, diesen Geruch zu verbergen.“

Ich zog meine Krallen wieder ein und hielt meine Fassung eisern aufrecht.

„Stell mir keine Fragen und ich rate dir, Abstand zu halten. Mein Name ist Anastasia, nicht ‚süße Füchsin‘.“

Nicholas hielt inne, sichtlich überrascht von meiner Schärfe. Seine dunklen Augen musterten mein Gesicht, und für einen Moment fragte ich mich, was wohl in seinem Kopf vorging.

„Ich kann mich um das Baby kümmern“, sagte ich schnell und versuchte, dem ein Ende zu setzen, was auch immer gerade in ihm vorging. „Ich brauche deine Hilfe nicht, dein Geld nicht und schon gar keinen riesigen Skandal kurz vor einer königlichen Hochzeit, also …“

„Warte“, unterbrach Nicholas mich.

Sein Blick fiel auf meinen Bauch, bevor er wieder zu meinem Gesicht schnellte und sich plötzlich Erkenntnis in seinen Augen spiegelte.

„Du bist Elenas jüngere Schwester? Die berühmte Ausreißerin von Rom? Das hätte ich nicht erwartet.“

„Ja, ziemlich berühmt, oder? Aber darum geht es gerade nicht“, erwiderte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. „Aber ich bin froh, dass du jetzt endlich weißt, wer ich bin. Da das nun geklärt ist, muss ich gehen.“

Ich drehte mich um, doch seine Hand schoss vor und schloss sich fest um mein Handgelenk.

„Du wirst hier nicht mit meinem Erben verschwinden.“

„Was? Du weißt davon? Lass mich los“, verlangte ich und versuchte, mich aus seinem Griff zu befreien.

„Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich dich mit meinem Blut und meiner Abstammung einfach hier rausgehen lasse?“, fragte er mit gefährlich sanfter Stimme. „Du glaubst, ich werde mit einer anderen Frau vor den Altar treten, während du mein Kind über den Ozean mitnimmst?“

Als ich mich an ihm vorbeidrängte, blieb mein Absatz am Saum meines Kleides hängen. Ich stolperte nach hinten und verlor vollständig das Gleichgewicht.

Mit erschreckender Geschwindigkeit packte Nicholas mich um die Taille und riss mich gegen seine breite Brust, bevor ich auf dem Marmorboden aufschlagen konnte.

Genau in diesem Moment hallten schwere Stiefel durch den Korridor.

Ein Rudelwächter war auf Patrouille.

Bevor Nicholas auch nur ein Wort sagen konnte, reagierte ich instinktiv. Ich packte seinen Arm, zog ihn in die dunkle Nische unter der Treppe und presste uns beide flach gegen die Steinwand.

Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, während die Schritte des Wächters immer näher kamen.

„Wer ist da?“, rief der Wächter.

In Panik presste ich meine Hand fest auf Nicholas’ Mund, damit er keinen Laut von sich geben konnte.

Er versteifte sich. Seine Augen brannten in der Dunkelheit auf mich herab.

Als der Wächter direkt vor unserem Schatten stehen blieb, presste ich meinen Körper eng an Nicholas’ Brust, um uns vollständig zu verbergen.

Sein rechter Arm schloss sich fester um meine Taille, hielt mich sicher an sich und gab mir Halt, damit ich nicht erneut das Gleichgewicht verlor.Wir blieben so stehen, Brust an Brust, meine Hand fest auf seine Lippen gepresst und sein Arm eng um mich geschlungen, bis die Schritte des Wächters schließlich im Korridor verklungen waren.

Sobald die Luft rein war, riss ich meine Hand von seinem Gesicht und drückte gegen seine Brust, um Abstand zwischen uns zu schaffen.

Nicholas sah auf mich hinunter und wirkte ehrlich verwirrt.

„Was sollte das gerade?“

„Falls du es nicht weißt oder dich nicht daran erinnerst“, zischte ich leise, „du wirst bald meine Schwester heiraten. Wenn man uns in dieser Position erwischt, wirft das ein ganz anderes Licht auf die Sache. Also halt den Mund, nimm deine große, schwere Hand von mir und lass mich gehen. Ich verlasse Rom noch heute Abend.“

„Was?“, presste Nicholas hervor und trat direkt hinter mir aus der Nische. „Du kannst Rom nicht mit meinem Erben verlassen.“

„Welcher Erbe?!“, fragte ich genervt und wirbelte herum, um ihn anzusehen. „Dieses Baby gehört mir und nur mir! Du wolltest es offensichtlich nicht. Du hast dir nicht einmal die Mühe gemacht, auf meine Nachricht zu antworten. Also halt dich da raus!“

„Wer sagt das?“, entgegnete Nicholas, während wir wieder in den beleuchteten Korridor traten.

„Du wirst heute nicht von hier verschwinden.“

Ich verdrehte die Augen und strich mein Kleid glatt.

„Warum bist du nicht einfach ein braver Junge, gehst zurück in den Ballsaal, spielst deine Rolle als mächtiger Alpha und lässt mich verdammt noch mal in Ruhe?“

Nicholas beugte sich zu mir, sein Blick durchdringend.

„Woher soll ich wissen, dass du überhaupt allein für mein Kind sorgen kannst?“

Ich funkelte ihn an, eine scharfe Antwort bereits auf der Zunge, als plötzlich eine schneidende Stimme durch den Korridor hallte.

„Anastasia! Wo um Himmels willen bist du gewesen?!“

Meine Mutter stolzierte den Korridor entlang, ihre Absätze klackten laut auf dem Boden. Sie warf mir einen wütenden Blick zu, doch dann fiel ihr Blick plötzlich auf den riesigen Mann neben mir.

Ihre gesamte Haltung veränderte sich innerhalb eines Wimpernschlags.

„Oh! Lang lebe der Alpha!“, keuchte meine Mutter, legte eine Hand auf ihr Herz und verbeugte sich leicht.

Dann sah sie mich mit einem gezwungenen, süßlichen Lächeln an.

„Ich sehe, Anastasia hält dich mit ihren Geschichten über ihre Reisen auf Trab. Sie ist vorerst wieder zurück.“

„Nein, ich bin nicht vorerst zurück“, warf ich schnell ein und schenkte den beiden ein unbeholfenes, angespanntes Lächeln. „Ich wollte gerade eigentlich gehen …“

„Natürlich muss sie zurück sein“, unterbrach Nicholas mich und legte seinen Arm besitzergreifend um meinen unteren Rücken.

„Sie trägt meinen Erben.“

Die Luft schien augenblicklich aus dem Korridor zu weichen.

Meine Mutter erstarrte.

Ihre Hände erschlafften und ihre teure Ledertasche glitt aus ihren Fingern und schlug mit einem lauten Knall auf dem Marmorboden auf.

Meine Augen weiteten sich vor blankem Entsetzen.

Das hatte er jetzt nicht wirklich gesagt.

Lanjutkan membaca buku ini secara gratis
Pindai kode untuk mengunduh Aplikasi

Bab terbaru

  • Das Erbe des Alphas   Kapitel 6

    Anastasia:Meine Finger flogen über den Bildschirm meines Handys, während ich das Gerät tief unten auf meinem Schoß hielt. Chloe tippte bereits zurück.Anastasia: Chloe, SOS. Ich werde gerade auf dem Rücksitz eines SUV von einem riesigen, besitzergreifenden Alpha gefangen gehalten.Chloe: STASE OMG, BIST DU NOCH AM LEBEN?! Bist du von der Gala entkommen?!Anastasia: Nein. Er hat mich buchstäblich wie einen Sack Kartoffeln hinausgetragen. Die Hochzeit mit Elena abgesagt und meinen Eltern mitgeteilt, dass er stattdessen MICH heiratet.Chloe: ER WAS?! Er hat die Schwestern ausgetauscht?! Mädchen, ist das hier eine echte Wattpad-Geschichte oder was?!Anastasia: Es ist ein Albtraum. Meine Mutter hätte beinahe einen Schlaganfall bekommen. Jetzt bringt er mich zu seinem Rudelhaus. Ich sitze fest.Chloe: Kannst du bei einer roten Ampel einfach rausspringen?!Anastasia: Hinter uns fahren vier gepanzerte Sicherheitsfahrzeuge und die Türen haben Kindersicherungen. Außerdem fängt mein Magen gerad

  • Das Erbe des Alphas   Kapitel 5

    Anastasia:Mama stand wie erstarrt da. Ihr Mund stand leicht offen, während ihre Augen hektisch zwischen Nicholas’ schwer auf meiner Taille ruhendem Arm und meinem Gesicht hin und her sprangen.„Ich … ich bitte um Verzeihung, Alpha?“, brachte sie schließlich piepsend hervor. Ihre Stimme war um drei Oktaven nach oben gerutscht, während sie eine Hand auf ihre zitternde Brust presste.„Was … was hast du gesagt? Das muss ein Missverständnis sein, Mylord. Anastasia ist doch gerade erst aus …“„Er macht nur Spaß“, platzte ich sofort heraus und setzte ein angespanntes, wütendes Lächeln auf, während ich meinen Ellbogen mit aller Kraft, die ich aufbringen konnte, direkt in Nicholas’ Rippen rammte.Es war, als würde ich gegen massives Titan schlagen.Er zuckte nicht einmal mit der Wimper. Sein Arm blieb wie ein eiserner Riegel um meine Hüfte geschlungen.„Er hat einen ziemlich bizarren, schwarzen Humor, Mama. Er hat nur …“„Über meine Blutlinie mache ich keine Scherze“, unterbrach Nicholas mich

  • Das Erbe des Alphas   Kapitel 4

    Anastasia:Mein Herz hämmerte gegen meine Rippen, aber ich weigerte mich, auch nur ein Fünkchen Panik auf meinem Gesicht zu zeigen. Ich stellte mein leeres Glas auf ein vorbeikommendes Tablett und strich mein Kleid glatt, bevor ich mich auf dem Absatz umdrehte, um den Saal durch den Hinterausgang zu verlassen.„Anastasia!“, rief Nathans Stimme hinter mir, doch ich wurde nicht langsamer. Ich schlängelte mich durch das Meer aus Gästen, ignorierte die neugierigen Blicke und gedämpften Gespräche und steuerte direkt auf den Korridor zu, der in den ruhigen, nur schwach beleuchteten Flügel der Villa führte.Ich musste Chloe sofort anrufen.Sie nahm beim zweiten Klingeln ab.„Stase? Bist du gelandet? Wie ist Rom?“„Chloe, hör mir zu“, sagte ich und hielt meine Stimme zu einem Flüstern gedämpft. „Ich bin auf der Gala. Er ist hier.“„Wer ist hier? Dein Vater?“„Der Vater meines Babys.“ Ich legte eine Hand an meine Stirn und lief auf und ab.„Der Typ aus dem Maybach in L.A. Er ist Nicholas Laure

  • Das Erbe des Alphas   Kapitel 3

    Anastasia:Der Nachmittagsverkehr auf der 405 kroch nur langsam voran, doch in Chloes Wagen hätte es mir nicht gleichgültiger sein können, solange ich meinen Flug nicht verpasste.Ich legte eine Hand auf meinen Bauch. Er war noch vollkommen flach. Ich war gerade einmal fast zwölf Wochen schwanger, doch unter meiner Hand konnte ich diesen schwachen, gleichmäßigen Puls spüren.Ein zweiter Herzschlag.Ein kleines Leben, das zur Hälfte mir gehörte.Chloe behauptet zwar, dass ich überhaupt nichts spüren könne und einfach nur sentimental sei, aber das durfte ich schließlich auch sein.„Du bist für meinen Geschmack viel zu entspannt damit, Stase“, sagte Chloe und umklammerte das Lenkrad, während sie mir einen kurzen Blick zuwarf. Chloe war immer die Dramatische von uns beiden, also sollte sie das ruhig genießen.„Du bist im dritten Monat schwanger mit einem Baby, dessen Vater dich wahrscheinlich für eine Halluzination oder eine Betrügerin hält. Und jetzt fliegst du direkt nach Rom zu einer H

  • Das Erbe des Alphas   Kapitel 2

    Anastasia:Als meine Sinne endlich wieder in die Realität zurückkehrten, fühlte sich der Wagen plötzlich erdrückend eng an. Chloe würde mich dafür garantiert nicht so schnell davonkommen lassen. Meine Brust hob und senkte sich in abgehackten Atemzügen, während jede einzelne Nervenfaser in meinem Körper noch von den Nachwirkungen kribbelte.Ich strich den Saum meines Kleides glatt und versuchte, meine Fassung wiederzugewinnen.„Das war … gut“, brachte ich schließlich hervor. Meine Stimme klang rauer als sonst.Ohne auf seine Antwort zu warten, griff ich nach dem Türgriff und stieß die Tür auf. Ich spannte mich an und rechnete halb damit, dass seine Hand nach meinem Handgelenk greifen, er mich zurückziehen oder etwas sagen würde.Doch er tat nichts davon.Er lehnte sich einfach wieder gegen das Leder zurück und beobachtete mich schweigend mit seinen dunklen Augen, während die kühle Nachtluft in den Wagen strömte.Die Stille traf mich härter als eine Ohrfeige.Ich schluckte den Kloß der

  • Das Erbe des Alphas   Kapitel 1

    Anastasia:„Ich gehe heute Abend aus, Chloe, und du kommst mit“, verkündete ich und lehnte mich mit vor der Brust verschränkten Armen an den Türrahmen des Schlafzimmers meiner besten Freundin. „Es ist dein Geburtstagswochenende. Du hast kein Mitspracherecht.“„Nun, Ma'am, ich lehne ganz eindeutig ab. Wir können meinen Geburtstag auch feiern, ohne in einen Club zu gehen. Einige von uns müssen morgen früh arbeiten, Anastasia.“„Die Arbeit kann warten.“Ich ging zu ihrem Kleiderschrank, schob die Türen auf und begann, verschiedene Sachen von den Kleiderbügeln zu ziehen.„Ich suche dein Kleid aus. Und heute Abend trägst du zum ersten Mal seit Jahren wieder Make-up.“„Was? Auf keinen Fall!“Chloe drehte sich auf ihrem Stuhl zu mir um, die Augen vor Panik weit aufgerissen.„Anastasia, wag es nicht …“Bevor sie ihren Protest beenden konnte, schnappte ich mir ein flauschiges Badetuch von ihrem Regal, warf es ihr direkt ins Gesicht, packte sie am Arm und zog sie in Richtung Badezimmer.„Dusche

Bab Lainnya
Jelajahi dan baca novel bagus secara gratis
Akses gratis ke berbagai novel bagus di aplikasi GoodNovel. Unduh buku yang kamu suka dan baca di mana saja & kapan saja.
Baca buku gratis di Aplikasi
Pindai kode untuk membaca di Aplikasi
DMCA.com Protection Status