LOGINDie siebzehnjährige Lily hat ihr ganzes Leben als Außenseiterin des Rudels verbracht. In der Schule wird sie unerbittlich schikaniert, besonders von den Alpha-Zwillingen Lucas und Liam, die sie mit grausamen Spitznamen verspotten. Sie erträgt die Demütigungen nur, weil sie weiß, dass sie an ihrem achtzehnten Geburtstag endlich entkommen kann. Ihr Plan ist einfach: weglaufen, das Rudel hinter sich lassen und weit weg von der Schande ihrer Familie und der Grausamkeit, die sie täglich ertragen muss, ein neues Leben beginnen. Doch in der Nacht ihres achtzehnten Geburtstags ändert sich alles. Während des Festes der Mondgöttin, bei dem die Seelengefährten offenbart werden, gerät Lily plötzlich in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Mondgöttin schockiert das gesamte Rudel, indem sie Lily als die vorherbestimmte Gefährtin beider Alpha-Zwillinge auswählt. Mit einem Schlag werden ihre Pläne zerstört, und ihr Leben versinkt im Chaos. Wird sie ihr Schicksal annehmen, oder wird sie darum kämpfen, den Fesseln zu entkommen, die sie an die Alphas binden, die ihr das Leben zur Hölle gemacht haben?
View MoreDie Limousine hielt vor Alex’ Villa; in ihren getönten Scheiben spiegelten sich die lebhaften Lichter wider, die aus dem Haus nach draußen drangen.Musik lag in der Luft und vermischte sich mit dem Stimmengewirr und dem Lachen der Menschen, die sich auf dem Rasen versammelt hatten.Nervös rückte Lily den Saum ihres Kleides zurecht, während ihr Blick auf dem geschäftigen Treiben draußen haftete.„Das ist … ganz schön viel“, murmelte sie.Maya, die neben ihr saß, grinste.„Entspann dich, Lily. Du siehst fantastisch aus, und bei dieser Party dreht sich alles um dich. Genieß es einfach!“, sagte sie und versuchte, Lily die Angst vor diesem Ereignis zu nehmen, das sie normalerweise nie besucht hätte.Lucas lehnte sich in seinem Sitz zurück und ließ einen Arm lässig über die Lehne hängen.„Du wirst das schon hinkriegen. Stolper nur nicht in diesen High Heels“, fügte er hinzu; sein süffisanter Unterton verspottete offensichtlich Lilys Versuch, in hohen Schuhen sexy zu wirken.Liam schmunzelte
Lily stand vor ihrem Spiegel und wickelte geistesabwesend eine Haarsträhne um ihren Finger.Ihr Zimmer war in das sanfte Licht ihrer Nachttischlampe getaucht, und leise Musik drang aus Mayas Handy.Trotz der festlichen Stimmung wurde Lily das unbehagliche Gefühl in ihrer Brust nicht los.Maya hingegen war ein Energiebündel. Sie flitzte durch das Zimmer, hielt Kleider hoch und warf Accessoires auf Lilys Bett.„Das wird so ein Spaß!“, rief sie aus, vor Aufregung geradezu vibrierend.Lily wandte sich vom Spiegel ab und verschränkte die Arme.„Ich weiß nicht, Maya. Es fühlt sich ... seltsam an. Ich meine, feiern wir wirklich eine Party, um Lexas Untergang zu zelebrieren? Das wirkt irgendwie kleinlich.“Maya blieb mitten im Schritt stehen, eine glitzernde Halskette in der Hand. Ihr Gesichtsausdruck wurde weicher, als sie ihre Freundin ansah.„Lily, du feierst nicht Lexas Niederlage. Du feierst, dass du für dich selbst eingestanden bist. Da gibt es einen Unterschied.“„Wirklich?“, fragte Li
Lily schritt mit erhobenem Haupt durch den belebten Schulflur; ein seltenes Lächeln umspielte ihre Lippen.Die Last von Lexas Schikanen war von ihr abgefallen, und sie genoss die neu gewonnene Freiheit in vollen Zügen. Neben ihr grinste Maya über das ganze Gesicht; ihre Freude strahlte förmlich aus jeder ihrer Bewegungen.„Ich kann es immer noch nicht fassen“, sagte Maya und drückte ihre Bücher an die Brust, während sie auf die Cafeteria zugingen. „Wie du mit Lexa umgegangen bist, war … unglaublich. Ich meine, du hast nicht nur gewonnen; du hast sie regelrecht vernichtet.“Lily lachte leise auf, und in ihrem Blick funkelte Stolz.„Es war nicht leicht, aber es hat sich gelohnt. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten fühle ich mich … frei“, sagte sie mit einer Begeisterung, von der sie gar nicht mehr gewusst hatte, dass sie sie noch in sich trug.„Du solltest dich wie eine Siegerin fühlen“, sagte Maya und stieß sie spielerisch an. „Jeder in der Schule hat ihr Geständnis gehört. Wahrscheinlich s
Lexa stand in der Turnhalle; ihre Hände waren zu Fäusten geballt, und ihre Brust hob und senkte sich bei jedem schnellen, wütenden Atemzug.Ihre Gedanken rasten, und ihr Blick huschte hin und her – immer wieder zu Lily, deren ruhige Art das Gefühl der Beklemmung, das in Lexa aufstieg, nur noch zu verstärken schien.Sie konnte nicht begreifen, was Lily gerade gesagt hatte. Es ergab keinen Sinn. Das konnte einfach nicht sein.„Was meinst du damit, du hast gewonnen?“, fuhr Lexa sie an, die Stimme vor Wut zitternd. „Wovon redest du da, Lily?“Lilys Blick wich nicht von Lexa ab; ihr Gesichtsausdruck war eine Maske stiller Zufriedenheit.„Ich spreche davon, dass du gerade gestanden hast, die Gerüchte über mich verbreitet zu haben“, erwiderte sie kühl, mit ruhiger, fester Stimme. „Und davon, wie ich das alles eingefädelt habe, damit du zugibst, was du getan hast.“Lexa blinzelte ungläubig.Sie wich einen Schritt zurück, der Mund stand ihr offen.„Du lügst“, spottete sie und schüttelte ungläu











