LOGINKapitel 150: ErwachenDamons POVIm Schlaf hörte ich verschiedene Stimmen, die sich abwechselten.„Sie leben beide, aber nur knapp.“„Der Junge hat zu viel Blut verloren.“„Und… der Kommandant?“„Steckt immer noch in seiner Gestalt fest. Der Fluch ist zu stark.“„Was sollen wir tun?“„Warten. Und hoffen.“„Worauf?“„Dass für beide ein Wunder geschieht.“Dumme Idioten. Ich lebe. Lasst mich sofort frei.Ich schrie es, doch es schien, als könnten die Stimmen mich nicht hören.Ich wollte aufwachen.Ich wollte sehen, wer da sprach.Ich wollte Milo sehen.Doch der Schlaf hielt mich fest.Alles, was ich tun konnte, war warten.Ich hoffte nur, dass Milo noch da sein würde, wenn ich endlich aufwachte.Dass er noch lebte.Dass er noch mir gehörte.---Ich wachte keuchend auf, als hätte ich viel zu lange unter Wasser gelegen.Mein ganzer Körper schmerzte.Jeder Muskel.Jeder Knochen.Meine Lungen brannten, als sie sich mit Luft füllten.Ich versuchte mich zu bewegen.Doch irgendetwas stimmte nic
Kapitel 149: Erinnerungen an die VergangenheitDamons POV[„Vor fünfzehn Jahren…“]„Noch einmal!“Vaters Stimme donnerte über den Trainingsplatz und ließ sogar die Vögel von den umliegenden Vogelscheuchen erschrocken auffliegen.Ich war gerade einmal sieben Jahre alt.Mein ganzer Körper tat weh, doch für eine Pause blieb kaum Zeit.Wir trainierten bereits seit Sonnenaufgang.„Ich kann nicht mehr“, keuchte ich. „Ich bin müde, Papa.“„Müde?“Vater packte mich am Hemd und zog mich auf meine zitternden Beine.„Wahre Krieger werden nicht müde! Noch einmal!“Er warf mich wieder zu Boden.Langsam stand ich auf.„Du bist zu weich“, sagte er. „Genau wie deine Mutter.“Mutter stand an der Tür und beobachtete uns.Sie sagte nie etwas, wenn Vater so war.Sie sah einfach nur mit traurigen Augen zu.„Bitte, Marcus“, sagte sie schließlich. „Er ist doch nur ein kleiner Junge.“„Er ist die Zukunft, Alpha!“, brüllte Vater.„Er muss stark werden! Und furchtlos. Er muss lernen, seinen Ängsten ins Gesicht
Kapitel 148: Freund oder FeindMilos POVSelbst in der Dunkelheit konnte ich ihn noch spüren.Ich konnte unsere neue Gefährtenbindung fühlen.Sie pulsierte jedes Mal, wenn er einen Treffer einsteckte.Er kämpfte noch immer.Beschützte mich noch immer.Mein Alpha.Mein Monster.Mein Gefährte.„Hallo, kleiner Omega.“Mein ganzer Körper spannte sich an.Ich kannte diese Stimme.Kalt wie der Winter.Scharf wie zerbrochenes Glas.Meine Augen rissen auf.Doch ich erwachte nicht auf dem Schlachtfeld.Alles um mich herum war von einem blendenden Weiß erfüllt.Dann sah ich sie.Die Besitzerin dieser Stimme.Diesmal trug sie ein weißes Kleid.Ihr Lächeln war grausam und verdreht.Sie stand direkt vor mir, aber gleichzeitig waren wir nirgendwo.Es fühlte sich an wie ein Traum.Und doch war es keiner.„Wo bin ich?“, fragte ich.„Zwischen Schlaf und Wachsein“, antwortete sie.Ihr weißes Kleid schien in der seltsamen Leere um uns herum zu leuchten.„Zwischen Leben und Tod.“„Wie hast du…“„Das ist
Kapitel 147: Die BestieMilos POV„Es tut mir so leid.“„Was?“Die Worte rutschten mir einfach heraus.„Für das, was ich gleich werden werde.“Ich verstand nicht, was er meinte.Wir waren umzingelt.Es gab keinen Weg zu entkommen.Und alles, was Damon immer wieder sagte, war, dass es ihm leidtat.Dabei war es nicht seine Schuld.Es war niemandes Schuld.Wenn überhaupt, dann war alles meine Schuld.Der Tod.Das Leid.Alles.Damon schloss die Augen.Nein. Nein.Gab er etwa auf?Der Gedanke schoss mir durch den Kopf.Dann geriet alles außer Kontrolle.Sein Körper begann sich zu verändern.Ich hörte Knochen brechen.Es klang wie dicke Äste, die mitten entzwei brachen.„Damon!“Ich versuchte, nach ihm zu greifen, doch ich war viel zu schwach.Schwarzes Fell breitete sich über seinen ganzen Körper aus.Seine Hände wurden zu langen Klauen.Sein Gesicht zog sich in die Länge und verwandelte sich in etwas völlig anderes.Er wurde größer.Und größer.Und immer größer.Als er seine Augen wieder
Kapitel 146: LoslassenDamons POVIch biss in Milos Hals.Genau an die Stelle, an der das Gefährtenmal sein sollte.Sein Blut berührte meine Zunge, und sofort breitete sich ein süßes, prickelndes Gefühl in meinem ganzen Körper aus.Es schmeckte gleichzeitig süß und bitter.Wie Honig, vermischt mit Tränen.Wären wir nicht in dieser Situation gewesen, hätte ich wahrscheinlich längst vor Zufriedenheit geschnurrt.Doch in dem Moment, als die süße Flüssigkeit meine Kehle hinunterlief, veränderte sich alles.Die Welt explodierte in Farben.Ich konnte Milos Herzschlag fühlen, als wäre es mein eigener.Ich spürte, wie die Gefährtenbindung uns auf eine Weise miteinander verband, die ich kaum erklären konnte.Seine Verwirrung.Seine chaotischen Gedanken.Seinen Schmerz.Ich keuchte laut auf und musste mich von seinem Hals lösen, weil die Flut an Eindrücken mich zu überwältigen drohte.Ich konnte alles fühlen.Alles wahrnehmen.Viel stärker, als es eine einfache Gedankenverbindung jemals möglich
Kapitel 145: Zerrissen und gebrochenDamons POV„Du lügst. Er ist immun gegen Gift!“Ich drückte mein Schwert fester gegen Elijahs Kehle.„Tue ich das?“Er grinste bösartig.„Man musste ihm nur etwas mehr Blut abnehmen. Willst du wirklich darauf wetten, dass ich lüge?“Ich sah wieder zu Milo.Sein Zittern wurde schlimmer.Seine Lippen färbten sich blau.„Was hast du ihm gegeben?!“, brüllte ich Elijah an.„Nur ein seltenes Gift“, sagte er mit einem Lächeln. „Und keine Sorge, ich habe gelogen. Er stirbt nicht sofort.“Sein Grinsen wurde breiter.„Aber in ungefähr fünf Minuten, wenn nichts dagegen getan wird.“„Du… ich werde dich töten.“„Aber das hast du nicht. Und du wirst es auch nicht.“Er spuckte auf den Boden.„Du bist weich geworden. Und das alles wegen eines gewöhnlichen Omega-Jungen.“„Sag mir, wie ich ihn heilen kann, und vielleicht verschone ich dein erbärmliches Leben.“Ich knurrte.Mein Wolf war gefährlich nah an der Oberfläche.Zum ersten Mal blitzte echte Angst in Elijahs






