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Kapitel 121

Author: Ein Glücksfischchen
vKlara hatte in diesem Moment nicht die geringste Kraft, sich zu wehren. Hilflos lag sie in seinen Armen und sah, wie sich dunkle Wolken in seinen tiefschwarzen Augen zusammenzogen.

„Was macht sie da eigentlich?“ Diesmal fragte Sebastian die Krankenschwester.

„Herr Wolf, sie macht Reha-Training.“

Sebastian runzelte jedoch tief die Stirn. „Reha? Was für eine Reha soll das sein? Sie so zuzurichten – ist das Reha oder Quälerei?“

„Sebastian!“ Klara knirschte mit den Zähnen. „Ich brauche deine Einmis
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  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 124

    Klara fiel plötzlich eine Frage ein, und sie wollte Sebastian zu gern fragen: Hatte er vorhin im Reha-Raum wirklich nur deshalb aufgehört, sie weiterüben zu lassen, weil er fand, dass es für sie zu anstrengend und zu schmerzhaft war, oder wollte er sie nur dorthin herausholen, um mit ihr darüber zu sprechen, Charlotte laufen zu lassen?Aber sie fragte nicht.Die Antwort lag bereits auf der Hand.Es war ganz sicher Letzteres! Sieh mal, hatte er sie bis jetzt auch nur mit einem einzigen Wort gefragt, ob sie noch Schmerzen hatte?Diese Antwort bestätigte sich, als sie auf der Polizeidienststelle ankamen.Sebastian stieg aus und ging direkt hinein, ohne sich auch nur darum zu kümmern, ob Klara, die nach ihm ausstieg, überhaupt noch die Kraft zum Gehen hatte oder ob ihr Bein noch schmerzte …Als Klara ausstieg, bekam sie einen Anruf. Während sie neben dem Wagen telefonierte, war Sebastian schon ein gutes Stück vorausgegangen. Dann erinnerte er sich offenbar an sie, drehte sich um und blickt

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 123

    Sie dachte, dass sie nach all dem keinen Schmerz mehr spüren konnte.Aber sie hatte die Wunden, die diese Beziehung ihr zugefügt hatte, immer noch unterschätzt.Es stellte sich heraus, dass er alles wusste und sich an alles erinnerte.Sie gab zu, dass sie einst heimlich in ihn verliebt gewesen war.Aber das war nur ihr ganz persönliches Geheimnis gewesen. Sie hatte nie daran gedacht, ihn für sich zu gewinnen.Als sie ihn damals bat, ihr bei den Aufgaben zu helfen, wollte sie ihn dafür bezahlen und ihn als ihren Nachhilfelehrer engagieren. So konnte sie ihm helfen, die finanzielle Notlage ohne die Unterstützung seiner Familie zu überstehen, ohne dabei seinen Stolz zu verletzen.Als sie ihm an jenem Abend Kuchen schenkte, wollte sie ihm an diesem besonderen Tag einfach ein wenig Wärme geben. Auch er hatte damals seine eigenen schwierigen Momente.Später rettete sie ihn …Selbst nachdem sie wegen ihm ein Bein verloren hatte, hatte sie nie eine Gegenleistung verlangt. Noch weniger hatte si

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 122

    Als Klara das hörte, erschienen vor ihrem inneren Auge wieder die Worte, die er gestern Abend auf Instagram gepostet hatte. Unwillkürlich musste sie lachen.„Mein Ehemann?Ein Mann, der sein ganzes Leben lang nur für eine andere Frau gearbeitet hat? Sebastian, mach dich nicht lächerlich.“Es war wirklich zum Lachen!So lächerlich, dass sie nicht einmal mehr traurig war.Sebastian drehte den Spiegel zu ihr herum: „Sieh doch mal hin, sieh dir selbst an, wie du gerade aussiehst.“Klara blickte auf ihr Spiegelbild.Weil sie eben so hart trainiert hatte, waren ihre Haare fast völlig durchnässt, ihr Gesicht war voller Schweiß und ihre Kleidung war geradezu von Schweiß durchtränkt.Ein jämmerlicher Anblick, wirklich, selbst jetzt zitterten ihre Lippen noch leicht und ihre Hände bebten ebenfalls.Aber sie fand daran nichts Schlechtes.Das war der klare Beweis für ihre Anstrengung.„Was ist denn mit meinem Aussehen?“ Sie berührte die gesunde, frische Röte auf ihren Wangen; sie war sehr zufriede

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 121

    vKlara hatte in diesem Moment nicht die geringste Kraft, sich zu wehren. Hilflos lag sie in seinen Armen und sah, wie sich dunkle Wolken in seinen tiefschwarzen Augen zusammenzogen.„Was macht sie da eigentlich?“ Diesmal fragte Sebastian die Krankenschwester.„Herr Wolf, sie macht Reha-Training.“Sebastian runzelte jedoch tief die Stirn. „Reha? Was für eine Reha soll das sein? Sie so zuzurichten – ist das Reha oder Quälerei?“„Sebastian!“ Klara knirschte mit den Zähnen. „Ich brauche deine Einmischung nicht!“„Wenn ich mich nicht um dich kümmere, wer tut es dann?“ Er blickte herab, herrschte sie an, nahm sie auf den Arm und ging nach draußen.„Sebastian!“ „Herr Wolf, Frau Wolfs Reha ist …“Klara und die Krankenschwester sprachen gleichzeitig, doch Sebastian unterbrach sie im Gehen schroff: „Schluss damit!“„Sebastian, du hast kein Recht, über mich zu entscheiden!“ Klara war außer sich vor Wut. In jedem einzelnen Moment, in dem sie ihn gebraucht hatte, war er nie aufgetaucht, und ausgere

  • Das fünfte Ehejahr mit Sebastian Wolf   Kapitel 120

    Er wollte einfach nicht vor der üblichen Zeit nach Hause gehen.Noch weniger wollte er über das Thema Kinder sprechen.„Fiona, geht es dir gut? Womit bist du in letzter Zeit so beschäftigt?“Klara wechselte das Thema, da sie wirklich nicht weiter über sich und Sebastian sprechen wollte.Fiona: „Ich? Ich schufte jeden Tag wie ein Lasttier. Bin jetzt bei einer Baufirma, zeichne täglich Pläne und bin auf Baustellen unterwegs. Bin gerade auf Geschäftsreise außerhalb, melde mich danach, um was zusammen zu machen.“Klara antwortete mit einem „Okay“.Fiona: „Gut, ich störe dich nicht weiter, nicht dass dein Herr Wolf noch sauer wird, weil ich eure Zeit zu zweit störe.“Klara: „Gute Nacht, Fiona.“Fiona antwortete mit einem Emoji.Das Gespräch mit Fiona hatte ihr Interesse an der Welt auf Instagram-Feed geweckt.In den vergangenen fünf Jahren, fünf Jahren voller extremer Minderwertigkeitsgefühle, hatte sie nach und nach alle Verbindungen zur realen Welt abgebrochen, selbst online war der Konta

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    Auch Justin hinterließ unten einen Kommentar:„Sebastian, ein wahrer Mann!“Klara lächelte kalt. War das etwa das Verhalten eines wahren Mannes? Seine eigene Ehefrau verletzen, nur um eine andere Frau zu beschützen?Eigentlich wollte Klara sich nicht einmischen. Aber Justins Kommentar tat ihr regelrecht in den Augen weh. Sie konnte es sich einfach nicht verkneifen und schrieb darunter: „Herr Wolf, darf ich fragen, wessen Hand du da haltest?“Kaum hatte sie den Kommentar abgeschickt, meldete sich schon jemand bei ihr.Ein Screenshot wurde ihr geschickt, gefolgt von einer Nachricht ihres ehemaligen Mitschüler Fiona Hartmann: „Klara, du hast mich ja gar nicht blockiert!“Klara wusste nicht, was Fiona damit meinte. Aber auf dem Screenshot war genau der Instagram-Post zu sehen, den Sebastian gerade veröffentlicht hatte. Allerdings waren darauf nur die Kommentare ihrer ehemaligen Mitschüler zu sehen. Fiona kannte Justin nicht, und Klara hatte ihren eigenen Kommentar zu diesem Zeitpunkt offe

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