MasukAm fünften Hochzeitstag von Klara Winter und Sebastian Wolf kehrte Charlotte Berger zurück – Sebastians erste Liebe. Noch in derselben Nacht entdeckte Klara, wie Sebastian onanierte und Charlottes Namen dabei flüsterte. Da begriff sie endlich, warum Sebastian sie in fünf Jahren Ehe nie berührt hatte. Sebastian: „Klara, Charlotte ist ganz allein zurückgekommen. Ich helfe ihr nur als Freund.“ „Ich verstehe.“ Sebastian: „Ich habe Charlotte vor Jahren versprochen, ihren Geburtstag mit ihr am Meer zu verbringen. Ich halte lediglich mein Wort.“ „Natürlich.“ Sebastian: „Für diesen Empfang brauche ich eine repräsentable Begleitung. Charlotte ist dafür besser geeignet als du.“ „Kein Problem.“ Als sie nicht mehr stritt, nicht mehr weinte und keine Fragen mehr stellte, wurde er unruhig. „Klara, warum bist du nicht wütend?“ Weil sie längst bereit war, ihn zu verlassen. Weil sie die erstarrte Ehe längst satt hatte. Deshalb lernte sie heimlich Englisch, legte die IELTS-Prüfung ab und bewarb sich an einer Universität im Ausland. Als ihr Visum bewilligt wurde, legte sie Sebastian die Scheidungspapiere auf den Tisch. Sebastian lachte nur. „Ach komm, Klara. Ohne mich kommst du keine Woche zurecht.“ Klara antwortete nicht. Sie kaufte das Flugticket und verschwand. Danach verlor sich jede Spur von ihr. Das Nächste, was Sebastian von ihr sah, war ein Video, das das Internet im Sturm eroberte. In einem roten Kleid führte Klara einen atemberaubenden Lufttanz in einem fremden Land auf. „Klara Winter“, murmelte er düster. „Egal, wo du bist. Ich werde dich zurückholen.“
Lihat lebih banyak„Mach es doch selbst auf!“Klara blieb unbewegt, wandte den Kopf zur Seite und drückte den Umschlag hinter ihrem Rücken fest gegen die Wand.In Sebastians Blick erschien ein Anflug von Resignation.„Dein Temperament wird in letzter Zeit auch immer heftiger.“Aber diesmal setzte er nicht weiter nach. Vor allem kam er nicht einmal auf die Idee, dass sie etwas vor ihm versteckte. Stattdessen ging er ins Wohnzimmer.Am Ende war es Frau Krügel, die das Paket öffnete.Klara nutzte die Gelegenheit, um den Umschlag mit ihrem IELTS-Testergebnis blitzschnell in Sicherheit zu bringen. Dann ging sie ins Gästezimmer.„Klara, mach dich fertig. Wir fahren gleich los.“ Sebastians Stimme kam von draußen.„Sebastian!“ Sie drehte sich um. „Kannst du mich vielleicht einmal respektieren und nicht ständig irgendwelche Entscheidungen treffen, um sie mir anschließend einfach mitzuteilen?“Er erschien in der Tür des Gästezimmers.„Frau Wolf, nennst du das wirklich eine kurzfristige Ankündigung? Heute hat dein
Klara war völlig ratlos.Sie wollte diese Rolle als Frau Wolf inzwischen wirklich nicht mehr …„Sebastian, warum hängst du eigentlich so verbissen an der Vorstellung, dass ich unbedingt deine Ehefrau bleiben muss? Ich brauche keinen Platz als Frau Wolf für immer. Lass doch Charlotte kommen und meinen Platz einfach bedrohen, okay?“Sebastian blieb einen Moment stehen. Dann erschien nur ein spöttisches Lächeln auf seinen Lippen. Offensichtlich hielt er das Ganze noch immer für einen weiteren Anfall von Eifersucht.Ohne ein weiteres Wort ging er ins Badezimmer des Hauptschlafzimmers.Nach dem ganzen Chaos war Klara selbst schweißgebadet. Sie duschte noch einmal, zog ein T-Shirt an und legte sich wieder ins Bett.In der Nacht zog ein heftiges Gewitter auf. Der Regen trommelte gegen die Fensterscheiben. Das monotone Prasseln wirkte fast wie beruhigendes Hintergrundrauschen. Gleichzeitig kühlte die Luft spürbar ab.Irgendwann schlief sie zu den Regengeräuschen ein.Am nächsten Morgen wachte
Wie Sebastian aussah, wenn er wirklich die Beherrschung verlor, wusste Klara tatsächlich nicht.Seit sie ihn kannte, wirkte er wie ein stiller See im Morgennebel – ruhig, zurückhaltend und immer ein wenig fern. Selbst nach ihrer Hochzeit hatte sich daran nichts geändert.Aber der Mann vor ihr war anders. In diesem Moment war er auf ungewöhnliche Weise verrückt.Ihr Blick fiel auf sein aufgerissenes Hemd, die freigelegte Haut und die klaren Muskelstränge, die sich unter seinem Brustkorb spannten. Sie war voller Schrecken.Unwillkürlich zog sie die Decke enger um sich.„Sebastian, was hast du vor?“„Was ich vorhabe?“ Seine Augen waren dunkel vor Wut. „Du bist meine Frau. Du lebst in meinem Haus, gibst mein Geld aus, profitierst von allem, was ich aufgebaut habe. Und dann stellst du dich mit Fremden gegen mich. Was glaubst du also, was ich vorhabe?“„Ich habe mich mit niemandem …“ Eigentlich hatte sie längst keine Lust mehr, sich zu rechtfertigen. Aber sein Zustand machte ihr Angst. Plöt
Ihr Herz hatte sich all die Jahre nur nach ihm gerichtet.Deshalb hatte sie seine Mahlzeiten geplant, sich um jedes Detail im Haus gekümmert und versucht, ihm ein Zuhause zu schaffen, in das er gern zurückkehrte. Selbst wenn er oft erst tief in der Nacht heimkam, hatte sie gehofft, dass er wenigstens hier zur Ruhe kommen konnte.Leider brauchte er das offenbar nicht …Dann sollte eben diejenige sich um ihn sorgen, der er seine Fürsorge wünschte.Klara wollte nur noch duschen, danach ein wenig nach Studien im Ausland suchen und anschließend schlafen.Leider hatte dieser Algorithmus eine geradezu nervtötende Angewohnheit. Ausgerechnet die Dinge, die sie am wenigsten sehen wollte, landeten immer wieder direkt vor ihr.Kaum öffnete sie Instagram, sprang ihr schon wieder ein neuer Beitrag von Charlotte entgegen.Vor wenigen Minuten wurde es veröffentlicht und handelte von dem heutigen Abend.Zu sehen war ein Foto zweier ineinander verschränkter Hände: Sebastians Hand hielt Charlottes.Darun











