Share

Der Alpha König und sein Hamburger Dirn
Der Alpha König und sein Hamburger Dirn
J. C. Veyra

Kapitel 1

last update Dernière mise à jour: 28.02.2026 00:42:42

Kapitel eins

„Marci, komm frühstücken, du musst gleich los.“

Mal wieder denkt meine Mutter, ich wäre nicht in der Lage, mich selbst am Morgen fertig zu machen. Es ist zwar echt süß von ihr, dass sie mich noch immer bemuttert, aber ich bin morgen 20 und muss selbst auf mein Leben klarkommen.

Ich bin Marciella, 19 Jahre alt, und arbeite am Hamburger Fischmarkt in einer L’Osteria, was ziemlich gut passt, da ich Italienerin bin. Naja, zumindest sagt Mama das immer, denn sie ist aus Rom. Meinen Vater habe ich nie kennengelernt, und ich habe auch die Hoffnung aufgegeben, dass er irgendwann auftaucht und mit seiner Tochter Kontakt will.

Also kämme ich meine dunkelbraune Mähne zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen, packe meine Tasche und gehe zum Frühstückstisch.

„Du willst doch nicht etwa zu spät kommen, oder, Bella?“

„Nein, Mama, es ist alles in Ordnung. Ich weiß, wann ich los muss.“

„Lieber zu früh als zu spät, meine Liebe. Iss auf, ich fahre dich dann in die L’Osteria.“

Nach dem leckeren Frühstück meiner Mutter steigen wir ins Auto und fahren schweigend zur L’Osteria.

Kaum trete ich durch die Tür, kommt mein Schichtleiter Marco wieder mit einem seiner dummen Anmachsprüche.

„Und, wie war der Sturz? Ich hoffe, du hast dich nicht verletzt.“

„Marco, hör wenigstens einen Tag auf mit deinen dummen Sprüchen.“

„Oh, Bella fährt die Krallen aus. Tut mir leid, man sieht nicht jeden Tag einen Engel vom Himmel fallen.“

Ich rolle mit den Augen und gehe in die Umkleidekabine und bleibe noch etwas auf I*******m, während ich auf meinen Schichtbeginn warte.

Lockeres Mittagsgeschäft, so wie immer um diese Zeit. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, die ganze Zeit beobachtet zu werden — und das nicht nur von Marco, der mich ständig beobachtet, sondern anders.

Meine Nackenhaare stellen sich auf und ich schaue mich im Laden um, wobei mein Blick auf einen winkenden, großen Mann fällt. Dunkle Augen, dunkler Bart und dunkle Haare.

Ich stolziere rüber und er sagt, er möchte bar zahlen.

„Alles klar, das macht 48,68.“

Er hält mir einen 200-€-Schein hin und lächelt.

„Stimmt so.“

Ich bedanke mich freundlich. Als ich das Geld entgegennehme, berühren sich unsere Hände und es fühlt sich an, als hätte ich einen Stromschlag bekommen. Ich zucke zusammen und er lächelt mich an, steht auf — und Gott, er ist riesig. Mindestens einen Meter fünfundneunzig.

Ich vergesse, zur Seite zu gehen, immer noch paralysiert von dem Stromschlag. Er lächelt, fasst an meine Taille und hebt mich hoch. Für einen Moment vergesse ich die Welt um mich herum.

„Tut mir leid, señora, aber ich muss leider noch zu einem Meeting.“

„A-a-alles klar. Es t-t-tut mir leid. Bis zum n-n-nächsten Mal.“

Ich spüre, wie rot ich geworden bin. Kein Make-up der Welt kann mir diese Verlegenheit aus dem Gesicht verschwinden lassen. Er lächelt mich süß an und verlässt den Laden.

Kurz darauf kommt Marco und zieht mich für mein Verhalten auf.

„Wieso wirst du nicht so rot, wenn ich bei dir bin? Das hätte ich nach den letzten Jahren an deiner Seite verdient.“

„Es gibt keine letzten Jahre an meiner Seite. Wir arbeiten im selben Laden, und das war’s.“

Den Rest der Schicht kann ich nicht mehr richtig denken, also lässt Marco mich heute früher gehen.

„Dieser Duft von Vanille mit Kaffee … ich bekomme ihn nicht mehr aus dem Kopf.“

Es ist nicht so, dass ich noch nie attraktive Männer bedient habe, aber dieses Mal war es einfach anders — als hätte sich ein Schalter in mir umgelegt. Ich war unfähig, einen Satz zu bilden. Ich stotterte vor mich hin und konnte einfach an nichts mehr denken als an diesen gutaussehenden Mann.

„Ob ich ihn jemals wieder sehen werde?“

Und wenn — wäre es Wunschdenken. Er würde nie eine Kellnerin ansprechen, außer es geht um eine Bestellung, und ich werde meinen Job sicher nicht für eine Absage und eine Beschwerde beim Chef riskieren.

Also gehe ich duschen, essen und lege mich hin.

Stundenlang bekomme ich kein Auge zu und kann an nichts denken außer an diese Augen und dieses schöne Lächeln. Irgendwann falle ich dann aber vor Müdigkeit scheinbar um und schlafe ein.

Continuez à lire ce livre gratuitement
Scanner le code pour télécharger l'application

Latest chapter

  • Der Alpha König und sein Hamburger Dirn   Kapitel 11

    Kapitel 11– Caelen im PackhausDas Packhaus lag still da, nur das leise Tropfen von Wasser irgendwo zwischen den Regalen war zu hören. Caelen hatte seinen Wagen abgestellt, sprang aus dem Lederwagen, die Stiefel hallten auf dem Betonboden. Der Mantel war eng um die Schultern gezogen, die Muskeln angespannt. Jeder Schritt war bewusst, kontrolliert, wie ein Herzschlag, der durch den Raum vibrierte.Rico folgte ruhig hinter ihm, wie immer der stille Beobachter, die Hände locker an den Oberschenkeln. Er wusste, dass Caelen alles im Griff hatte, solange er sich nicht von seinem Zorn treiben ließ.Caelen trat zwischen die Regale, die Augen wachsam, die Hände locker, bereit. Katherine. Sie hatte Grenzen überschritten, und die Bedrohung war nicht nur ihre, sondern auch für alles, was er beschützen wollte. Die Wut in ihm kochte leise, aber intensiv, wie ein Feuer, das jeden Moment ausbrechen konnte.„Rico…“ Caelens Stimme war tief, hart, Alpha pur. „Sie denkt, sie könnte mich testen, meine Ged

  • Der Alpha König und sein Hamburger Dirn   Kapitel 10

    Kapitel 9 – CaelenDer Motor seines Wagens summte noch nach, als Caelen ihn abstellte. Die Straßen Hamburgs waren belebt, voll von hupenden Autos, Menschen auf Fahrrädern, Kinder, die auf dem Bürgersteig hin und her rannten, und Lieferwagen, die quer über die Gassen parkten. Der Duft von gebratenem Fisch, Kaffee und Salz vom Hafen mischte sich in die Luft. Es war kein leerer, stiller Moment – und genau das gefiel ihm. Das Leben der Stadt pulsierte um ihn herum, während er seine Gedanken sammelte.Er öffnete die Tür, spürte den leichten Luftzug, der durch die geparkten Autos auf die Straße zog, und trat heraus. Jeder Schritt auf dem Asphalt war bewusst, kontrolliert. Die Lederstiefel klackten kurz auf dem Boden, als er seinen Mantel enger zog. Seine Schultern waren gerade, der Blick klar, und selbst inmitten des Trubels strahlte er Autorität aus. Jeder Mensch, der ihn passierte, spürte instinktiv diese Präsenz – nicht aggressiv, nicht auffällig, aber unübersehbar.Die Tür zum Packhaus

  • Der Alpha König und sein Hamburger Dirn   Kapitel 9

    Kapitel 8 – CaelenEr parkte den Wagen vor dem Restaurant und atmete tief durch. Die Sonne stand schon hoch über Hamburg, die Straßen waren lebendig, voll von Lieferwagen, Radfahrern und Menschen, die sich durch die Gassen schlängelten. Der Duft von frischem Gebäck und Salz aus dem Hafen mischte sich in die Luft – alles wie immer. Und doch war es anders.Er freute sich. Ja, zum ersten Mal seit Tagen freute er sich auf einen Ort, an dem er wusste, dass sie war. Marciella. Schon der Gedanke an sie ließ ihn kurz lächeln. Heute nach Feierabend wollte er mit ihr spazieren gehen. Nicht als Alpha, nicht als Rudelführer, sondern als Mann. Einfach nur sie kennenlernen. Ohne Drohungen, ohne Druck, ohne Katherine. Nur ein Spaziergang durch die Straßen Hamburgs, die Lichter, der Geruch des Hafens, die Stadt bei Nacht.Er trat ein. Das Restaurant war lebendig wie immer, das Stimmengewirr, das Klirren von Tellern, das Lachen der Gäste – alles wie ein pulsierender Herzschlag, und mitten darin war si

  • Der Alpha König und sein Hamburger Dirn   Kapitel 8

    Kapitel 8 – MarciellaDie Mittagsstunde im Restaurant war hektisch, und Marciella versuchte verzweifelt, sich auf die Bestellungen zu konzentrieren. Die Luft war warm, nach Fisch und Kaffee und gebratenem Gemüse, und überall klingelte Geschirr, riefen Gäste nach Aufmerksamkeit. Aber all das konnte nicht verhindern, dass ihr Herz jedes Mal einen Schlag aussetzte, sobald sie die Tür hörte, die sich öffnete.„Marciella!“ Marco war neben ihr, noch immer halb lachend, halb ernst. „Du solltest besser aufpassen – jemand wartet auf dich.“Sie schob den Gedanken beiseite, zwang sich, die Kunden zu bedienen, doch sie wusste, dass es keine Flucht vor der Realität gab. Sie hatte recht: Jemand war im Restaurant. Und sie konnte es kaum glauben, als sie aufblickte und Caelen sah, der durch die Tür trat. Sein Mantel leicht geöffnet, dunkle Haare unordentlich, aber perfekt, und diese Präsenz, die den Raum sofort erfüllte. Nicht nur ein Mann – ein Alpha.Ihr Herz stolperte. Ihr Verstand schrie, sie sol

  • Der Alpha König und sein Hamburger Dirn   Kapitel 7

    Kapitel 7 – MarciellaDer Morgen begann hektisch. Die Straßen Hamburgs waren voll, die Autos hupten, Radfahrer schlängelten sich durch die Lücken, und die Sonne spiegelte sich auf den nassen Pflastersteinen. Marciella schlug den Schal enger um den Hals und versuchte, die Müdigkeit aus ihren Augen zu wischen. Die Nacht war kurz gewesen. Sie hatte kaum geschlafen, und die Erinnerung an gestern Abend drängte sich immer wieder in ihren Kopf.„Mama, Frühstück!“ rief sie in die Diele, während sie sich hastig einen Kaffee einschenkte und zwei Teller auf das Tablett stellte.„Na, du siehst müde aus“, bemerkte ihre Mutter, als sie in die Küche kam. „Alles in Ordnung?“„Nicht wirklich“, gab Marciella zu, während sie sich einen Toast schnappte. „Ich habe schlecht geschlafen… aber ich muss jetzt zur Arbeit.“Der Weg zum Fischmarkt war lebendig, wie immer zu dieser Stunde. Menschen eilten über die Straßen, Händler riefen ihre Angebote, Lieferwagen parkten hektisch am Straßenrand. Marciella atmete

  • Der Alpha König und sein Hamburger Dirn   Kapitel 6

    Kapitel 6 – CaelenDer Wagen schnurrte, als Caelen die Lichter Hamburgs hinter sich ließ, aber sein Wolf war unruhig. Nicht wegen des Verkehrs. Nicht wegen des Wetters. Wegen ihr. Marciella. Ihr Duft hatte sich in sein Unterbewusstsein gefressen, hartnäckig, wild, brennend. Jeder Kilometer, den er sich vom Fischmarkt entfernte, machte das Verlangen greifbarer – und gleichzeitig gefährlicher. Sein Herzschlag war ruhig, aber unter der Oberfläche knurrte etwas in ihm, etwas, das er weder unterdrücken noch ignorieren konnte.Er parkte vor dem Anwesen, stieg aus, spürte die kühle Nachtluft auf der Haut. Sein Rudelgebiet lag still, die Bäume warfen lange Schatten, das Gebäude ragte dunkel gegen den Nachthimmel. Sicherheit. Kontrolle. Ordnung. Dinge, die er beherrschte. Doch heute war nichts beherrschbar.Katherine hatte heute die Kontrolle verloren. Gelbe Augen. Knurren. Angriffslust. Vor Menschen. Vor Marciella. Sie war keine Beta, die man zurechtweisen oder einschüchtern konnte. Sie war e

Plus de chapitres
Découvrez et lisez de bons romans gratuitement
Accédez gratuitement à un grand nombre de bons romans sur GoodNovel. Téléchargez les livres que vous aimez et lisez où et quand vous voulez.
Lisez des livres gratuitement sur l'APP
Scanner le code pour lire sur l'application
DMCA.com Protection Status