ログイン⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Am nächsten Morgen weckte mich das laute, rhythmische Knarren des alten Bettes aus dem Tiefschlaf. Ich drehte mich um und streckte die Hand aus, doch die Laken waren bereits kalt – Zayn war nicht im Bett. Gestern Abend, gleich nachdem Ronan uns das Abendessen gebracht hatte, überkam uns eine überwältigende Welle der Müdigkeit, und wir schliefen fast sofort ein. Ich schüttelte es ab und nahm an, es sei nur die starke emotionale Erschöpfung, den ganzen Tag lang die zerstörten Grenzen zu besichtigen. Ich schlüpfte aus dem Bett, zitterte leicht, als die kühle Morgenluft meine Haut berührte, und wickelte meinen Seidenmantel fest um meine Taille. Ich verließ das Schlafzimmer und schlich leise den schmalen Flur entlang in Richtung Essbereich. Doch noch bevor ich die Türschwelle erreichte, drang das leise Gemurmel gedämpfter Stimmen den Flur entlang zu mir herüber. Es waren Zayn und Sheila. Ich verlangsamte meinen Schritt und war augenblicklich auf der Hut
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Wir betraten das kleine, urige Gasthaus, in dem wir die Nacht verbringen mussten, bis der unerwartete massive Steinschlag, der die Hauptbergstraße aus dem Ort versperrte, von unseren Wachen geräumt werden konnte. Sheila hatte offenbar mitbekommen, wie wir darüber sprachen, dass wir im Dorf festsaßen, woraufhin sie auf uns zukam und uns großzügig anbot, in ihrem leerstehenden Haus zu übernachten. Das Gasthaus war alt und verwittert, mit knarrenden Holzdielen, einem schummrigen, von flackernden Kerzen beleuchteten Eingangsbereich und dem schwachen, schweren Duft von Kiefer und Staub, der an den Wänden haftete. „Mein Mann und ich haben diesen Ort früher gemeinsam geführt, bevor er sich entschloss, ihn hinter sich zu lassen und sich der Vorhut anzuschließen, um gegen die Schurken zu kämpfen“, sagte Sheila, und ihre Stimme war von einer tiefen, schmerzlichen Traurigkeit durchdrungen, als sie uns den schmalen Flur entlangführte. „Dein Verlust tut mir so lei
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Er hob mein Kinn an, seine dunklen Augen musterten mein panisches Gesicht. „Geht es dir gut, Liebling?“, fragte er mit leiser Stimme, die vor Sorge bebte. Ich nickte schnell, meine Hände zitterten noch immer, mein Puls wollte einfach nicht langsamer werden. Doch obwohl ich in seiner Umarmung sicher war, pochte der scharfe, brennende Stich an der Stelle, an der sie mir an den Haaren gerissen hatte, immer noch und hinterließ einen anhaltenden Schmerz, der weit tiefer ging als bloße körperliche Qual. Cora trat langsam vor, ihre Hände stützten meine Schultern, während Zayn langsam den Kopf drehte, um die gefesselte Frau anzusehen. Sein Gesicht war wie aus Eis gemeißelt, in seinen Augen blitzte ein tödliches Versprechen auf. „Bringt sie weg“, befahl er den Wachen mit leiser, fester Stimme, die vor Warnung knirschte. „Nein, warte – tu das nicht!“, keuchte ich und legte eine Hand auf Zayns Brust, um ihn aufzuhalten. Zayn blickte auf mich herab, sein Kief
⋅ ⋅ ❦ Blaire Rose ❦ ⋅ ⋅ Wir waren ununterbrochen durch die zerstörten Grenzdörfer gereist und hatten die Verwüstung mit eigenen Augen gesehen. Es war zutiefst herzzerreißend zu sehen, wie sehr mein Volk litt. Die Angriffe der Rebellen hatten die gesamte Region in Schutt und Asche gelegt; wohin wir auch blickten, waren Häuser zu verkohlten Trümmern zerfallen, und die Luft war schwer vom Geruch von Rauch und Trauer. Manche Frauen weinten an den flachen Gräbern ihrer Ehemänner, während Väter im Dreck saßen und die verbrannten Spielsachen der Kinder umklammerten, die sie nicht retten konnten. Es war ein schmerzhafter, ernüchternder Anblick, und jedes Mal, wenn ich ein weinendes Waisenkind ansah, überkam mich eine Welle der Wut. Victoria hatte jede einzelne Demütigung verdient, die sie erlitten hatte. Mittlerweile war ihr „Marsch der Schande“ vorbei, und sie war über die Grenzmauern in die gesetzlosen Rebellengebiete geworfen worden. Ein Teil von mir fragte sich kurz, was diese w
⋅ ⋅ ♔ Alpha Zayn Kai ♔ ⋅ ⋅Blair wartete völlig nackt in der Mitte unseres Bettes auf mich. Sie kniete auf den Seidenlaken, ihre Wangen waren tiefrot gerötet. In einem Akt purer, ungezügelter Unterwerfung hatte sie eine meiner dunklen Seidenkrawatten aus dem Schrank geholt, den Stoff fest zwischen die Zähne geklemmt, um sich einen provisorischen Knebel zu basteln, bevor sie die Enden hinter ihrem Kopf fest zusammenband und ihr langes Haar aus dem Weg steckte. Sie so zu sehen – verletzlich, atemberaubend und mir gehörend – ließ einen elektrisierenden Schauer direkt in meinen Unterleib schießen. Mein Schwanz wurde augenblicklich steinhart und drückte mit schmerzhaftem, pochendem Druck gegen den Stoff meiner Hose. Der Anblick meiner wunderschönen, ungezähmten Luna, die sich entschlossen hatte, sich nur zu meinem perversen Vergnügen zum Schweigen zu bringen, entfesselte etwas Dunkles in mir. Blair beobachtete mich, ihr Blick schwer und vor Verlangen unkonzentriert, während
⋅ ⋅ ♔ Alpha Zayn Kai ♔ ⋅ ⋅ „Ich weiß nicht, wo zum Teufel du diesen Mist darüber gehört hast, dass ich meine eigenen Brüder ermordet habe, denn das entspricht nicht einmal ansatzweise der Wahrheit“, sagte ich, und meine Stimme durchdrang seine Wut wie eine Stahlklinge. „Was auch immer für giftige Lügen deine Mutter dir über die Jahre ins Ohr geflüstert hat – sie hat versucht, dich gegen mich aufzubringen.“ Nolan erstarrte. Eine explosive Mischung aus tiefer Skepsis, Verwirrung und roher Verletzlichkeit huschte über sein Gesicht. Sein Kiefer spannte sich an, und seine Augen verengten sich zu Schlitzen, während er mich anstarrte und verzweifelt versuchte, herauszufinden, ob ich bluffte. Doch sein Gesichtsausdruck verriet mir alles – er glaubte mir kein Wort. Und ehrlich gesagt, angesichts der dunklen Gerüchte, mit denen Victoria ihn sein ganzes Leben lang gefüttert hatte, wer könnte es ihm verübeln? Er stieß einen kalten, humorlosen Seufzer aus. „Lass mich dir eine Frage stel







