Abgelehnt und betrogen: Sklavin des Alpha-Königs

Abgelehnt und betrogen: Sklavin des Alpha-Königs

last updateLast Updated : 2026-10-30
By:  Faithlyn BooksUpdated just now
Language: Deutsch
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Seraphina Thornveil hat ihr ganzes Leben als wolflose Omega verbracht, verachtet wegen ihres weißen Haars und ihrer elektrischen blauen Augen und wie eine Dienerin von der Familie behandelt, die sie hätte beschützen sollen. Als ihre Mutter als Mörderin der alten Königin benannt wird, schickt ihr Vater sie, um die Schuld als Sklavin und Züchterin a den gefürchteten Alpha-König zu zahlen. Brandon ist grausam, mächtig und hält seinen Wolf kaum zusammen. Er sollte die Tochter der Frau hassen, die er jahrelang gejagt hat. Aber sie ist seine schicksalsverbundene Gefährtin, und sie ist die Einzige, die das Biest in ihm beruhigen kann.

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Chapter 1

Kapitel Eins

Seraphina POV

„Ich stelle euch alle meine Gefährtin und zukünftige Luna vor, Selene Thornveil.“

Applaus erklang in der Halle. Doch meine Welt schien stehen zu bleiben, mein Atem ging unregelmäßig. Ich blickte zurück zu dem Mann, der diese Worte ausgesprochen hatte, Clark, meinem schicksalsverbundenen Gefährten.

Seine Hände waren ausgestreckt, das Lächeln breit, in Richtung meiner Stiefschwester Selene.

Selene strahlte, als sie zu dem Platz schritt, an dem Clark stand, ihr langes rotes Kleid fegte über den Boden der Rudelhalle. Meine Stiefmutter betrachtete sie mit stolzerfüllten Augen, während mein Vater von der Seite aus strahlte. Sie alle sahen sie an, als wäre sie das Licht der Familie.

Sie stand neben Clark, ihre Augen trafen die meinen und darin lag Genugtuung, ein langsames Grinsen erschien auf ihrem Gesicht, bevor es schnell verschwand.

Ich spürte, wie sich meine Welt drehte. Clark warf mir keinen Blick zu, als wäre er nicht derjenige gewesen, der mir wiederholt versichert hatte, er würde mich zu seiner Luna machen.

Ich hatte ihm geglaubt. Mein Gott, ich hatte jedes Wort geglaubt, das aus seinem Mund gekommen war. Wie hätte ich auch nicht? Clark war der begehrteste Mann im Rudel, der Erbe des Throns. Er hatte den Ruf, kühlen Kopfes zu sein und mit Autorität zu führen. Sein Charme und seine Ausstrahlung machten ihn zum Schwarm vieler Mädchen.

Als ich herausfand, dass er mein schicksalsverbundener Gefährte war, konnte ich es kaum glauben. Die Mondgöttin hatte mich, eine wolflose Omega, mit dem Alpha gepaart. Es schien zu schön, um wahr zu sein. Als würde das Universum zu meinen Gunsten arbeiten, akzeptierte Clark mich. Er versprach, an meiner Seite zu stehen, mein Licht in meiner dunklen Welt zu sein, sogar gegen meine grausame Familie.

Meine Augen brannten vor unvergossenen Tränen. Was für eine Närrin ich gewesen war.

Wie konnte er meine Hoffnung wecken, nur um sie in millionen winzige Stücke zu zerschlagen? Ich verdiene das nicht. Ich verdiene nicht all den Schmerz in mir.

Ich wusste nicht, dass ich diese Worte laut gesagt hatte, bis Clarks Blick zu mir wanderte. Auf seinem Gesicht lag nicht die Spur von Reue. Da war nur Abscheu und Hass, so groß, dass mein Herz stockte.

„Du glaubst wirklich, ich würde dich zur Luna dieses Rudels machen? Sei nicht wahnsinnig, Seraphina. Du bist genau dort, wo du bist. Unter uns allen, und das wirst du immer bleiben.“ Er spuckte die Worte aus und ich zuckte zusammen.

Ich suchte in seinen Augen nach dem Mann, der mir einst unsterbliche Liebe zugeflüstert hatte. Alles, was übrig blieb, war ein Fremder, den ich nicht wiedererkannte.

Einige Kichern und Gelächter brachen unter den Mädchen in meinem Alter in der Halle aus. Sie sahen mich mit Mitleid an. Und andere mit Freude über meine Lage.

„Du hättest mich nie als deine Gefährtin akzeptieren sollen, wenn du wusstest, dass du mich nie zur Luna machen würdest“, meine Stimme zitterte vor Emotionen, die ich zurückzuhalten versuchte.

„Wie kannst du es wagen, dem zukünftigen Alpha zu sagen, was er zu tun hat?!“ Die Stimme meines Vaters dröhnte vor Wut. Er kam auf mich zu und blieb ein paar Schritte von mir entfernt stehen.

Die Liebe, die in seinen Augen für Selene geleuchtet hatte, war völlig verschwunden. Alles, was da war, war Hass auf mich, ich spürte ihn bis in die Knochen, und meine Finger, die schon taub waren vom festen Umklammern des Wischmoppstiels, preßten sich noch fester zusammen.

„Er war mein Gefährte—“

„Genug!“ Clarks Stimme unterbrach mich. „Es spielt keine Rolle, was du denkst. Ich habe meine Entscheidung getroffen und sie ist endgültig.“

Meine Kehle schnürte sich zu, meine Augen füllten sich mit Wasser. Ich biss mir in die Innenseite der Wange, um den Schmerz in mir nicht zuzulassen. Ich würde ihnen nicht die Genugtuung geben, mich weinen zu sehen.

„Dann verstoße mich.“ Meine Stimme kam laut und klar heraus, während ich Clarks Blick festhielt. Ich weigerte mich nachzugeben, nicht nachdem er mich vor allen gedemütigt hatte.

„Hör auf, so schwierig zu sein, liebe Schwester. Wir alle wissen, dass du für diese Position nicht geeignet bist.“ Selene sprach neben ihm und sah aus, als würde sie auf mich aufpassen.

Ihre Hand umklammerte Clarks Hand fester, sie rückte an seine Seite, ihre Schultern berührten sich. Clark hatte mir einmal gesagt, er hasse körperliche Berührung. Es stellte sich heraus, dass er meine Berührung meinte. Die Erkenntnis ließ mein Herz schmerzhaft zusammenzucken.

Clark wandte sich ihr zu mit Augen voller Liebe. Er streichelte ihr den Kopf und küsste ihn. „Mach dir darüber keine Sorgen, Schatz. Ich werde sie jetzt verstoßen.“

Sie redeten, als wäre ich gar nicht im Raum. Als wäre ich eine Puppe, die er benutzen und wegwerfen konnte.

Seine Augen wandten sich zu mir, wurden sofort hart. „Ich, Clark Ravenhart, zukünftiger Alpha des Blackstone-Rudels, verstoße dich, Seraphina Thornveil, als meine Gefährtin und zukünftige Luna.“

Der Schmerz kam plötzlich und scharf, ohne mir Zeit zu lassen, mich darauf vorzubereiten. Ein Schrei riss aus meiner Lunge, meine Knie knickten ein und ich sank zu Boden. Mein Körper stand in Flammen. Der Teil meiner Seele, in dem die Gefährtenbindung lag, fühlte sich an, als würde er herausgerissen.

Ich spürte es, das Zerreißen der Bindung, meine Hand löste sich vom Wischmoppstiel, der klappernd zu Boden fiel. Ich fiel mit ihm und rollte mich zusammen. So sehr ich auch dagegen ankämpfte, es nützte nichts; ich war nur eine Omega, die keinen Wolf hatte, der mich heilen konnte.

Als es vorbei war, stand ich langsam auf. Die Halle war zu ihrer Feier zurückgekehrt. Mein Vater war von mir zu Lydia, meiner Stiefmutter, gegangen, die mich nicht einmal angeschaut hatte.

Dann streiften meine Augen zu ihm. Der Mann, der all das verursacht hatte. „Ich, Seraphina Thornveil, akzeptiere deine Verstoßung“, flüsterte ich zu mir selbst und biss die Zähne zusammen gegen den Schmerz, als der letzte Riss der Gefährtenbindung zerbrach.

Clarks Augen fanden die meinen. Er spürte es auch. Seine Augen waren emotionslos. Aber darunter lag Schmerz. Sein Blick wurde von mir abgezogen, als Selene ihm etwas ins Ohr flüsterte. Er lächelte und küsste ihre Lippen.

Ich schaute weg, der Schmerz zerfleischte mein Inneres. Hier wurde ich nicht mehr gebraucht. Die einzige Hoffnung, die ich gehabt hatte, war genommen. Vielleicht war dies mein Zeichen zu gehen.

Wie betäubt fand ich mich auf dem kleinen, klapprigen Bett in dem, was ich mein Zimmer nannte. Es war nicht einmal für einen Sklaven geeignet. Und doch war ich hier, die verlassene Tochter des Betas, die weniger lebte als ein Sklave.

Ein selbstironisches Lachen entwich meinen Lippen, zusammen mit den Tränen, die ich so sehr zurückgehalten hatte. Sie kamen in Wellen, hart, hässlich, mit Schnupfen, der mir aus der Nase lief.

Ich weinte so heftig, dass ich nicht merkte, wann ich eingeschlafen war. Stunden später wurde ich von einem sanften Tippen auf meiner Schulter geweckt. Als ich die Augen öffnete, sah ich Ava, meine beste Freundin, die mich mit tränenfeuchten Augen anstarrte.

„Oh Seraphina. Ich habe gehört, was heute passiert ist“, sie umarmte mich fest, und eine frische Welle von Tränen rollte heran.

Ich weinte noch mehr in ihren Armen und sie setzte sich neben mich und streichelte meine Hände. „Wir sollten weglaufen.“ sagte sie mit trauriger und entschlossener Stimme.

Mein Kopf drehte sich so schnell zu ihr, dass meine Augen weit aufgerissen waren.

„Wir können nicht länger hierbleiben, Sera. Dieses Rudel ist nicht für dich bestimmt. Für uns.“ Sie drückte meine Hand. „Erinnerst du dich, wie wir immer geplant haben wegzulaufen? Aber du sagtest, du könntest es nicht mehr wegen Clark? Nun, hier ist nichts mehr für uns übrig.“ Sie argumentierte und ich starrte ins Leere.

Wir hatten das immer geplant. Aber Clark war dazwischengekommen. Konnte ich meinen Vater wirklich zurücklassen? Ja, antwortete eine leise Stimme in meinem Hinterkopf.

„Bitte. Morgen Abend.“ Ava drehte sich zu mir um. Ihr Gesicht war im dunklen Zimmer fast sichtbar.

„Was passiert morgen Abend?“ Lydia, meine Stiefmutter, stand in der Tür und sah Ava und mich misstrauisch an.

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