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Kapitel 3

مؤلف: Cocojam
Der Alchemist des Clans sah meinen Zustand und wusste, dass er mich an einen echten Ort der Heilung bringen musste.

Er schickte eine verzweifelte Nachricht über die Blutverbindung an Justin.

„Lord Justin, das ist ein Notfall! Bitte kommt ins Heiligtum! Gracies Zustand ist kritisch, sie leidet unter einem schweren psychischen Rückschlag!“

Justins Stimme war voller Gereiztheit.

„Gracie! Du bist einfallsreicher, als ich dachte. Du bist tatsächlich entkommen und hast jemanden gefunden, der dir hilft.“

„Es ist mir egal, welchen Trick du versuchst. Ich komme nicht. Ich kenne deinen Körper besser als du selbst, Gracie. Du bist nicht wirklich in Gefahr.“

„Ich habe dir gesagt, es ist auch mein Kind! Du bist nach Isolde dran. Warum diese Eile?!“

Der Alchemist sah mich mit tiefem Mitgefühl an und wandte sich dann an einen Lehrling.

„Bring sie ins äußere Heiligtum. Wir müssen es versuchen.“

Ich hätte mir nie vorgestellt, dass sie mich in dasselbe Heiligtum wie Isolde brachten.

Der Alchemist flehte die Wachen dort an, doch Justins Befehle standen fest.

Nicht ein einziger Tropfen des heilenden Quellwassers sollte für mich verschwendet werden.

Durch die Wand hörte ich Justins kalte, feste Worte.

„Es ist mir egal, für wen es ist. Ich gehe kein Risiko mit Isolde ein. Alles muss perfekt sein.“

Ich brach verzweifelt zusammen.

In diesem Moment traf mein Blick den eines Mannes an der Tür.

Es war Justins Stellvertreter.

Seine Augen weiteten sich vor Schock, als er mich sah, doch er wirkte unsicher.

Er eilte zu Justin.

„Mein Lord, draußen ist eine Frau, voller Blut. Sie… sie sieht aus wie Lady Gracie.“

Justin runzelte die Stirn und rieb sich die Finger.

„Unmöglich“, fuhr er ihn an. „Sie kann kaum gehen. Sie kann es nie bis hierher kommen.“

Der Stellvertreter versuchte es erneut, seine Stimme leise.

„Vielleicht solltet Ihr nachsehen, mein Lord. Wenn sie es ist, sind sie und das Kind in großer Gefahr.“

Justin funkelte ihn an.

„Ich habe gesagt, es ist unmöglich! Wenn sie es wäre, wäre sie nicht so still. Sie hätte längst einen Aufstand gemacht. Außerdem würde ein stolzer Wolf wie Gracie lieber sterben, als sich so sehen zu lassen. Schwach. Voller Blut.“

Der Alchemist stritt immer noch und versuchte, wenigstens einen einzigen Trank zu bekommen.

Justin drohte ihm mit seiner Stellung, und er verstummte.

Der Alchemist kehrte zu mir zurück, mit einer stummen Entschuldigung im Gesicht.

Es gab nichts mehr, was er tun konnte.

Ich versuchte ihnen zu sagen, sie sollten sich keine Sorgen machen, doch meine Sicht begann zu verblassen.

Das psychische Trauma und der Blutverlust zogen mich hinab.

Ich hörte die Heiler flüstern, ihre Stimmen wurden immer ferner.

„Das magische Trauma… zu stark… sie kann sich nicht selbst heilen…“

„Der zweite Herzschlag wird schwächer…“

„Schnell, holt den Herzruhetrank! Jetzt!“

Ich versuchte zu sprechen, zu schreien, doch kein Laut verließ meine Kehle.

Ich konnte nur die verschwommenen Gestalten sehen, die hektisch um mich herumliefen. Hilflos.

Meine Hand glitt zu meinem Bauch. Die verzweifelten Tritte waren verschwunden. Das Leben, das ich monatelang beschützt hatte… war still. Eine leere, kalte Stille trat an seine Stelle. Mein Baby war fort.

Tränen verschleierten den Rest meiner Sicht.

Es tut mir leid, schrie mein Herz. Mein Baby, Mama tut es so leid. Ich konnte dich nicht beschützen.

Eine einzelne Träne lief aus meinem Augenwinkel.

Dann verschlang mich die Dunkelheit.

...

Justins Perspektive

Justin ging vor dem Ritualheiligtum auf und ab.

In dem Moment, als sich die Türen öffneten, dachte er zuerst an Isolde.

Er eilte an ihr Bett und betrachtete das Kind, das durch einen Blutfluch gezeugt wurde und nun in einem Kranz aus magischem Licht schlief.

Seine Augen füllten sich mit Hoffnung.

„Er sieht aus wie ein wahrer Adliger“, flüsterte er. „So rein.“

Für einen flüchtigen Moment dachte er an Gracies Kind. Vielleicht ein Mädchen. Mit der wilden, ungezähmten Schönheit ihrer Mutter.

Nachdem er einen Schutzzauber über Isoldes Kind gelegt hatte, wandte sich Justin zum Gehen.

Ein Tag verging.

Es war Zeit, Gracie ins Heiligtum zu bringen.

In diesem Moment erschien sein Stellvertreter.

Justin warf ihm den Schlüssel zur geheimen Kammer zu.

„Geh zurück zum Schloss. Hol Gracie aus der geheimen Kammer und bring sie hierher.“

Sein Stellvertreter wich seinem Blick aus.

Er stand reglos da. Eine tiefe Angst ging von ihm aus, etwas, das Justin nicht verstand.

Als Justins Geduld erschöpft war, sprach der Mann endlich, seine Stimme zitterte.

„Mein Lord… Gracie und das Kind… ihre Lebenszeichen… sind verschwunden.“
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