Der Shadow Alpha ist der Vater meines Babys

Der Shadow Alpha ist der Vater meines Babys

last updateLast Updated : 2026-09-24
By:  RoguePumpkinOngoing
Language: Deutsch
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Eine Nacht mit einem Fremden. Vier Jahre voller Geheimnisse. Und ein Sohn, der den Schatten-Alpha gerade „Papa“ genannt hat. Als mein vorherbestimmter Gefährte mich zurückwies, lief ich in die Arme eines Mannes, von dem ich dachte, ich würde ihn nie wiedersehen. Jetzt ist er mein Boss, der Vater meines Kindes und der gefährlichste Alpha der Welt. Er ist kalt. Er ist besitzergreifend. Und er ist entschlossen, mich zu der Seinen zu machen. Der Schatten-Alpha hat seinen Erben gefunden. Jetzt kommt er, um mich zu holen.

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Chapter 1

Kapitel 1: Die Zurückweisung am Geburtstag

CANDICE

Es war mein Geburtstag, und das gesamte Stonecrest-Rudel hatte sich in der großen Halle versammelt, um zu feiern. Lichterketten durchzogen die gewölbte Decke und ihr sanftes Leuchten spiegelte sich auf den polierten Holzböden, die nach Zitronenöl und Kiefer rochen. Wölfe in ihrer besten lässigen Kleidung lachten über Plastikbecher mit gewürztem Apfelwein, während Welpen zwischen den Beinen der Erwachsenen herumjagten. Die Luft summte vor jener leichten Freude, die nur entsteht, wenn ein Alpha Respekt einflößt und sein Rudel sich sicher genug fühlt, albern zu sein. Irgendwo in einer Ecke erzählte der alte Gerald zum hundertsten Mal seine berühmte Geschichte über den Elch und den falsch gesetzten Reviermarker, während die jüngeren Wölfe ihm zuhörten, als wäre es das erste Mal. Der Desserttisch bog sich unter der Last von Kuchen, Gebäck und einem großen Schokoladenbrunnen, den irgendeine Tante unbedingt mitbringen wollte, und überall lag der Duft von Zucker, Zimt und jener klaren Bergluft in der Luft, die sich nach Heimat anfühlte.

Ich stand in der Nähe des Desserttisches und hielt einen Pappteller in den Händen, obwohl ich keinen einzigen Bissen vom Kuchen genommen hatte. Die Schokoladenglasur begann in der Wärme des Raumes leicht zu schmelzen, und ein einzelner Tropfen rann wie eine dunkle Träne an der Seite des Stücks hinunter, während mein Blick immer wieder zu den schweren Eichentüren am anderen Ende der Halle wanderte.

Ich wartete.

Meine Wölfin, ein ruheloses silbernes Wesen namens Sera, drehte Kreise in meiner Brust, als wüsste sie etwas, das mir verborgen blieb. Den ganzen Abend hatte sie gewinselt und gegen meine Rippen gedrängt, als wollte sie weglaufen, während ich Stunden damit verbracht hatte, ihr einzureden, sie solle geduldig sein, vertrauen und daran glauben, dass heute alles anders werden würde.

„Hör auf, so herumzuzappeln, Candice.“

Die Stimme gehörte Annabelle, meiner Stiefschwester, die neben mir auftauchte und ein Kleid in der Farbe frischen Blutes trug. Ihr blondes Haar war zu einem kunstvollen Knoten gedreht, der bestimmt eine Stunde Arbeit gekostet hatte, und kleine Diamantnadeln funkelten darin wie eingefangene Sterne. Sie roch nach teurem Parfüm und Zufriedenheit, eine Mischung, die meiner Wölfin jedes Mal das Fell sträuben ließ. Annabelle war seit sechs Jahren meine Stiefschwester, seit ihre Mutter meinen Vater geheiratet hatte, bevor er starb, und in all dieser Zeit hatte sie mich kein einziges Mal angesehen, ohne dieses bestimmte Glitzern in den Augen zu haben. Es war das Glitzern eines Menschen, der wusste, dass er ein Spiel gewann, von dem ich nicht einmal wusste, dass ich es spielte.

„Ich zappel nicht“, sagte ich.

„Du vibrierst wie ein verängstigtes Kaninchen.“ Annabelle pflückte eine Erdbeere von meinem unberührten Kuchen und biss mit ihren perfekten weißen Zähnen hinein. Ein Tropfen Saft blieb an ihrer Unterlippe hängen, bevor sie ihn mit einer Serviette abtupfte. „Leo wird kommen. Der Alpha kommt immer zu Rudelfeiern, also entspann dich.“

Entspannen. Als ob das möglich wäre.

Heute war mein achtzehnter Geburtstag, und achtzehn bedeutete, dass sich das Band vollständig manifestieren würde. Jeder Wolf wusste, was das bedeutete. Seit Jahren hatte ich diese schwache Anziehung zu Leo Stone gespürt, einen magnetischen Faden, der an meinem Herzen zog, sobald er in der Nähe war. Es hatte als Flüstern begonnen, als ich zwölf war, und war zu einem Brüllen geworden, als ich sechzehn wurde. Heute Nacht würde Leo Stone, der Alpha von Stonecrest, mir in die Augen sehen und dieselbe Anziehung spüren. Endlich würde er mich wahrnehmen, nicht länger als die stille Tochter einer verstorbenen Omega oder als die Stiefschwester des goldenen Mädchens unseres Rudels, sondern als seine Auserwählte, seine Gefährtin und zukünftige Luna. Die Mondgöttin machte keine Fehler. Sie hatte mich für ihn bestimmt, und heute Nacht würde auch er es erkennen, so sicher, wie ich es längst wusste.

Die Türen öffneten sich.

Leo trat ein, flankiert von seinem Beta Henry, und eine Welle von Energie rollte durch die Halle, sodass die Gespräche mitten im Satz verstummten und die Wölfe sich aufrichteten und instinktiv das Kinn hoben. Selbst die Welpen hielten inne und sahen ihren Alpha mit großen, ehrfürchtigen Augen an. Er war auf jene Weise schön, auf die auch ein Wintersturm schön war: kalt, wild und zerstörerisch, mit dunklem Haar, das ihm aus dem Gesicht gestrichen war, einem Aussehen, das von Generationen dominanter Blutlinien geprägt schien, Schultern, die ein ganzes Territorium tragen konnten, und Händen, die nie eine Niederlage gekannt hatten. Er trug ein dunkelgraues Hemd, das die Breite seiner Brust und die mühelose Kraft seiner Haltung betonte, während jede Frau im Raum ihm einen Blick zuwarf und jeder Mann sich ein wenig gerader aufrichtete, in der Hoffnung, seinen anerkennenden Blick zu erhaschen.

Sein Blick traf meinen.

Mein Herz blieb stehen.

Dann zerbrach es.

Denn in Leos Augen lag keine Wärme, kein Staunen und keine magnetische Erkenntnis, sondern nur Gereiztheit und etwas noch Schlimmeres: Resignation. Er sah mich an, als wäre ich eine Pflicht, die er lange aufgeschoben hatte und nun nicht länger ignorieren konnte, als würde es ihn etwas kosten, mich überhaupt anzusehen, und als hasste er es, diesen Preis zahlen zu müssen. Meine Wölfin Sera stieß ein leises, verletztes Winseln aus, das durch meinen ganzen Körper vibrierte.

Leo kam mit dem langsamen, entschlossenen Schritt eines Alphas auf mich zu, der sich einer Unannehmlichkeit stellen musste, und die Menge wich ihm wie Wasser vor einem Stein zurück. Henry folgte einen Schritt hinter ihm, sein freundliches Gesicht angespannt vor Sorge. Ich hatte Henry immer gemocht, denn er war derjenige gewesen, der mir als Welpe extra Brötchen zugesteckt hatte, wenn Annabelle dem Küchenpersonal eingeredet hatte, ich sei auf Diät, und der mich einmal nach Hause gefahren hatte, als ich mir im Wald den Knöchel verstaucht hatte und Leo zu beschäftigt gewesen war, es überhaupt zu bemerken. Jetzt sah Henry aus wie ein Mann, der auf einen Autounfall zusteuerte, den er nicht verhindern konnte, und sein Blick sagte mir alles, noch bevor Leo den Mund öffnete.

„Candice.“ Leo blieb drei Schritte entfernt stehen, nah genug, dass ich das Kiefernholz und den Rauch auf seiner Haut riechen konnte, und nah genug, um ihn zu berühren, wenn ich den Mut dazu gehabt hätte. „Alles Gute zum Geburtstag.“

Seine Worte waren flach und leer, wie die Art von Glückwünschen, die man einem Fremden entgegenbrachte, dessen Namen man im nächsten Moment schon wieder vergessen würde.

„Danke, Alpha.“ Der Titel schmeckte wie Kies in meinem Mund, doch ich konnte mich nicht dazu bringen, seinen Namen auszusprechen, nicht, während er mich so ansah.

Leos Kiefer spannte sich an, während sein Blick durch die Halle glitt und die Rudelmitglieder wahrnahm, die verstummt waren, um uns zu beobachten. Annabelle war näher getreten, ihr rotes Kleid ein greller Farbfleck in meinem Blickfeld, und ich konnte ihre Zufriedenheit beinahe wie Hitze auf meiner Haut spüren.

„Das Band“, sagte Leo leise, so leise, dass nur ich ihn hören konnte, „wird nicht anerkannt.“

Der Raum schien unter meinen Füßen wegzukippen, und ich umklammerte meinen Pappteller so fest, dass sich der Rand schmerzhaft in meine Handfläche schnitt, während der Schokoladenkuchen gefährlich zur Seite rutschte.

„Was?“

„Die Mondgöttin hat einen Fehler gemacht.“ Leos Augen waren hart wie Feuerstein. „Du bist nicht geeignet, an meiner Seite als Luna zu stehen. Du hast keine Macht, keine bemerkenswerte Abstammung, und das Rudel würde niemals eine Anführerin akzeptieren, die es nicht respektieren kann. Ich tue dir einen Gefallen, indem ich es dir unter vier Augen sage.“

Unter vier Augen. Mitten in der Halle, während fünfzig Wölfe so taten, als würden sie nicht zuhören, und Annabelles Lächeln immer breiter wurde wie eine frische Wunde.

„Du weist mich zurück.“ Meine Stimme klang fremd, als gehörte sie jemand anderem.

„Ich korrigiere einen Fehler, bevor er diesem Rudel schadet.“ Leo hob die Hand, berührte mein Kinn mit zwei Fingern und zwang mich, ihn anzusehen. Hitze schoss durch meine Adern, und Sera heulte verzweifelt auf, doch seine Berührung war kühl und kurz, wie die eines Mannes, der etwas untersuchte, das er bereits verworfen hatte. „Du bleibst in Stonecrest und findest eine Rolle, aber du wirst nicht meine Gefährtin und niemals meine Luna sein.“

Er ließ mich los, und etwas in mir riss.

Henry trat vor. „Leo, vielleicht—“

„Es ist entschieden.“

Leo wandte sich ab. „Annabelle, komm.“

Meine Stiefschwester glitt zu ihm und legte ihre Hand in seinen Arm, als gehöre sie dorthin, und er ließ es zu.

Ich ließ den Teller fallen, und der Kuchen zerplatzte auf dem Boden.

Niemand kam.

Also ging ich, hinaus aus der Halle, hinaus aus dem Rudel und hinaus aus allem, was ich bis zu diesem Augenblick gekannt hatte, bis ich die Straße erreichte, die Lichter vor mir auftauchten und ich schließlich vor einer Bar mit einem flackernden Schild stehen blieb: The Hollow.

Drinnen war es warm und leer.

Ich bestellte Whiskey, und als er in meiner Kehle brannte, fühlte es sich beinahe gut an.

„Du trinkst wie jemand, dem gerade das Herz herausgeschnitten wurde.“

Ich drehte mich um und sah einen Fremden, der dunkel, ruhig und gefährlich wirkte.

„Ich will keine Gesellschaft“, sagte ich.

„Gut“, erwiderte er. „Ich auch nicht.“

Und doch blieb er, und aus irgendeinem Grund reichte mir das.

„Was willst du, kleine Wölfin?“

Ich erstarrte, denn er wusste es.

Langsam sah ich ihm in die Augen und flüsterte: „Ich will vergessen.“

Er lächelte, dunkel und hungrig, bevor er antwortete: „Dann vergiss. Für heute Nacht.“

Und er griff nach meiner Hand.

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