LOGINBOOK 2 KAPITEL 5
„Kaia?“
Ich erstarrte augenblicklich, als sich meine Blicke mit denen des Fremden kreuzten. Es brauchte ein paar rasche Lidischläge, bevor mein Gehirn endlich wieder auf Touren kam. „I-ich habe sie nicht zum Weinen gebracht, verstanden? Sie hat einfach losgebrüllt, in der Sekunde, in der ich reingekommen bin“, platzte es aus mir heraus, während ich mich defensiv nach einer Ausrede umsah.
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KAPITEL 6 TEIL 2„H-Hey, Thalia? Ist alles in Ordnung? Du siehst blass aus.“Ma’am Brielles Stimme riss mich augenblicklich in die Realität zurück. Ich hatte mich so tief in meine eigene Angst hineingesteigert, dass ich völlig vergessen hatte, dass meine Arbeitgeber direkt vor mir saßen.Ich blickte zu ihr auf und erzwang ein verkrampftes Lächeln. „I-Ich bin in Ordnung. Nur in Gedanken versunken“, murmelte ich schnell und konzentrierte mich wieder darauf, Rory mit dem Löffel zu füttern.„In Gedanken versunken?“, hakte Ma’am Brielle nach, während sich ihre Augen leicht verengten, als ich nach unten blickte. Geht das schon wieder los. „Liegt es an deiner Familie dort auf der Insel? Hast du schon Heimweh?“Ich zögerte, die Worte blieben mir im Hals stecken. Ich versuchte absicht
BOOK 2 KAPITEL 6„Fällt es dir schwer, dich an das Leben hier in der Stadt zu gewöhnen, Thalia?“Ich sah zu Ma’am Brielle auf, als sie sprach. Ich schüttelte leicht den Kopf und schenkte ihr ein kleines, beruhigendes Lächeln. „Eigentlich nicht, Ma’am. Um ehrlich zu sein, habe ich so viel Spaß mit Rory, dass die Umstellung ziemlich einfach war“, antwortete ich.Sie nickte und wandte sich wieder ihrem Frühstück zu. Ich widmete mich erneut der Aufgabe, Rory zu füttern. Sie war jetzt zwei Jahre alt, und es stand außer Frage, dass sie unglaublich clever war. Für ihr Alter war ihr Wortschatz bereits beeindruckend, sodass es beim Aufpassen auf sie nie langweilig wurde. Sie war auch kein anstrengendes Kind, wofür ich zutiefst dankbar war.„Denk nur daran: Wenn du jemals auf irgendwelche Probleme stöß
Eine Million Fragen wirbelten durch meinen Kopf, während ich zusah, wie die Lichter flackerten. Wenn diese Kaia wirklich tot war, konnte ich nicht anders, als eine tief empfundene Sympathie für sie zu empfinden. Ich konnte spüren, wie sehr sie sie vermissten – besonders ihr Ehemann Dylan.Als er mich vorhin festgehalten hatte, obwohl ich nicht die Frau war, nach der er suchte, war das schwere Gewicht seiner Trauer und seiner Sehnsucht unbestreitbar gewesen. Zuerst war ich wütend gewesen, weil er ohne Erlaublichkeit eine Grenze überschritten hatte, aber jetzt fingen die Puzzleteile an, sich zusammenzusetzen. Ich verstand, warum er es getan hatte. Wenn ich in seinen Schuhen steckte und ein Phantom der Person sähe, die ich am meisten liebte, hätte ich wahrscheinlich auch nach ihr gegriffen.Was in meinen Kopf einfach nicht hineinwollte, war, wie ein Mann wie Dylan Fontanilla sie nicht gefunden hatte. Nac
BOOK 2 KAPITEL 5„Kaia?“Ich erstarrte augenblicklich, als sich meine Blicke mit denen des Fremden kreuzten. Es brauchte ein paar rasche Lidischläge, bevor mein Gehirn endlich wieder auf Touren kam. „I-ich habe sie nicht zum Weinen gebracht, verstanden? Sie hat einfach losgebrüllt, in der Sekunde, in der ich reingekommen bin“, platzte es aus mir heraus, während ich mich defensiv nach einer Ausrede umsah.Ich warf einen Blick nach unten auf Rory, die inzwischen aufgehört hatte zu weinen. Ich drehte dem Mann hastig den Rücken zu und legte sie behutsam zurück in ihr Gitterbettchen. Ich hatte absolut keine Ahnung, wie ich dieser Situation entkommen sollte. Buchstäblich jeder in diesem Haus nannte mich ständig Kaia, und das war mir unglaublich unangenehm.Wo zum Teufel steckt diese echte Kaia, und warum zeigt sie sich nicht einfach? Es suchen
KAPITEL 4 TEIL 2Ach!Meine Augen weiteten sich vor Wiedererkennen. Er war der Verwandte dieser berühmten Schauspielerin – Monika Fontanilla. Er war außerdem der Polizeichef. Kein Wunder, dass mir sein Name bekannt vorkam. Ich atmete tief durch und legte eine Hand auf meine Brust, während mein Herz vor plötzlicher Nervosität gegen meine Rippen hämmerte.„Und was genau hast du vor, Aziel? Sie feuern? Ist es das? Sie ist den ganzen Weg von der Insel gereist, um hier zu arbeiten, und du willst sie einpacken und wieder zurückschicken? Wofür? Nur weil sie jemandem sieht, der seit Jahren tot ist? Du willst ihr dafür ihre Lebensgrundlage entziehen? Das ist unglaublich kleingeistig!“Mir blieb der Mund offen stehen, und ich blieb wie angewurzelt stehen. Meinten die das wirklich ernst? Sie zogen ernsthaft in Betracht, mich zu feuern, nur weil ich
BOOK 2 KAPITEL 4„Wie dem auch immer … das ist Rory, Thalia. Sie ist letzten Monat erst zwei geworden.“Ich richtete meinen Blick auf das schlafende kleine Mädchen im Gitterbettchen. Da sie tief und fest schlief, wagte ich es nicht, auch nur einen Schritt näher heranzugehen, aus Angst, sie aufzuwecken – ich war nun wirklich kein Experte darin, ein weinendes Kind zu beruhigen. Natürlich behielt ich das komplett für mich, damit sie ihre Entscheidung, mich einzustellen, nicht noch einmal überdachten. Hoffentlich würde ich im Laufe der Zeit herausfinden, wie man ein weinendes Kleinkind beruhigt … Daumen drücken.„Ich habe nicht mehr gearbeitet, seit ich mit ihr schwanger war, aber ich muss jetzt wirklich ins Büro zurück, weil es der Gesundheit meines Vaters nicht gut geht. Aziel ist ständig in seiner eigenen Arbeit vergraben, sodass er Ro







